Ellen Händler, Uta Mitsching-Viertel: Unerhörte Ostfrauen. Lebensspuren in zwei Systemen

Artikelnummer: 978-3-8382-1230-2

Unerhört - und doch prägend: Das sind sie, die Ostfrauen, die in diesem Buch zu Wort kommen. Schon in den 1960er, 70er und 80er Jahren haben sie Beruf und Familie erfolgreich vereinbart, haben das Kind geschaukelt und im Beruf ihre Frau gestanden.

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Unerhört - und doch prägend: Das sind sie, die Ostfrauen, die in diesem Buch zu Wort kommen. Schon in den 1960er, 70er und 80er Jahren haben sie Beruf und Familie erfolgreich vereinbart, haben das Kind geschaukelt und im Beruf ihre Frau gestanden. Anders als ihre Geschlechtsgenossinnen im Westen profitierten sie dabei von frauenpolitischen Maßnahmen wie flächendeckender Kinderbetreuung, Ausbildungsförderung oder Haushaltstag - und mit der Wende erschien es einigen, als seien sie in Sachen Gleichberechtigung ins Mittelalter zurückgefallen.
Authentisch, emotional und auch trotzig verteidigen die interviewten Frauen ihre Erfahrungen in Ost und West. Entwaffnend offen ziehen sie persönliche Bilanz, berichten über fehlende Anerkennung und Vorurteile, die ihnen im Westen begegnet sind, über ihren Neuanfang nach der Wende und über ihren Erfahrungsvorsprung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den sie in den Westen eingebracht haben. Die Autorinnen versprechen den Leserinnen und Lesern eine interessante, spannende und unterhaltsame Lektüre mit einer Prise Humor.

Uta Mitsching-Viertel und Ellen Händler, Jahrgang 1948, verbindet mit den von ihnen interviewten Frauen eine gemeinsame Lebensgeschichte. In der DDR geboren und aufgewachsen, begannen sie im Osten ihre berufliche Laufbahn und wurden Mütter von jeweils zwei Kindern. Beide Autorinnen genießen ihre Rentenzeit mit jeweils vier Enkelkindern.

Inhalt

Unerhörte Ostfrauen

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Inhalt

Autor*in / Hrsg.: Uta Mitsching-Viertel Ellen Händler
Zeitepoche(n): 20. und 21. Jh.
weitere Themen: DDR
Details: Umfang: 288 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2.3 x 24.3 x 17.3 cm
Gewicht: 437 g
Erscheinungsdatum: 08.03.2019
Rezension zum Buch im "Neuen Deutschland":

In der DDR gab es keine Frauenbewegung. Daran haben wir nicht gedacht, das war ein Westthema. Wir waren auch so gleichberechtigt.« Mit diesen Worten beendet Johanna ihre Geschichte. Mit ihren 100 Jahren ist sie die älteste von 37 »Ostfrauen«, deren Stimmen in dem Buch »Unerhörte Ostfrauen. Lebensspuren in zwei Systemen« versammelt sind. Die Geschichten der Frauen erscheinen anonymisiert, nur mit ihren Vornamen - bis auf fünf Frauen in Leitungsfunktionen, die im Theorieteil des Buches vorgestellt werden.

In der westdeutschen Narration wird die Frage der Gleichberechtigung im Osten oft als »verordnet« dargestellt. Die hier versammelten Berichte der Zeitzeuginnen stellen dem eine Bandbreite von Perspektiven entgegen, von Frauen, die mit Frauenbewegung nichts am Hut hatten, und solchen, die sich sehr bewusst darüber waren, dass die DDR das Patriarchat eben nicht abgeschafft hatte - aber dennoch der BRD in puncto Frauenrechte voraus war.

Die interviewten Frauen - die meisten haben jeweils 20 Jahre in der DDR und in der BRD gearbeitet - ziehen viel Selbstbewusstsein aus ihrer Erwerbsarbeit und grenzen sich darüber explizit von westdeutschen Frauen ab. Sie waren ihr Leben lang erwerbstätig und ökonomisch unabhängig von Männern. In Westdeutschland sollten Frauen zwar einen Beruf erlernen, dann aber bis zur Selbstständigkeit ihrer Kinder zu Hause bleiben und auch später nur zum Familienunterhalt hinzuverdienen. Die Auswirkungen dieses sogenannten Drei-Phasen-Modells zeigen sich heute in den besonders niedrigen Renten westdeutscher Frauen.

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