Hannah Fackel: Ich bin die perfekte Frau. Eine wahre Geschichte

Artikelnummer: 978-3-945661-28-4

Helena erzählt verstörend ehrlich über die sexuelle Unfähigkeit deutscher Männer aufgrund falscher Erziehung. Erschütternd hemmungslos lässt sie nahezu keinen sexuellen Abgrund aus. Mit gnadenloser Genauigkeit schildert sie Schock, Schmerz und vor allem ihre Lust.

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Helena erzählt verstörend ehrlich über die sexuelle Unfähigkeit deutscher Männer aufgrund falscher Erziehung. Erschütternd hemmungslos lässt sie nahezu keinen sexuellen Abgrund aus. Mit gnadenloser Genauigkeit schildert sie Schock, Schmerz und vor allem ihre Lust.

Eine im Kaukasus geborene junge, deutsche Frau beschreibt ihr Leben in Hamburg. Bis ein Tag ihre vorbestimmte Zukunft verändert. Nichts ist mehr wie es sein sollte, trotzdem gibt sie sich nicht auf, egal wie sehr ihre Familie sie demütigt und erniedrigt. Erst als ihr das Liebste geraubt wird, ist sie bereit zur Flucht. Nun muss sie sich in einem Leben zurechtfinden, dass von ihr Selbstbestimmung verlangt. Doch schon bald erscheint ein Silberstreif am Horizont.

Autor*in / Hrsg.: Hannah Fackel
Land im Fokus: Tschetschenien
Religion: Islam
Weitere Informationen: Umfang: 304 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2 x 19 x 12 cm
Gewicht: 291 g
Erscheinungsdatum: 12.03.2015

1990 wurde ich in einem kleinen Bergdorf im Kaukasus nördlich von Grosny geboren. Unser Grundstück lag an einem Feldweg, an dessen Ostseite sich ein kleines, gelbes Haus sowie ein hölzerner Schuppen befanden. Hier hielten wir Hühner, die uns täglich mit frischen Eiern versorgten. Der Schuppen lag einige Meter hinter einer, für den Kaukasus typischen, drei Meter hohen Grundstücksmauer, die uns vor fremden Blicken schützen sollte. Am Haus hatte mein Vater eine große gepflasterte Terrasse mit Wellblechüberdachung gebaut. Darunter befand sich auch unsere Hauptküche. Da es unmöglich war, in der Küche im Haus irgendetwas zu kochen, ohne dass die restlichen drei Zimmer tagelang danach rochen.
Im Garten bauten wir unser eigenes Obst und Gemüse an. Wir hungerten nie, egal wie schlecht die Zeiten auch waren. Meine Eltern sagten immer, es sei wichtig, sich selbst versorgen zu können und von nichts und niemandem abhängig zu sein.
Lebensmittel waren schon vor dem ersten Tschetschenienkrieg knapp gewesen, genauso wie Strom. Sobald er floss, rannten meine Mutter und meine drei Jahre ältere Schwester Helga hektisch durch alle Räume. Sie wussten nicht, womit sie zuerst anfangen sollten. Von einer Minute auf die andere konnte er wieder weg sein. Deswegen versuchten sie, alles gleichzeitig zu erledigen.
Ab meinem vierten Lebensjahr musste ich im Haushalt und im Garten mithelfen, dabei spielte die Uhrzeit keine Rolle. Egal ob Nacht oder Tag - wenn es Strom gab, wurde das Essen für mehrere Tage vorbereitet und genügend Wasser abgekocht. Überhaupt war die Arbeit im Haushalt der Dreh- und Angelpunkt in dem Leben der Frauen. Das Haus musste immer blitzblank geputzt sein, schließlich hätte mein Vater jederzeit unerwartet vom Militär befreit werden und vor der Tür stehen können. In diesem Fall sollte er in ein sauberes Heim treten und etwas Vernünftiges zu essen bekommen.
Der Krieg prägte zu dieser Zeit das ganze Land. Auch wenn er sich überwiegend auf die Hauptstadt konzentrierte, kamen bei uns regelmäßig russische Truppen vorbei. Für meine Mutter, eine gläubige kaukasische Wahhabitin, war das jedes Mal eine Katastrophe. Besonders schlimm war es, wenn Soldaten mit ihren dreckigen Sachen ins Haus stürmten und die komplette Einrichtung auf der Suche nach Waffen durchwühlten.
Im Wahhabismus¹ dürfen ausschließlich der Ehemann, dessen Verwandte oder Freunde der Kinder, sofern diese nicht älter als fünfzehn Jahre sind, das Haus betreten. Das soll verhindern, dass die Frau den Geruch von anderen Männern einatmen muss.

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