Francoise Giroud: Ich bin eine freie Frau

Artikelnummer: 978-3-552-05766-1

Françoise Girouds beeindruckende Momentaufnahme: Das Bekenntnis einer starken Frau und Einblicke ins Frankreich der 1960er

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Françoise Girouds beeindruckende Momentaufnahme: Das Bekenntnis einer starken Frau und Einblicke ins Frankreich der 1960er 

"Ich bin eine freie Frau. Eine glückliche Frau war ich auch - was gibt es Selteneres auf der Welt?" Sie war eine der bekanntesten Journalistinnen in Frankreich, eine Intellektuelle - und eine leidenschaftlich Liebende. Anfang vierzig ist Françoise Giroud, als ihre große Liebe Jean-Jacques Servan-Schreiber sich 1960 von ihr trennt. Mit ihm hat sie das Nachrichtenmagazin "L'Express" gegründet und geleitet. Alles, wofür sie gelebt, gekämpft und gearbeitet hat, ist mit einem Schlag verloren. Sie überlebt einen Selbstmordversuch und schreibt in den Monaten danach dieses beeindruckende, lange verloren geglaubte Bekenntnis einer starken Frau, das Einblick gibt in Medien, Politik und Gesellschaft jener Jahre.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Françoise Giroud
Zeitepoche: 20. und 21. Jh.
Biografien von/über: Journalistinnen
Details: Originaltitel: Histoire d'une femme libre
Übersetzt von: Patricia Klobusiczky
Umfang: 240 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.3 x 20.9 x 13.2 cm
Gewicht: 363 g
Erscheinungsdatum: 01.02.2016

~ LESEPROBE ~

Rezension von Christina Mohr auf AVIVA-Berlin:

Mit Anfang vierzig hat die feministische Schriftstellerin und Journalistin alles erreicht und ist doch buchstäblich todunglücklich. Nach einem gescheiterten Suizidversuch schreibt sie 1960 den autobiografischen Text "Ich bin eine freie Frau", der erst zehn Jahre nach ihrem Tod entdeckt wird.

Was ist die ultimative Vorstellung von Freiheit? Darüber entscheiden zu können, wann und wie frau das irdische Dasein hinter sich lassen kann. Das ist die Auffassung von Francoise Giroud, eigentlich Lea France Gourdji, Tochter türkischstämmiger Juden, 1916 in Genf geboren, aufgewachsen in Paris. Als Giroud aus dem Leben scheiden will, hat sie in beruflicher und privater Hinsicht vieles erreicht: Sie hatte zwei Kinder, die sie weitgehend allein großzog, machte sich zunächst einen Namen als Drehbuchautorin, kam eher zufällig zum Journalismus und erlebte eine rasante Karriere als Chefredakteurin der Elle. Sie schrieb über Mode und Filmstars ebenso kompetent wie über Politik und Literatur, neben Zeitschriftenartikeln verfasste sie auch Bücher.

Als der renommierte Journalist Jean-Jacques Servan-Schreiber (in Frankreich nur: JJSS) sie 1953 fragt, ob sie mit ihm ein Nachrichtenmagazin gründen will, sagt Giroud zu. Eine beispiellose gemeinsame, arbeitsreiche Laufbahn beginnt - inklusive tiefer gegenseitiger Bewunderung und Liebe, die vom Umstand, dass JJSS mit einer anderen Frau verheiratet ist, nur wenig beeinträchtigt wird. Nach sieben intensiven Jahren dann der Schock: JJSS wirft Giroud aus der Redaktion des Express. Grund dafür ist eine Intrige, (Falsch-)beschuldigungen, die sich nie komplett aufklären lassen. Françoise Giroud ist in ihren Grundfesten erschüttert, ihrer Ehre, verletzt. Sie zögert keinen Augenblick, ihr Entschluss steht fest: Sie will sich töten. Doch sie wird gerettet und überlebt - die Rückkehr ins Leben empfindet sie als Zumutung, der Heilungsprozess ist lang und schwierig.

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