Erik Schneider, Christel Baltes-Löhr (Hrsg.): Normierte Kinder. Effekte der Geschlechternormativität auf Kindheit und Adoleszenz

Artikelnummer: 978-3-8376-2417-5

Geschlechternormen beeinflussen uns von Geburt an - bis ans Ende unseres Lebens. Welche Effekte haben sie auf die Erziehung von Kindern und Jugendlichen?

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Geschlechternormen beeinflussen uns von Geburt an - bis ans Ende unseres Lebens. Welche Effekte haben sie auf die Erziehung von Kindern und Jugendlichen?

Vermittelt durch Eltern/Familie, Schule und Gleichaltrige sind sie bislang Teil zwischenmenschlicher Beziehungen. Dieser Band zeigt: Die konventionelle Annahme einer Zweigeschlechtlichkeit führt dazu, dass Kindern geschlechterrollentypisches Verhalten beigebracht wird, um ihre Geschlechtsidentität herauszubilden. Die Beiträge gehen den Gründen für diese Vorgehensweise nach und eröffnen die Diskussion über die Kluft zwischen den geltenden Normvorstellungen und der Pluralität unterschiedlicher Lebensentwürfe. Sie zeigen den Weg auf zu einer Kultur des Respekts und der gegenseitigen Anerkennung.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Christel Baltes-Löhr Erik Schneider
politische Themen: Intersexualität/Intergeschlechtlichkeit
Weitere Informationen: Gender Studies
Umfang: 400 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 3.2 x 22.5 x 14.8 cm
Gewicht: 642 g
Erscheinungsdatum: 11.09.2014

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Autoreninterview

... mit Erik Schneider und Christel Baltes-Löhr

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Es ist innovativ: Erstmals wird die Lebenssituation von Intersex- und Trans'-Kindern interdisziplinär aus der Perspektive der Psychologie, der Medizin, der Erziehungswissenschaften, der Politik, der Menschenrechte und der Kunst betrachtet. Daneben ist die Tatsache innovativ, dass sich hier Autor/-innen begegnen, die sich als sogenannte Professionelle mit der Thematik befassen und Intersex- und Trans'-Personen, die ihre biographische Erfahrung als Wissenschaftler/-innen professionell einbringen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Beiträge des Buches sind eingebettet in Fragen der Kategorisierungen von Identitäten ebenso wie in die Diskussion konkreter Projekte. Zusammen mit dem interdisziplinären Ansatz und dem Miteinander der Autor/-innen entsteht ein gleichberechtigter Raum, der eine zukunftsorientierte Perspektiverweiterung in gesellschaftlichen Bereichen wie Medizin, Erziehungs- und Bildsungssystemen erlaubt, so dass diese den Erfordernissen von Intersex- und Trans'-Kindern angemessen Rechnung zu tragen vermögen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Es eröffnet sich ein Feld für weitere, interdisziplinär angelegte Projekte, vor allem für den Bereich der (frühen) Kindheit und Jugend. Es kann eine Forschungslücke geschlossen werden, indem die Erfahrungen der Intersex- und Trans'-Kinder und -Jugendlichen eruiert werden, sei dies zur Zeit des aktuellen Erlebens oder aus einer systematisch angelegten Retrospektive. All solche Ergebnisse können in die universitäre Lehre einfliessen, aber auch in Unterrichtsmaterialien für sämtliche Schulformen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Fachkolleg/-innen aus den Bereichen der Gender Studies, mit Menschen, die mit Intersex- und Trans'-Personen tätig sind, d.h. beispielsweise mit Lehrer/-innen, Mediziner/-innen, Erzieher/-innen, mit Interessensvertretungen auf örtlicher, nationaler und internationaler Ebene, mit politisch Verantwortlichen, mit Intersex- und Trans'-Personen, mit Elterngruppen, mit Studierenden und eigentlich mit all denjenigen, die das Buch gelesen haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Die Pluralität der Geschlechter sowie die Komplexität geschlechtlicher Existenzweisen, besonders von Kindern und Jugendlichen, wird deutlicher.

Quelle: Transcript Verlag

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