Edward Summanen, Johanna Arpiainen: Das Familienbuch

Artikelnummer: 978-3-86569-250-4

Eine Familie? Das ist doch Mama, Papa, Kind. Oder? Nein, ganz so einfach lassen sich Familiengeschichten nicht erzählen, denn es gibt doch viel mehr Möglichkeiten, eine Familie zu sein. In manchen Familien gibt es zwei Papas oder zwei Mamas, manche Kinder leben mit einem Elternteil oder mit mehreren Eltern zusammen und manchmal ist es ganz anders!

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Eine Familie? Das ist doch Mama, Papa, Kind. Oder? Nein, ganz so einfach lassen sich Familiengeschichten nicht erzählen, denn es gibt doch viel mehr Möglichkeiten, eine Familie zu sein. In manchen Familien gibt es zwei Papas oder zwei Mamas, manche Kinder leben mit einem Elternteil oder mit mehreren Eltern zusammen und manchmal ist es ganz anders! Oft gibt es auch noch viele andere Familienmitglieder, befreundete und verwandte Menschen, wie zum Beispiel Tanten, Opas, Haustiere und Geschwisterkinder. Und dann bleibt auch noch die Frage: Wie genau entstehen Babys eigentlich? Und vor allem: wie wird man eine Familie? Wie leben verschiedene Familien eigentlich?

Dieses Buch erzählt von unterschiedlichen Familienkonstellationen und zeigt, wie ein neuer Mensch überhaupt entstehen und in eine Familie kommen kann. Das Buch regt an, mit Kindern über die eigene und andere Familien und Themen wie Sexualität und Geschlecht, künstliche Befruchtung und Adoption zu sprechen.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Edward Summanen
Illustrator*in: Johanna Arpiainen
Kinderbuch zu: Sexualität & Aufklärung Trennung & Patchworkfamilie Kinder of Color Einelternfamilie Familie & Zusammenleben Regenbogenfamilie & Adoption
Weitere Informationen: Übersetzt von: Eno R Liedtke
Umfang: 32 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 0.6 x 24.1 x 17.2 cm
Gewicht: 233 g
Leseprobe: 4+
Erscheinungsdatum: 01.12.2015

~ LESEPROBE ~

Rezension von Sophie-Kristin Hausberger auf derStandard.at:

Wie Babys in den Bauch kommen, ist eine Frage, die jedes Kind einmal stellt. Besonders komplex ist sie für Eltern, die eine alternative Familienkonstellation leben.

Das Bild der traditionellen Familie mit Mutter, Vater, Kind verblasst zunehmend, stattdessen sprießen immer mehr bunte Familienformen. Denn: "Es gibt keine Regeln, wie eine Familie sein soll oder wie sie entstanden sein muss", schreibt der schwedische Autor Edward Summanen. So kann ein Kind mehrere Mamas oder Papas haben, in anderen Familien gibt es wiederum gar keinen Nachwuchs - auch das ist okay und bedarf keiner Wertung.

Für jene, die sich auf herkömmlichem Weg den Kinderwunsch nicht erfüllen konnten, haben sich die Möglichkeiten in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert. So ist seit Februar 2015 auch in Österreich die Eizellenspende erlaubt. Doch damit ändern sich nicht nur die Rahmenbedingungen für Personen mit Kinderwunsch, auch für ihre Sprösslinge wird die Familienkonstellation vielschichtiger. Für jene Eltern, die nicht so recht wissen, wie sie ihren Kindern die Familiensituation erklären sollen, gibt "Das Familienbuch" Anregungen.

Mit erfrischenden, bewusst nichtstereotyp gehaltenen Illustrationen untermalt Johanna Arpiainen den Sachtext. Denn das Kinderbuch ist keine Geschichte, sondern ein Erklärstück, das zeigt, wie ein neuer Mensch entsteht und in welche Formen des Zusammenlebens er hineingeboren werden kann. Summanen geht mit einer Sprache, die mal anschaulich-kindgerecht, mal detailreicher ist, ebenso dem Thema künstliche Befruchtung auf den Grund. Die fehlende Stringenz könnte der Übersetzung aus dem Schwedischen geschuldet sein.

"Das Familienbuch" ist geeignet, um alte Denkmuster aufzubrechen. Für kleinere Kinder dürfte es allerdings noch zu kompliziert sein, denn das Aufklärungsbuch spart weder die künstliche Befruchtung noch die Möglichkeit einer Adoption aus. Es zeigt aber anschaulich, dass eine Familie so leben darf, wie sie will, solange es sich gut und richtig anfühlt.

» zur Rezension auf derStandard.at

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