Eva-Maria Hagen: Eva jenseits vom Paradies

Artikelnummer: 978-3-86789-205-6

Schön, selbstbewusst und temperamentvoll - in den 1950er und 1960er Jahren galt Eva-Maria Hagen als 'Brigitte Bardot des Ostens', und auch heute, mit 80 Jahren, steht sie noch erfolgreich auf der Bühne und vor der Kamera.

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Eva-Maria Hagen - mitreißende Lebensfreude, lebendige Geschichte.
80. Geburtstag am 19. Oktober 2014.
Bewegende Memoiren einer starken Frau.

Schön, selbstbewusst und temperamentvoll - in den 1950er und 1960er Jahren galt Eva-Maria Hagen als 'Brigitte Bardot des Ostens', und auch heute, mit 80 Jahren, steht sie noch erfolgreich auf der Bühne und vor der Kamera.

In ihrer Autobiographie blickt die Schauspielerin und Sängerin zurück auf ihre Anfänge und erzählt von ihren wilden Jahren bis zum Durchbruch mit dem Film Vergeßt mir meine Traudel nicht (1957). Mit behutsamer Eindringlichkeit schildert sie ihren Werdegang - von der Kindheit im hinterpommerschen Klötzchen über den Krieg, der mehr Abenteuer als Schrecken für sie war, bis hin zur Vertreibung und dem Aufwachsen als Flüchtlingskind in Perleberg. Schließlich, mit 17 Jahren, feierte sie ihr Theaterdebüt am Berliner Ensemble in Erwin Strittmatters Katzgraben unter der Regie von Bertolt Brecht, und binnen kurzem avancierte sie zu einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen der DDR. Ihr genauer Blick, festgehalten in einer klaren, unprätentiösen Sprache, versetzt uns in Jahre, die voller Entbehrungen, aber auch voller Hoffnung und Zuversicht in die eigene Kraft waren. Ein ereignisreiches, leidenschaftliches Leben, das sich wie ein Roman liest - voll Wortwitz und bezauberndem Charme.


Autor*in / Hrsg.: Eva-Maria Hagen
Biografien von/über: Schauspielerinnen
Zeitepoche: 20. und 21. Jh.
Weitere Informationen: Umfang: 272 S., mit Bildteil
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2.3 x 21 x 12.6 cm
Gewicht: 313 g
Erscheinungsdatum: 26.07.2014

Rezension von Helga Egetenmeier auf AVIVA-Berlin:

Die Schauspielerin und Sängerin, die im Oktober 2014 ihren 80. Geburtstag feiert, blickt mit der Autobiographie zurück auf die ersten fünfundzwanzig Jahre ihres Lebens. Immer nah an sich selbst, beginnt sie ihre Lebensgeschichte bei ihrer Zeugung 1934 und beschreibt sie bis zu ihrem Durchbruch als DDR-Schauspielerin mit dem Film "Vergeßt mir meine Traudel nicht".

Wie auch ihre Mutter unehelich geboren, kommt Eva-Maria Hagen als zweites Kind der achtzehnjährigen Agnes und des etwas älteren Fritz auf die Welt. Doch der Vater will seine Freiheit und als ihre Mutter kurz nach der Geburt ihren Stiefvater heiratet, zieht die kleine Familie nach Kremlin (heute in Polen) und erlebt dort den Zweiten Weltkrieg. Zu dessen Ende stellt sich die Zehnjährige die Frage "Ob unsere Soldaten sich genauso in der Fremde verhalten, sich an Russenmädchen vergreifen? Sie quälen, missbrauchen, zerstören?".

Ihre nachdenkliche Zuversicht und eine scheinbar unerschöpfliche Energie lassen Eva-Maria auch in der Nachkriegszeit zielstrebig ihr Leben in die Hand nehmen. Sie strebt dabei keine politische Auseinandersetzung an, sondern schildert ihr Leben als persönliche Erfahrung, wie beim ArbeiterInnenaufstand der DDR am 17.Juni 1953: "Wir waren dann ins Gemenge ´Unter die Linden´ geraten, hingeschwemmt worden Richtung Brandenburger Tor. Russische Panzer fuhren auf uns zu, Jugendliche warfen mit Pflastersteinen nach ihnen. Es war unheimlich aufregend. Als würde wieder Krieg ausbrechen."

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