Fred Vargas: Von der Liebe, linken Händen und der Angst vor leeren Einkaufskörben

Artikelnummer: 978-3-351-03553-2

Fred Vargas ist mit ihren literarischen Kriminalromanen um Kommissar Adamsberg weltberühmt geworden. Mit diesem charmanten Buch unternimmt sie den Versuch, das monströse Knäuel des Lebens zu entwirren und den Schlüssel zum Glück zu finden.

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Vom Sinn des Nichtstuns

Fred Vargas ist mit ihren literarischen Kriminalromanen um Kommissar Adamsberg weltberühmt geworden. Mit diesem charmanten Buch unternimmt sie den Versuch, das monströse Knäuel des Lebens zu entwirren und den Schlüssel zum Glück zu finden: Nur wer das Unnötige schätzt, ist imstande, die Balance zu halten und einen direkten Draht zum Glück herzustellen.

Eine hinreißende kleine Farbenlehre entwirft die Autorin zum Thema Liebe und empfiehlt dringend, sich dabei nicht von der Angst vor leeren Einkaufskörben treiben zu lassen. Es gibt eine Magie Vargas. Le Monde

Autor*in / Hrsg.: Fred Vargas
Weitere Informationen: Übersetzt von: Waltraud Schwarze
Umfang: 208 S.
Einband: Gebunden
Format: 19,0 x 11,5 cm
Gewicht: 277 g
Erscheinungsdatum: 11.11.2013

Weitere Ausgaben: Kartoniert 2015

Rezension von Kristina Tencic auf AVIVA-Berlin:

Auf, auf, alle an Bord! Schnallen Sie sich Ihren Freien Willen um und halten Sie Ihr Tiefstinneres fest - und los geht´s mit der meistgelesenen Krimiautorin Frankreichs auf ein zweites literarisches Abenteuer über das offene Meer, das sich das Leben nennt. Sie müssen schneller rudern, wenn Sie dem Hammerhai Langeweile entkommen möchten!

Zitat:
"Im Nichtstun liegt eine unergründliche Tugend, und es gehört auch einiger Mut dazu. Darüber gäbe es eine ganze Menge zu sagen, vielleicht kommen wir noch einmal auf diesen höchst bedeutsamen Gedanken zurück. Ich sage also "ihr und ich", ihr aber helft mir, zugegeben, nicht viel, wenn ihr da müßig auf eurem Bett rumliegt und in einem Buch blättert, das ihr für leicht Lektüre haltet. Ihr irrt euch. Denn es ist kein leichtes Buch [...]nur bemerkt ihr es nicht. Genau das ist der Trick."

Ja, genau das ist der Trick, den die französische Krimilegende Fred Vargas hier in ihrem zweiten essayistischen Exkurs (nach "Vom Sinn des Lebens, der Liebe und dem Aufräumen von Schränken", 2009) zur Perfektion vollführt. Sie stürzt uns, die LeserInnen, in die große Unendlichkeit der Themen, lässt uns dabei aber keine Sekunde aus den Augen und beschwert sich, wenn wir mal nicht ganz hinterherkommen: "ihr kommt zehn Minuten zu spät. Dabei habe ich immer sehr auf diesen zehn Minuten bestanden. Reißt euch zusammen, zum Teufel, erscheint hier gleichzeitig und mit dem Hintern zuerst, ich habe euch ein Konzept von einiger Tragweite mitzuteilen. Spürt ihr den bitteren Beigeschmack? Ich komme noch darauf zurück, nehmt erst mal ein Stück Zucker."

Zugegeben, manchmal verlässt die/den LeserIn den Mut bei dieser strengen Federführung und es bedarf schon etwas Konzentration, Vorstellungskraft und Muße um sich bei Laune zu halten und nicht die Lunte ins Korn zu werfen. Aber wer hat hier behauptet, dass es einfach wird? Fred Vargas ganz sicher nicht, sie weist uns schon zu Anfangs darauf hin, dass hier eine Heidenarbeit auf uns zukommt: "Ich will den Löwenanteil der Arbeit übernehmen, aber eine kleine Mitwirkung wäre mir schon sehr willkommen. Ich erinnere euch daran, dass es ja um euch und eure Glückseligkeit geht."

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