Frigga Haug: Der im Gehen erkundete Weg. Marxismus-Feminismus als Lernerfahrung

Artikelnummer: 978-3-86754-502-0

Frigga Haug erarbeitet eine marxistisch-feministische Politik, die theoretische Erkenntnisse mit Alltagsleben und kultureller Praxis verknüpft. Sie geht autobiografisch vor: An ihren eigenen Thesen und intellektuellen Kämpfen zeigt sie ...

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Frigga Haug erarbeitet eine marxistisch-feministische Politik, die theoretische Erkenntnisse mit Alltagsleben und kultureller Praxis verknüpft. Sie geht autobiografisch vor: An ihren eigenen Thesen und intellektuellen Kämpfen zeigt sie, wie übernommene Gewissheiten theoretische Erkenntnis wie praktische Politik behindern, und schlägt vor, 'die einfachen Vorstellungen von entweder/oder, falsch und richtig aufzugeben zugunsten eines Denkens in Widersprüchen'.

Autor*in / Hrsg.: Frigga Haug
politische Themen: Politik und Demokratie feministische Ökonomie Kapitalismuskritik
Details: Umfang: 384 S.
Einband: Kartoniert 
Format (T/L/B): 2.9 x 21.1 x 13.6 cm
Gewicht: 675 g
Erscheinungsdatum: 24.03.2015

Rezension von Björn Wagner auf pw-portal:

Um Frigga Haugs Buch in jeglicher Hinsicht als bemerkenswert zu empfinden, muss man nicht einmal zwangsläufig an Feminismus- und/oder Marxismusforschung interessiert sein. Die Autorin durchläuft von der ersten bis zur letzten Zeile einen Weg der Selbsthinterfragung und -kritik: Zu diesem Zweck gräbt sie in chronologischer Reihenfolge zahlreiche eigene Aufsätze aus rund 45 Jahren aus, lässt diese aber nicht unkommentiert stehen, sondern liest sie erneut, baut sie in eine autobiografische Erzählung ein und nimmt so ihre Leserschaft mit auf eine spannende - persönliche wie politische - historische Zeitreise. Damit verlässt sie den - wiederholt bei sich selbst konstatierten - "Schutzraum" (30), in dem sich, vermittelt über vermeintlich erkenntnisproduzierende begriffliche Abgrenzungen, selbst die revolutionärsten sozialwissenschaftlichen Disziplinen oft eher gegen die komplexe Realität immunisieren, statt sich ihr zu öffnen. Das ist nicht nur löblich - zugleich ertappt man sich wiederholt dabei, eigene wissenschaftliche Wahrheiten kritisch zu hinterfragen. Nun ist das Buch natürlich nicht nur ein autobiografisches und zeithistorisches Dokument, sondern legt inhaltlich Zeugnis von einer Disziplin ab, deren Protagonistin Haug seit Jahrzehnten ist.

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