Erna Appelt, Brigitte Aulenbacher, Angelika Wetterer (Hrsg.): Feministische Krisendiagnosen

Artikelnummer: 978-3-89691-237-4

In ihren Krisendiagnosen inspizieren die Autorinnen und Autoren die verschiedenen Felder unter der Frage nach grundlegenden gesellschaftlichen Zusammenhängen, den Krisenherden, den aktuellen Krisenerscheinungen und ihrer Ursachen wie der Wirkungen...

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Gesellschaftliche Naturverhältnisse, Lebenssorge und Ökonomie, Öffentlichkeit und Privatheit, Normierungen und Ideologien sind traditionsreiche Felder feministischer Forschung. Unter dem Vorzeichen der krisenhaften Erschütterungen der Gesellschaft sind sie in uneindeutiger Weise in Bewegung: Tradierte Herrschaftsverhältnisse und -gefüge sind aufgebrochen, emanzipatorische Tendenzen stehen im Widerstreit mit der Konsolidierung von Herrschaft.

In ihren Krisendiagnosen inspizieren die Autorinnen und Autoren die verschiedenen Felder unter der Frage nach grundlegenden gesellschaftlichen Zusammenhängen, den Krisenherden, den aktuellen Krisenerscheinungen und ihrer Ursachen wie der Wirkungen, die sich mit Blick auf das Geschlechterverhältnis und weitere soziale Ungleichheiten zeigen. Der Band versammelt Expertisen, Diagnosen und Reflexionen zur modernen Gesellschaft, die bis an ihre Anfänge zurückgehen, ihre aktuelle Entwicklung kritisch kommentieren und im Sinne geschlechter- und gesellschaftspolitischer Veränderungen nach vorne blicken.

Es schreiben: Erna Appelt, Brigitte Aulenbacher, Ursula Birsl und Claudia Derichs, Sabine Hark und Mike Laufenberg, Cornelia Klinger, Ilse Lenz, Beate Littig, Max Preglau, Birgit Riegraf, Birgit Sauer, Elvira Scheich, Vandana Shiva, Angelika Wetterer.

Inhalt


Autor*in / Hrsg.: Angelika Wetterer Erna Appelt Brigitte Aulenbacher
Weitere Informationen: Forum Frauen- und Geschlechterforschung 37
Umfang: 266 S. Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2.3 x 21 x 14.9
Gewicht: 415 g
Erscheinungsdatum: 05.04.2013

~ INHALT ~  

Rezension von Heike Kahlert auf querelles-net:

Der von Erna Appelt, Brigitte Aulenbacher und Angelika Wetterer herausgegebene Sammelband zielt auf eine feministische Analyse und Kritik der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung, die in aktuellen Zeitdiagnosen häufig als krisenhaft beschrieben wird. In zwölf Beiträgen von sozial-, politik- und geschlechterwissenschaftlich ausgewiesenen Autor/-innen werden Krisen bezüglich der gesellschaftlichen Naturverhältnisse, Lebenssorge und Ökonomie, Öffentlichkeit und Privatheit sowie Normierungen und Ideologien bearbeitet und durch eine Einleitung der Herausgeberinnen in Bezug zueinander gesetzt. Die Aufsätze sind durchweg anregend und bereichernd für die gegenwärtigen zeitdiagnostischen Debatten, könnten jedoch zum Teil begrifflich und empirisch präziser und argumentativ etwas gründlicher sein.

Krise und Kritik - feministische Diagnosen zur modernen Gesellschaft

Zweifelsohne ist es derzeit insbesondere in den Sozial- und Politikwissenschaften wieder en vogue, sich zum Zustand 'der Gesellschaft' zu äußern, und zwar in diagnostischer, häufig auch kritischer Absicht. Dabei geraten so unterschiedliche Phänomene wie Klimawandel, Ausbreitung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, Wandel der Familie und der Lebensformen, Finanzmarktkrise, Erosion des Normalarbeitsverhältnisses und demographischer Wandel in den Fokus des diagnostischen und/oder kritischen Blicks. Perspektiven der Frauen- und Geschlechterforschung auf die vermeintlich neuen Krisendynamiken und -phänomene sind im vielstimmigen Konzert der um sich greifenden Krisendiagnosen bisher eher rar. An dieser Leerstelle setzt der hier zu besprechende Sammelband an, den Erna Appelt, Brigitte Aulenbacher und Angelika Wetterer vieldeutig, aber offen betitelt haben.

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