Elisa Barth u.a.: Inter. Erfahrungen intergeschlechtlicher Menschen in der Welt der zwei Geschlechter

Artikelnummer: 978-3-942471-03-9

Texte und Kunstwerke von intergeschlechtlichen Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt zusammen, ergänzt um ausgewählte solidarische Texte.


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Dieser Band bringt Texte und Kunstwerke von intergeschlechtlichen Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt zusammen, ergänzt um ausgewählte solidarische Texte.

Dreizehn Autor_innen geben mit ihren Texten Einblicke in ihre Erfahrungen in mehr als zehn verschiedenen Ländern (Argentinien, Australien, Costa Rica, Deutschland, Schweden, Serbien, Südafrika, Taiwan und der Türkei, wobei die Autor_innen teilweise auch ihre Lebenserfahrungen aus weiteren Ländern einbringen). Dazu sind im Buch Gemälde und Fotos von drei inter*Künstler_innen, ebenfalls aus verschiedenen Ländern, zu sehen.

Als Herausgeber_innen haben wir uns bemüht, mit einer Einleitung, einem Glossar und einem Ressourcen-Teil weitere Informationen zu liefern, die für ein Verständnis der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation in Deutschland und eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema hilfreich sind.

Die meisten Beiträge thematisieren persönliche Erfahrungen, viele darüber hinaus den Aktivismus, mit dem die Autor_innen für ihre Rechte und gesellschaftliche Anerkennung kämpfen. Rechtliche Fragen sowie die Rolle der Medizin werden ebenfalls behandelt.

Das Buch entstand vor dem Hintergrund, dass intergeschlechtliche Menschen bis heute fast überall auf der Welt vielfältigen Menschenrechtsverletzungen, Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt sind. Auch von diesen traumatischen Erfahrungen und ihren Folgen berichten die Texte und Bilder. In erster Linie zeichnen sie sich jedoch durch ihren Mut und ihre Stärke aus und durch die positive Einstellung, mit der die Autor_innen und Künstler_innen ihren Weg gehen und ihre Kämpfe führen.


Autor*in / Hrsg.: Ina Schneider Dan Christian Ghattas Elisa Barth Ben Böttger
Perspektiven: inter
politische Themen: Intersexualität/Intergeschlechtlichkeit Diskriminierung & Empowerment
Weitere Informationen: Hrsg: Elisa Barth, Ben Böttger, Dan Christian Ghattas, Ina Schneider
Maße: 180 x 210 mm
Umfang: 124 Seiten
Einbandart: Soft Cover
22 farbige Abbildungen
Gewicht: 180 g
Erscheinungdatum: 22.07.2013

Rezension von Clarissa Lempp auf AVIVA-Berlin:

Dieser Band bringt Texte und Kunstarbeiten intergeschlechtlicher Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Dreizehn Autor_innen geben Einblick in ihr Leben zwischen den Geschlechtern.

Intersexuelle Menschen stellen die verordnete Geschlechterdualität in Frage. Weltweit erkennen nur wenige Staaten eine geschlechtliche "Uneindeutigkeit" an. So ist es seit dem 1. November 2013 in Deutschland möglich, die Geschlechtsbezeichnung in der Geburtsurkunde und somit im Personenstandsverzeichnis freizulassen. Der Zwang zur Geschlechterbinarität ist damit aber nicht durchbrochen.

Viele intergeschlechtliche Menschen erfahren früh körperliche und psychische "Behandlungen", um sie einem "eindeutigen" Geschlecht zuordnen zu können. Das Leben von intersexuellen Menschen ist aber nicht nur von Repression geprägt, sondern birgt auch die Chance zur Selbstermächtigung. Der Band " Inter - Erfahrungen intergeschlechtlicher Menschen in der Welt der zwei Geschlechter" gibt Einblick in die Erfahrungen intersexueller Menschen und zeigt die Arbeit von Aktivist_innen und Theoretiker_innen.

In teils sehr persönlichen Texten, wie "Zehn Rückblenden" von erminia, werden körperliche und emotionale Erfahrungen zugänglich gemacht. Daneben reihen sich Texte zur rechtlichen, politischen und medizinischen Situation, wie der Text "Intersex - Eine Frage von Leben und Gesetz" von Sally Gross. Del LaGrace Volcanos Fotografien machen intersexuelle Menschen sichtbar ("Visibly Intersex"). Die Filmemacherin Phoebe Hart berichtet in "Orchideen züchten" von der Entstehung ihrer gleichnamigen Dokumentation, in der sie sich und ihre Familie mit ihrer Intersex-Geschichte konfrontiert. Herm Kunst hingegen betreibt eigene Geschichtsschreibung und macht das Persönliche (wieder) zur Politik und entwirft eine Hermstory.

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