Gabriele Schulz, Carolin Ries, Olaf Zimmermann u.a.: Frauen in Kultur und Medien. Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge

Artikelnummer: 978-393-486841-0

Wie viele Frauen studieren und arbeiten in künstlerischen Fächern, und was verdienen sie? Sind sie in führender Position oder in Beratungs- und Entscheidungsgremien in der Kultur-und Medienbranche tätig, und welche Stolpersteine, aber auch Ermutigungen und Förderungen, gibt es? Wie ist Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Medienbetrieb erreichbar?

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Wie viele Frauen studieren und arbeiten in künstlerischen Fächern, und was verdienen sie? Sind sie in führender Position oder in Beratungs- und Entscheidungsgremien in der Kultur-und Medienbranche tätig, und welche Stolpersteine, aber auch Ermutigungen und Förderungen, gibt es? Wie ist Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Medienbetrieb erreichbar?

Mit diesen und anderen Fragen befasst sich die Studie des Deutschen Kulturrates. Hierzu werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Gleichstellung dargestellt, sich mit der Gleichstellungspolitik an Hochschulen befasst, die Diskussion in den verschiedenen künstlerischen Sparten referiert und Künstlerinnen, Kulturmanagerinnen und Verantwortliche aus Kulturunternehmen interviewt.

Es werden Daten zu den Frauen in Kulturberufen allgemein, zum Studentinnenanteil in den verschiedenen künstlerischen Fächern, zum Einkommen von Künstlerinnen und Künstlern, zur Vertretung von Frauen in Aufsichtsgremien von Rundfunkanstalten, zur Partizipation von Frauen an der individuellen Künstlerinnen- und Künstlerförderung und zur Präsenz von Frauen in Bundeskulturverbänden zusammengestellt.

Das Buch schließt mit konkreten Vorschlägen an Politik, Verwaltung, Kultureinrichtungen, Rundfunkanstalten, Fördereinrichtungen und Kulturverbände wie mehr Geschlechtergerechtigkeit erreicht werden kann.


Autor*in / Hrsg.: Olaf Zimmermann Carolin Ries Gabriele Schulz
Medien: Fernsehen Rundfunk Film Zeitung
Details: Umfang: 491 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 3.2 x 28 x 21.1 cm
Gewicht: 1.526 g
Erscheinungsdatum: 28.06.2016

Rezension von Valeska Henze auf AVIVA-Berlin:

Kunst und Kultur wird die Freiheit zugesprochen, anders sein zu dürfen, auch Abweichungen von der gesellschaftlichen Norm sind erlaubt. Viele glauben vielleicht, dass sie auch bei der Geschlechtergerechtigkeit eine Vorreiterrolle einnehmen. Diese Annahme ist irrig.

Ende Juni wurde von Kulturstaatssekretärin Monika Grütters die von ihrem Haus finanzierte Studie "Frauen in Kultur und Medien. Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge" des Deutschen Kulturrats vorgestellt. In ihrer Begrüßungsrede zitierte Grütters das Selbstverständnis der Kultur, "gesellschaftliche Avantgarde" zu sein. Es wird allgemein angenommen, Kunst und Kultur öffneten Räume und formten Bilder, in denen gesellschaftliche Veränderungen und Neuerungen vorgedacht und experimentell-künstlerisch ausprobiert werden können.Es mag immer wieder Beispiele gegeben haben, die das bestätigen. Bei der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern suchen wir allerdings vergeblich danach. Kunst und Kultur reproduzieren die althergebrachten patriarchalen Strukturen der Gesellschaft. Das zeigen die vom Kulturrat ausgewerteten Statistiken.

"So stammt gerade mal ein Viertel der in Galerien ausgestellten Werke aus dem ?uvre einer Künstlerin. In deutschen Kunstmuseen liegt dieser Anteil sogar nur bei geschätzten zehn bis 15 Prozent. 85 Prozent der Kino- und Fernsehfilme werden von Männern inszeniert, obwohl 42 Prozent der Absolventinnen und Absolventen im Fach Regie Frauen sind. 73 Prozent der in Kulturorchestern Beschäftigten sind männlich, obwohl 51,5 Prozent der Absolventinnen und Absolventen im Fach Orchestermusik Frauen sind. An künstlerischen Hochschulen liegt der Anteil der Professorinnen bei nur 25,5 Prozent, obwohl über 50 Prozent der Studierenden weiblich sind. Und spartenübergreifend gilt: Frauen verdienen deutlich weniger als Männer und sind seltener in Führungs- und Leitungspositionen vertreten."

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