Gabriele Schor (Hrsg.): Feministische Avantgarde der 1970er Jahre. Werke aus der Sammlung Verbund, Wien

Artikelnummer: 978-3-7913-5445-3

In der Geschichte der Kunst fungierte die Frau meist als Projektionsfläche männlicher Fantasien, Vorurteile und Beziehungsmuster. In den 1970er-Jahren begannen Künstlerinnen jedoch, sich mit dem Bild des weiblichen Selbst auseinanderzusetzen.

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Provokativ, radikal, authentisch: Die Pionierinnen der feministischen Kunst

In der Geschichte der Kunst fungierte die Frau meist als Projektionsfläche männlicher Fantasien, Vorurteile und Beziehungsmuster. In den 1970er-Jahren begannen Künstlerinnen jedoch, sich mit dem Bild des weiblichen Selbst auseinanderzusetzen.

Sie erkundeten ihren eigenen Körper und schufen eine Bildsprache selbstbewusster weiblicher Identität. Die Werke der Pionierinnen des Feminismus in der Kunst waren provokativ, radikal und poetisch, ironisch und zynisch, zornig und authentisch. Alles Vorherige wurde verworfen, neu definiert und mit der Fotografie, Performance, Film und Videokunst wurden neue Ausdruckswege gefunden.

Der Band vereint Werke von Cindy Sherman, Ana Mendieta, Ulrike Rosenbach, Eleanor Antin, Birgit Jürgenssen, Renate Bertlmann, Francesca Woodman und anderen entschieden feministischen Künstlerinnen.

Link zur Ausstellung: http://www.hamburger-kunsthalle.de/index.php/feministische-avantgarde-der-1970er-jahre/articles/feministische-avantgarde-der-1970er-jahre.html

Spiegel-Online-Artikel: Feministische Kunst: Wunderbare Nestbeschmutzerinnen


Autor*in / Hrsg.: Gabriele Schor
Kunst: Video Performance Skulptur Fotografie
Weitere Informationen: Umfang: 512 S., 500 s/w Illustr., 200 farbige Illustr.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 4.5 x 28.6 x 23.7 cm
Gewicht: 2.557 g

Feministische Kunst: Wunderbare Nestbeschmutzerinnen - auf Spiegel Online

In den Siebzigern rüttelten radikale Künstlerinnen die Szene auf. Sie ließen sich öffentlich begrabschen, posierten breitbeinig provokant vor der Kamera oder trugen statt Schürze gleich einen Herd um den Hals.

Die Braut ist eine Torte. Nackt steckt sie in den zuckrigen Schichten eines Hochzeitskuchens. Eben wurde das erste Stück herausgeschnitten, so dass nun der Blick auf ihre Scham frei liegt. Mit strahlendem Lachen offeriert die Braut nun ein Stück von ihr, lädt ein, von ihrer Süße zu kosten, sich an ihrer Unschuld zu delektieren.

Mit optischen Leckerbissen wie dieser "Wedding Invitation" von Penny Slinger wirft jetzt eine Ausstellung der Hamburger Kunsthalle einen neuen Blick auf die feministische Kunst der Siebzigerjahre. Die Arbeiten, so zeigt sich, überzeichnen und zerlegen die traditionellen Frauenrollen nicht nur radikal und verstörend, sondern sie sind auch bildstark und gewitzt.

Als Ende der Sechzigerjahre aus der Bürgerrechts- und Studentenbewegung eine zweite Frauenbewegung entsteht, heißt es: Heraus aus der nicht selbst verschuldeten Unmündigkeit! Nieder mit Diskriminierung, Prüderie, Doppelmoral und Männermacht über unsere Leiber! Etwa zeitgleich beginnen Künstlerinnen in Europa und den USA, den Slogan "Das Private ist politisch" beim Wort zu nehmen: Sie machen ihr Frausein zum Thema ihrer Kunst - und den eigenen Körper zum Material.

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