Else Krell: Wir rannten um unser Leben. Illegalität und Flucht aus Berlin 1943

Artikelnummer: 978-3-86331-238-1

Else Krell, geboren 1900, heiratete als 20-Jährige den Kaufmann Adolf Murzynski. 1936 muss die Familie im Zuge der antisemitischen Politik des NS-Regimes ihr Kaufhaus in Weiden in der Oberpfalz verkaufen und zieht nach Berlin. In ihrem Bericht beschreibt Else Krell, wie nach 1933 Diskriminierung und Verfolgung das Leben ihrer Familie immer mehr einschränkten und sie schließlich auseinanderriss.

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Else Krell, geboren 1900, heiratete als 20-Jährige den Kaufmann Adolf Murzynski. 1936 muss die Familie im Zuge der antisemitischen Politik des NS-Regimes ihr Kaufhaus in Weiden in der Oberpfalz verkaufen und zieht nach Berlin. In ihrem Bericht beschreibt Else Krell, wie nach 1933 Diskriminierung und Verfolgung das Leben ihrer Familie immer mehr einschränkten und sie schließlich auseinanderriss. Ende Januar 1943 entgingen sie und ihre Tochter Margot in letzter Minute der drohenden Deportation. Monatelang lebten sie "illegal" in Berlin und Umgebung. Im November 1943 gelang ihnen schließlich die Flucht in die Schweiz, wo sie das Kriegsende erlebten.

Zeitepoche(n): 20. und 21. Jh.
politische Themen: Nationalsozialismus
Details: Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden 5
Hrsg.: Claudia Schoppmann 
Umfang: 229 S., 40 Illustr.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 1.7 x 21 x 14.1 cm
Gewicht: 324 g
Erscheinungsdatum: 15.04.2015

Rezension von Sharon Adler auf Aviva-Berlin:

Sorgfältig und kenntnisreich hat die Historikerin und Publizistin die ihr anvertrauten Erinnerungen und Manuskripte in Buchform aufbereitet und schließlich, sechs Jahre später, eine Veröffentlichung erwirkt.

Dr. Claudia Schoppmann forscht und publiziert seit vielen Jahren zur Geschichte lesbischer Frauen im Nationalsozialismus, wofür sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Erst im November 2015 wurde auf ihre Initiative in Berlin-Mitte ein Stolperstein im Gedenken an Elli Smula verlegt, die 1940 als lesbisch denunziert, verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert wurde. Die biografische Zusammenstellung haben wir im Dezember 2015 auf AVIVA veröffentlicht.

Mindestens ebenso lange arbeitet die Historikerin und Publizistin im Bereich der Exilforschung. Neben diversen Publikationen zum Thema wie "Im Fluchtgepäck die Sprache. Deutschsprachige Schriftstellerinnen im Exil" war sie Fellow am Center for Advanced Holocaust Studies am United States Holocaust Memorial Museum in Washington, DC.

In Berlin hat sie als Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand die 2008 eröffnete Dauerausstellung "Stille Helden. Widerstand gegen die Judenverfolgung 1933-1945" mit konzipiert und ist bis heute für deren Ergänzung und Erweiterung aktiv. Am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland.

Als sie für die Ausstellung "Fluchtziel Schweiz" der Gedenkstätte Stille Helden die Geschichte von 28 jüdischen Frauen und Männern, die aus Berlin kommend mit Hilfe von Fluchthelfer_innen 1943/44 vom Bodensee aus in die Schweiz flüchten konnten, kam sie lange bei einem der Namen nicht weiter: Margot Linczyc. Im Jahr 2009, einige Monate nach der Eröffnung, erreichte Claudia Schoppmann ein Brief von Margot Linczyc, die vor ihrer Heirat Murzynski hieß.
Im Zuge ihrer Recherchen konnte die Historikerin nicht ausfindig machen, was aus Margot und ihrer Mutter Else geworden war, bis diese Kontakt zu ihr aufnahm. Ein Glücksfall.

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