Gülay Çaglar, Helen Schwenken, Maria do Mar Castro Varela: Geschlecht - Macht - Klima: Feministische Perspektiven auf Klima, gesellschaftliche Naturverhältnisse und Gerechtigkeit

Artikelnummer: 978-3-86649-330-8

Hat die Debatte um den Klimawandel ein geschlechterpolitisches Moment? Sofort tauchen Schlagworte wie Ressourcenverteilung, nachhaltiges Wirtschaften und Konsum auf. Die Beiträge bieten aus einer Geschlechterperspektive einen Überblick über die aktuellen Diskussionen um Klimawandel...

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Hat die Debatte um den Klimawandel ein geschlechterpolitisches Moment? Sofort tauchen Schlagworte wie Ressourcenverteilung, nachhaltiges Wirtschaften und Konsum auf. Die Beiträge bieten aus einer Geschlechterperspektive einen Überblick über die aktuellen Diskussionen um Klimawandel und die damit einhergehenden sozialen und politischen Veränderungsprozesse. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, inwiefern der politische und gesellschaftliche Umgang mit Klimawandel zur Reproduktion der sozialen und politischen Ungerechtigkeit in den Geschlechterverhältnissen beiträgt und welche geschlechterpolitischen Potenziale die Klimadebatte in sich birgt.

Die aktuellen Diskussionen um den Klimawandel werden im Lichte der feministischen Diskussionen über Umwelt und Entwicklung betrachtet, und Konzepte wie das der nachhaltigen Entwicklung oder Sustainable Livelihood werden einer neuen Prüfung unterzogen. Ziel ist es herauszuarbeiten, welche Anforderungen sich aus den Veränderungsprozessen an die politikwissenschaftliche und die interdisziplinäre Geschlechterforschung ergeben.

politische Themen: Umwelt, Klima & Landwirtschaft
Autor*in / Hrsg.: Gülay Çaglar Helen Schwenken María do Mar Castro Varela
Details: Politik und Geschlecht 23
Umfang: 260 S.
Einband: Kartoniert
Erscheinungsdatum: 11.04.2012

Mit diesem Buch gelingt ein systematischer Einstieg in die Klima- und Umweltdebatte aus Geschlechterperspektive.
(Newsletter Gleichberechtigung und Vernetzung 8-2012)

Insgesamt sind die Beiträge des Bandes zwar größtenteils geschlechtsspezifisch ausgerichtet, die meisten Autorinnen argumentieren jedoch im Rahmen umfassenderer gesellschaftstheoretischer Fragestellungen. Damit dürfte dieses sehr gelungene und lesenswerte Buch nicht nur für Spezialisten der Klima- oder Geschlechterforschung von Interesse sein, sondern auch für all diejenigen, die sich für Fragen zeitgenössischer Gesellschaftsprobleme und deren politischer Regulierung interessieren.
(Portal für Politikwissenschaft, 22.11.2012)

Insgesamt bietet der Band einen sehr guten Überblick über die heterogenen Debatten zum Thema in Nord und Süd. Trotz der Vielfalt der Perspektiven findet sich in nahezu allen Beiträgen die Kritik an dem technokratischen, ökonomistischen und naturalisierenden Diskurs um Klimawandel wieder, in dem soziale, politische und damit auch vergeschlechtliche Machtverhältnisse nur unzureichend erfasst werden und sich androzentrische Problemlösungsansätze durchsetzen. Übereinstimmung herrscht auch in der Infragestellung kollektiver Kategoriebildungen, die immer wieder zu essentialistischen Geschlechterzuschreibungen führen. (Peripherie 128/2012)

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