Franziska Seyboldt: Rattatatam, mein Herz. Vom Leben mit der Angst

Artikelnummer: 978-3-462-05047-9

Angststörungen treten laut einer internationalen Studie häufiger auf als Depressionen. Und doch sind sie immer noch ein Tabuthema. Franziska Seyboldt will dies mit 'Rattatatam, mein Herz' ändern.

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Jeder 6. Deutsche leidet im Laufe seines Lebens einmal unter einer Angststörung.

Angststörungen treten laut einer internationalen Studie häufiger auf als Depressionen. Und doch sind sie immer noch ein Tabuthema. Franziska Seyboldt will dies mit 'Rattatatam, mein Herz' ändern.

Die Angst hat sich schon früh eingeschlichen in Franziska Seyboldts Leben. Und sie ist weit über das hinausgegangen, was man allgemein unter 'ängstlich' versteht. Angst davor, mit der U-Bahn zu fahren, zum Arzt zu gehen, in beruflichen Situationen zu versagen, kurz: generalisierte Angststörung. Panikattacken. Millionen von Menschen kämpfen sich mit dieser Erkrankung und der daraus resultierenden Angst vor der Angst durchs Leben und sind wahre Meister im Ausredenerfinden geworden, notgedrungen. Warum spricht niemand darüber? Warum ist die Angststörung nicht so 'normal' wie Depressionen oder Burn-out? Diese Fragen stehen am Anfang von Franziska Seyboldts poetischem und mutigen Buch, das ihren Weg durch die Angst beschreibt. Sie ist nie eingeladen, diese Angst, und doch immer dabei. Indem sie unter ihrem Klarnamen schreibt, befreit sich Franziska Seyboldt aus dem Zwang nicht aufzufliegen, keine Schwäche zu zeigen: 'Ist man schwach, wenn man Schwäche zeigt, oder holt man sich gerade so die Kontrolle zurück?', fragt sie.Ein wegweisendes Buch, das eines der wichtigsten Themen unserer durchperfektionierten Gesellschaft aufs Tapet bringt.


Autor*in / Hrsg.: Franziska Seyboldt
Details: Umfang: 251 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.5 x 20.5 x 12.6 cm
Gewicht: 371 g 
Erscheinungsdatum: 11.01.2018

~ LESEPROBE ~

Interview von Mareice Kaiser bei Missy Magazine:

"An guten Tagen wache ich auf und bin eine Schildkröte. Dann spaziere ich bepanzert bis an die Zähne durch die Straßen und verrichte gemächlich mein Tagewerk, Tunnelblick an und los, im Bauch ein Gefühl wie Hühnerfrikassee: warm, weich und muskatig. An diesen Tagen kann mir niemand was. Zu dick die Haut, zu hart die Hornschilde.

An schlechten Tagen wache ich auf und bin ein Sieb. Geräusche, Gerüche, Farben, Stimmungen und Menschen plätschern durch mich hindurch wie Nudelwasser, ihre Stärke bleibt an mir kleben und hinterlässt einen Film, der auch unter der Dusche nicht abgeht. An diesen Tagen ist alles zu laut, zu nah, zu präsent.
Diesen Zustand als dünnhäutig zu bezeichnen wäre untertrieben, denn da ist keine Haut; sie hat sich über Nacht abgeschält, und die Organe liegen blank und pochen vor sich hin
."

Franziska Seyboldt, Jahrgang 1984, hat ein Buch über ihre Tage als Sieb geschrieben: "Rattatatam, mein Herz", aus dem dieses Zitat stammt, ist gerade im KiWi-Verlag erschienen. Das Buch über ihre Angststörung ist die Fortführung ihrer "Psycho"-Kolumne bei der "taz". Franziska Seyboldt schreibt nicht nur über ihre Angst, sie lässt sie auch selbst sprechen. Sie gibt damit nicht nur ihrer Angststörung ein Gesicht, sondern auch Menschen mit psychischen Erkrankungen.

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