Eva Weissweiler: Notre Dame de Dada. Luise Straus - das dramatische Leben der ersten Frau von Max Ernst

Artikelnummer: 978-3-462-04894-0

Luise Straus-Ernst, die erste Frau des großen surrealistischen Malers Max Ernst, tat als eine der ersten promovierten Kunsthistorikerinnen ihrer Generation viel für die Förderung seines Oeuvres und die Kölner Dada-Bewegung. In ihrer Wohnung am Kaiser-Wilhelm-Ring verkehrten Paul Klee, André Breton, Paul Eluard und Tristan Tzara. Ihre Ehe mit Max Ernst hielt nur wenige Jahre. Ihn zog es hinaus nach Paris, während sie mit Sohn Jimmy in Köln blieb.

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Luise Straus-Ernst, die erste Frau des großen surrealistischen Malers Max Ernst, tat als eine der ersten promovierten Kunsthistorikerinnen ihrer Generation viel für die Förderung seines Oeuvres und die Kölner Dada-Bewegung. In ihrer Wohnung am Kaiser-Wilhelm-Ring verkehrten Paul Klee, André Breton, Paul Eluard und Tristan Tzara. Ihre Ehe mit Max Ernst hielt nur wenige Jahre. Ihn zog es hinaus nach Paris, während sie mit Sohn Jimmy in Köln blieb.

Doch auch sie musste bald fort, weil sie Jüdin war. 1933 emigrierte sie ebenfalls nach Paris. Sie glaubte nicht an den Sieg des Hitler-Regimes und versteckte sich in einem Hotel in der Provence, wo sie ihre Autobiografie 'Nomadengut' schrieb. Ein im letzten Moment eintreffendes Ausreisevisum für das 'Ehepaar Ernst' wurde unter mysteriösen Umständen für ungültig erklärt. In Begleitung der berühmten Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, die er später heiratete, reiste nur Max Ernst nach Amerika. Luise Straus-Ernst blieb in Frankreich und wurde 1944 mit einem der letzten Konvois, die nach Osten rollten, deportiert. Sie starb mit 51 Jahren in Auschwitz.


weitere Themen: jüdische Frauen
Zeitepoche: 20. und 21. Jh.
Biografien von/über: Frauen an der Seite berühmter Männer
Details: Umfang: 456 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3.6 x 21.9 x 14.5 cm
Gewicht: 614 g
Erscheinungsdatum: 08.04.2016

~ LESEPROBE ~

Rezension von Clarissa Lempp auf AVIVA-Berlin:

Der Bestseller "Just Kids" brachte dem Schreiben der Punk-Ikone Patti Smith neue Aufmerksamkeit. Mit "Traumsammlerin" erscheint ein poetischer Blick der Ausnahmekünstlerin in die eigene Kindheit.

Patti Smith ist Sängerin und Musikerin, Poetin, Punk-Ikone, Muse, Malerin, Ehefrau, Intellektuelle, Aktivistin, Fotografin, Träumerin, Mutter. Es scheint, es gibt keine Rolle, die sie nicht irgendwann ausfüllte, ohne je Klischees zu erfüllen. Patti Smith war eine maßgebliche Kraft in der Kunstszene New Yorks der 1970er Jahren. Ihre Lebens- und Arbeitspartnerschaft mit dem Fotografen Robert Mapplethorpe war für beide ein wichtiges Erlebnis als Menschen und KünstlerInnen. Er fotografierte das legendäre Albumcover "Horses", das seinen Stil markierte und ihren androgynen Look feierte. In dem autobiografischen Text "Just Kids" (2010) erzählte Patti Smith aus dieser Zeit und überzeugte KritikerInnen und Fans mit ihrer poetischen Sprachkraft. In den USA erhielt sie dafür den National Book Award.

Mit "Traumsammlerin" wagt sich Patti Smith noch weiter zurück in die Erinnerungen und greift dabei noch stärker auf Stilelemente der Poesie zurück. Im Originaltitel "Woolgathering" (Wollsammler) steckt eine dieser ersten Erinnerungen des kindlichen Erlebens zwischen Traum und Wirklichkeit. Seltsame, altertümlich gekleidete Gestalten besetzen mit nächtlichen Sammelaktionen die Fantasie des Kindes. Das Sammeln bleibt ein wiederkehrendes Bild. Das staksige kleine Mädchen, das Schreiben will, sammelt Murmeln. Die junge Frau in New York, die Künstlerin sein will, sammelt von anderen weggeworfene Dinge. Sammlungen, die nicht für die Ewigkeit, sondern den Ausdruck im Moment bestimmt sind. Patti Smith gibt Einblick in die anfängliche Suche nach dem richtigen Material, nach dem richtigen Medium, die irgendwann zu ihrer cross-medialen Arbeitsweise wird.

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