Francis Seeck, Brigitte Theißl (Hrsg.): Solidarisch gegen Klassismus. organisieren, intervenieren, umverteilen

Artikelnummer: 978-3-89771-296-6

Mit »Solidarisch gegen Klassismus - organisieren, intervenieren, umverteilen« liegt ein erster deutschsprachiger Sammelband zum Thema vor. Der Fokus liegt auf gelebten antiklassistischen Strategien.

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Mit »Solidarisch gegen Klassismus - organisieren, intervenieren, umverteilen« liegt ein erster deutschsprachiger Sammelband zum Thema vor. Der Fokus liegt auf gelebten antiklassistischen Strategien.

Die Bandbreite der 26 Texte reicht von aktivistischen Erfahrungen über theoretische Diskussionen bis hin zu persönlichen Essays. Manche sind wütend, andere eher fragend, einige sind autobiografisch, viele persönlich, einige eher nüchtern beschreibend oder analytisch, andere poetisch. Die Beiträge diskutieren Strategien gegen Klassismus in politischen Zusammenhängen, in Bildungseinrichtungen und gegen Scham; sie berichten von antiklassistischen Interventionen in der Frauen- und Lesbenbewegung und vermitteln Möglichkeiten, sich gegen das Jobcenter oder gegen Vermieter*innen zu organisieren.

Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund von Klassenherkunft oder Klassenzugehörigkeit. Klassismus richtet sich gegen Menschen aus der Armuts- oder Arbeiter*innenklasse, zum Beispiel gegen einkommensarme, erwerbslose oder wohnungslose Menschen oder gegen Arbeiter*innenkinder. Klassismus hat Auswirkungen auf die Lebenserwartung und begrenzt den Zugang zu Wohnraum, Bildungsabschlüssen, Gesundheitsversorgung, Macht, Teilhabe, Anerkennung und Geld.

Häufig wird in Diskussionen zu Klassismus der ?weiße? Arbeiter in den Vordergrund gerückt. Tatsächlich sind viele trans* Personen, alleinerziehende Mütter und Menschen, die Rassismus erfahren, von Klassismus betroffen. Die Beiträge machen die Verwobenheit von Klasse mit Rassismus und Sexismus deutlich.

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Solidarisch gegen Klassismus

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Autor*in / Hrsg.: Brigitte Theißl Francis Seeck
Perspektiven: Arbeiter*innenklasse lesbisch
Details: Einbandart: Paperback
Umfang: 280 S.
Format (T/L/B): 2.4 x 21 x 14 cm
Gewicht: 313 g
Erscheinungsdatum: 20.11.2020
Rezension von Jeja Klein im Missy Magazin:

Die Herausgeber*innen Francis Seeck und Brigitte Theißl versammeln in ihrem Band Texte zu Diskriminierung und Widerstand rund um Klassismus. Nach einem theoretisch einführenden Abschnitt geht es zumeist um biografische Erfahrungen von Menschen aus der Armutsklasse - insbesondere dann, wenn sie es wagen, in der gesellschaftlichen Hierarchie aufzusteigen. Denn häufig werden die klassistischen Mechanismen, die Lebenschancen, Zugänge zu Geld und Jobs, Macht oder Gesundheit regulieren, erst dann richtig sichtbar.?

Dabei ist es egal, ob sich die Protagonist*innen im System Universität zurechtfinden sollen oder ob sie in einer "klassenkämpferischen" Linken dafür beschämt werden, Begrifflichkeiten nicht zu kennen oder Kleidercodes nicht zu erfüllen: Überall wimmelt es von Bessergestellten, die Menschen auf ihren Platz zurück verweisen.

Im Beitrag von Missy-Autorin Olja Alvir mit dem Titel "Nieder mit der Sprossenwand!" geht es entsprechend um die Ideologie des sozialen Aufstiegs, die eigentlich Rechtfertigung des Elends und der Ausgrenzung der Verarmten ist: Wer die angeblichen Aufstiegschancen nicht ergreift, kann nur selbst schuld an seiner Misere sein.

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