Gila Lustiger: Erschütterung. Über den Terror

Artikelnummer: 978-3-8270-1332-3

Für Paris und ganz Europa begann 2015 eine neue Zeit: Der brutale Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo sowie der Terror vom 13. November setzten den grausamen Rahmen für ein Jahr, das nicht nur in Frankreich von einer Vielzahl weiterer Übergriffe mit islamistischem Hintergrund, antisemitischen Attentaten und einem erschreckenden Zulauf für den Front National geprägt war.

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Für Paris und ganz Europa begann 2015 eine neue Zeit: Der brutale Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo sowie der Terror vom 13. November setzten den grausamen Rahmen für ein Jahr, das nicht nur in Frankreich von einer Vielzahl weiterer Übergriffe mit islamistischem Hintergrund, antisemitischen Attentaten und einem erschreckenden Zulauf für den Front National geprägt war.

Die in Paris lebende Schriftstellerin Gila Lustiger hat bereits in ihrem Gesellschaftsroman 'Die Schuld der anderen' hellsichtig Ursachen und Hintergründe beschrieben. Auch die jüngsten Terrorakte hat sie miterlebt, aus dieser Erfahrung ist ihr Essay entstanden. Der kluge Versuch, einer tief empfundenen Erschütterung mit Vernunft zu begegnen und vehement unsere freiheitlichen Werte zu verteidigen - als Pariserin, Mutter zweier Kinder, Jüdin, Europäerin.

"Die Autorin betrachtet die TäterInnen mit ähnlicher Einfühlsamkeit wie die Opfer, doch lässt sie hier die Opfer noch einmal lebendig werden.", EMMA, Margitta Hösel, 01.03.2016

Autor*in / Hrsg.: Gila Lustiger
Details: Umfang: 158 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.2 x 19.5 x 12 cm
Gewicht: 255 g
Erscheinungsdatum: 01.03.2016

Rezension von Kristina Tencic auf AVIVA-Berlin:

Leider wieder hochaktuell ist Gila Lustigers wegweisendes Essay über den Terror in Frankreich. Erst im Juni 2016 wurde die in Paris lebende deutsch-jüdische Autorin für ihr "widerständiges Erzählen im Sinne von Freiheit und Humanität" mit dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth ausgezeichnet.

Als "Nachrichtensüchtig" hat sich Gila Lustiger bezeichnet, als sie nach den Terroranschlägen vom 13. November 2015 nicht aufhören konnte, der Berichterstattung zu folgen, immer noch mehr neue Fakten, oder auch nur Vermutungen, in sich einzusaugen und irgendwie zu verstehen versuchen, was hier mitten im ´friedlichen´ Europa vor sich geht. Auch dieser Tage nach dem Massaker in Nizza folgen wir alle dem Nachrichtenfluss, erstarrt, ungläubig und machtlos, da sich hier jemand der banalsten Waffe bedient hat, einem LkW, um Leid in die Welt zu tragen.

An einem Punkt jedoch hat sich Gila Lustiger gebremst und in ihrer analytischen Manier gefragt, was hier eigentlich vor sich geht. Sie hat angefangen, einen Essay mit Fragen zu schreiben, statt den journalistisch und politisch vorgefertigten Antworten zu folgen. In "Erschütterung" blickt sie auf diese französische Gesellschaft, der sie als Deutsche und Jüdin seit 1987 angehört, und was sie sieht, macht nicht gerade Hoffnung.

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