Hanna Hacker: Frauen* und Freund_innen. Lesarten "weiblicher Homosexualität", Österreich 1870-1938

Artikelnummer: 978-3-902902-34-4

Dreißig Jahre nach Erscheinen der ersten umfassenden Arbeit zur Geschichte lesbischer Frauen im deutschsprachigen Raum - unter dem Titel Frauen und Freundinnen - unterzieht die Autorin ihren eigenen Text einem kritischen Re-Reading und präsentiert das Werk als Frauen* und Freund_innen neu.

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Wie geriet die historische Figur der "lesbischen Frau" in die europäische Moderne - und wie nach Österreich?

Mediziner des 19. Jahrhunderts definierten die weibliche Konträrsexuelle als eine Gestalt zwischen den Geschlechtern, deren Begehren körperlichen Vermessungen unterzogen werden müsse. Traditionale Freundinnen-Strukturen waren im Umbruch, und Frauenbewegungen verhandelten weibliche Subjektivität offensiv.

Ab 1900 machten homosexuell markierte Frauen öffentlich, was sie selbst über sich dachten, und gestalteten in den 1920ern eine lesbische (Sub-)Kultur mit eigenen Medien und Codes. Vielleicht war es aber auch ganz anders?

Dreißig Jahre nach Erscheinen der ersten umfassenden Arbeit zur Geschichte lesbischer Frauen im deutschsprachigen Raum - unter dem Titel Frauen und Freundinnen - unterzieht die Autorin ihren eigenen Text einem kritischen Re-Reading und präsentiert das Werk als Frauen* und Freund_innen neu.


Autor*in / Hrsg.: Hanna Hacker
Weitere Informationen: Umfang: 380
Einband: kartoniert
Gewicht: 541 g
Format: 20 x13 x cm
Erscheinungsdatum: 15.10.2015

Re-Reading: Frauen(*) und Freund(_)innen

Vorbemerkung und Danksagung [1987]

Zur Relektüre: Die Systematisierung der konträren weiblichen Empfindsamkeit
1. Die Systematisierung der konträren weiblichen Empfindsamkeit
1.1. Homophile Dialoge. Zur Funktionsweise männerbündischer Kommunikation: Sexualpathologie und Erste Homosexuellenbewegung  1.2. Die Operationalisierung der weiblichen Homosexualität
1.3. Strukturanalyse ausgewählter "Fall"-Texte
Resümee: Die Systematisierung der konträren weiblichen Empfindsamkeit

Zur Relektüre: Bindungen zwischen Frauen
2. Bindungen zwischen Frauen
2.1. Die Dimension der "Traditionalität
2.2. Frauenliebe und Frauenbewegung
2.3. "Passing" als Identität und Imagination
2.4. Exkurs: "Die Studentin"
2.5. Auf der Suche nach dem homosexuellen Selbstverständnis
Resümee: Bindungen zwischen Frauen

Zur Relektüre: Weltkrieger ? Kriegsbräute
3. Weltkrieger - Kriegsbräute

Zur Relektüre: Chiffriertes Selbstbewusstsein: Kommunikationsnetze der lesbischen Kultur
4. Chiffriertes Selbstbewusstsein: Kommunikationsnetze der lesbischen Kultur
4.1. Sub- und gegenkulturelle Symbole und Codes
4.2. Österreichische Facetten in der deutschsprachigen lesbischen Presse
4.3. Lesbischer Lebenszusammenhang? Handlungen und Ereignisse 1918?1938
Resümee: Chiffriertes Selbstbewusstsein: Kommunikationsnetze der lesbischen Kultur

Zur Relektüre: Außenräume ? Frauen ? Männer
5. Außenräume ? Frauen ? Männer
5.1. Das Erbe der Traditionalität
5.2. Frauenstaat und Mutterrecht. Zum Selbstverständnis der Frauenbewegung nach 1918
5.3. Brüche und Kontinuitäten im homophilen Dialog
Resümee: Außenräume ? Frauen ? Männer. Ausblick: Faschismen

Anmerkungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis

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