Fiona Sara Schmidt, Thorsten Nagel, Jonas Engelmann (Hrsg.) Play Gender. Linke Praxis - Feminismus - Kulturarbeit

Artikelnummer: 978-3-95575-049-7

Was passiert, wenn Theorie auf popkulturellen Alltag trifft? Wenn linke Aktivist_innen sich mit Feminismus und Queer Theory auseinandersetzen? Wie können feministische Konzepte in der Praxis genutzt werden - beim Veranstalten von Konzerten, dem Dreh emanzipatorischer Filme, der Organisation von Partys oder im Alltag?

18,00 €

inkl. 7% USt. , zzgl. Versand

Lieferzeit: 6 - 10 Werktage



Was passiert, wenn Theorie auf popkulturellen Alltag trifft? Wenn linke Aktivist_innen sich mit Feminismus und Queer Theory auseinandersetzen? Wie können feministische Konzepte in der Praxis genutzt werden - beim Veranstalten von Konzerten, dem Dreh emanzipatorischer Filme, der Organisation von Partys oder im Alltag?

"Play Gender" stellt aktivistische, (queer-)feministische Ansätze und Interventionen im popkulturellen und im politischen Feld vor, ganz bewusst auch solche von Männern. Das Buch versammelt Beiträge zum Älterwerden im Pop, zu Critical Whiteness, Sexismus in der radikalen Linken und Gender in der Clubkultur. Darüber hinaus berichten Aktivist_innen von Orten wie dem Leipziger Conne Island, von Aktionen wie dem Slutwalk, von ihren Projekten und Erfahrungen, und Kulturschaffende geben ganz praktische Ratschläge für das eigene Arbeiten. In Gesprächsrunden wird diskutiert, was feministische Medienarbeit leisten und wie politisch das Theater sein kann.

Im Fokus steht nicht nur die Frage, was Generationen dabei verbindet, sondern auch, ob und wie Interventionen im Feld Feminismus und Gender im deutschsprachigen Raum in den letzten Jahren etwas verändert haben. Darüber reflektieren Künstler_innen, Kulturschaffende und linke Aktivist_innen, und auch darüber, wie sich die Auseinandersetzung mit Geschlecht im Alltag konkret auf ihre Arbeit auswirkt und welche Utopien sie verfolgen.

Autor*in / Hrsg.: Thorsten Nagel Fiona Sara Schmidt Jonas Engelmann
Feminismus: Queerfeminismus Pop_Punkfeminismus
Kunst: Musik Performance
Literatur zu: Nachtleben und Szene
Medien: Film
Details: Umfang: 248 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.5 x 33 x 15.6 cm
Gewicht: 415 g
Erscheinungsdatum: 01.08.2016

Inhaltsverzeichnis

FEMINISMUS

Mithu M. Sanyal:
Im Westen was Neues. Warum wir wieder über Sexismus debattieren

Fluidität genießen. Interview mit Hinter den Brüsten

Ina Klären / Anne-Carina Lischewski:
Slutwalk ? keine Angst, keine Schuld, keine Scham. Von neuen Aktionsformen und alten Leerstellen

[i:waibz]:
2011, das Jahr der Slutwalks

One-Woman-Show. Interview mit Katja Röckel

Vojin Sa?a Vukadinovic / Melanie Groß:
Musealisierung und Verflachung. Ein Gespräch zu (Queer-)Feminismus und Universitätsbetrieb

Andreas Kemper:
Geschichte der profeministischen Männerbewegung

Männerbewegungen & ­Feminismus. Fraktionen, Bündnisse und Protest
Interview mit Sebastian Scheele

Macker Massaker:
Macker mit Reflektionshintergrund

Keine Vornamen, keine Fotos. Interview mit Stefanie Hochmuth

Anna Seidel:
Netzfeminismus. Blogs, Hashtags und Strategien gegen Hate Mail

Fiona Sara Schmidt:
Nische mit Power. Ein Roundtable zum Thema feministische Medien und Musikjournalismus

KULTURARBEIT

Sarah Diehl:
... ich kam dazu wie die Jungfrau zum Kind. ProChoice-Aktivismus und ­Dokumentarfilme - eine Evolutionsgeschichte

Hormone mit Hochkonjunktur. Interview mit Françoise Cactus

Jonas Engelmann:
Girl Commando. Eine feministische Comicgeschichte

Genderinstrumente. Interview mit Laura Landergott

Yori:
Trouble X. gender is performance

Nilpferd im Kopf. Interview mit Julie Miess

Tine Plesch:
Das Frauenbild in der bundesdeutschen Popmusik: zum Beispiel HipHop

Sookee:
Es heißt nicht: 'Fick Deine Mutter', sondern 'Grüß Deine Mutter'. Heterosexistische Kackscheiße im Rap erkennen und unterlaufen

Lob als Praxis. Interview mit Sandra und Kerstin Grether

Martin Büsser:
Jenseits der Geschlechtergrenzen. Geschlechterverhältnisse in der Punk- und Hardcoreszene

Ärgern und Räume schaffen. Interview mit Unrecords

Vina Yun:
Crying at the Discoteque. Alternativen zum Status quo der Clubkultur

Hi, Freaks!. Interview mit Christina Mohr

Kollektiv _tastique:
_tastique!. Nach dem Ladyfest

Freiheit zur Innovation. Interview mit Thomas Frank

Fiona Sara Schmidt:
Der Körper ist ein Monster. Ein Gespräch mit Julia Lämmle, Muda Mathis, Ilia Papatheodorou und Doris Uhlich

Das theoretische Accessoire. Interview mit Andrea B. Braidt

LINKE PRAXIS

?Teile des Herausgeber_innen­kollektivs von »Fantifa«: Feminismus in der radikalen Linken - Fantifa

Die Rote Zora:
Militanter Feminismus

Klarheit in Kleinigkeiten. Interview mit YASMO

Claire DeCoeur:
Genderbaustelle Conne Island

Martina Minette Dreier:
»We are what is next!«

Torsten Nagel:
Feuer und Flamme dem Patriarchat. Roundtable zu (Queer-)Feminismus in der radikalen Linken

Queer_Feminismus-AG der Interventionistischen Linken Berlin:
Präventiv Krankfeiern

Das Private ist politisch. Interview mit Alva Dittrich

Mart Busche:
Fürchte dich, Bleichgesicht? Das Unbehagen in der Unmarkiertheit

ug defma:
Die Unterstützer_innengruppe DEFMA stellt sich vor!! DEFMA steht für: DIY - Emanzipatorisch - Feministisch - Militant - Autonom
Rezension von Hai-Hsin Lu und Sharon Adler auf AVIVA-Berlin:

Wo finden feministische Kämpfe statt? In dieser Anthologie werden die Schnittstellen gegenwärtiger Debatten, feministischer Kulturarbeit und linker Praxis mit vielfältigen Beiträgen ergründet. Dabei beleuchten die Herausgeber_innen und Autor_innen auch die Kämpfe und aktivistischen Ansätze der letzten 30 Jahre. Ein großartiger Abriss feministischer Themen!

Wie steht es heutzutage eigentlich um den Feminismus? Laut Ronja von Rönnes Beitrag "Warum mich der Feminismus anekelt" scheint Deutschland den Höchstgrad an Emanzipation schon erreicht zu haben. Für die zahlreichen Schriftsteller_innen, Aktivist_innen und Künstler_innen, die für den Sammelband "Play Gender" schrieben, sprachen und illustrierten, ist diese Haltung fernab ihrer Lebensrealität. Gemeinsam bringen sie zur Sprache, was gesellschaftlich verändert werden muss und wie sie es anpacken wollen. Dabei stellen sie gesellschaftliche Normen in Frage, darunter die binäre Einteilung aller Menschen in Männer und Frauen, etablieren neue Deutungen und umspielen Geschlechterfluidität und Femininität - so wie es der Titel andeutet. Die einzelnen Kapitel werden von Martina Minette Dreier ("We are what is next!") durch skizzenhaft angelegte Schwarz-Weiß-Illustrationen eingeführt, die Menschen abseits des Mainstreams abbilden.

Feminismus bleibt notwendig

Der Sammelband setzt sich aus drei Teilen zusammen: "Feminismus", "Kulturarbeit" und "Linke Praxis". Diese unterschiedlichen Themenkomplexe spiegeln die vielfältigen Biographien der Herausgeber_innen wieder, die sowohl aktivistisch, kulturschaffend, als auch wissenschaftlich tätig sind. Von Beiträgen über aktuelle Debatten, beispielsweise "#aufschrei" oder auch über die "Slutwalks", bis zu feministischem Hiphop ist ein breites Spektrum an Sujets abgedeckt.

» weiterlesen auf AVIVA-Berlin.de

Durchschnittliche Artikelbewertung

Geben Sie die erste Bewertung für diesen Artikel ab und helfen Sie Anderen bei der Kaufenscheidung: