Hannah Pilarczyk (Hrsg.): Ich hatte die Zeit meines Lebens. Über den Film "Dirty Dancing" und seine Bedeutung

Artikelnummer: 978-3-943167-13-9

Auch 25 Jahre nach seinem Erscheinen erzielt "Dirty Dancing" im Fernsehen Rekordquoten, feiert als Musical Erfolge und wird in zahllosen Serien und Filmen zitiert. Als vermeintlicher "Frauenfilm" abgetan, hat er jedoch weder in der Filmkritik noch in den Film...

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Auch 25 Jahre nach seinem Erscheinen erzielt "Dirty Dancing" im Fernsehen Rekordquoten, feiert als Musical Erfolge und wird in zahllosen Serien und Filmen zitiert. Als vermeintlicher "Frauenfilm" abgetan, hat er jedoch weder in der Filmkritik noch in den Film- oder Kulturwissenschaften eine angemessene Würdigung erfahren.

Dieser Sammelband untersucht jetzt erstmals die Bedingungen des zeitlosen Erfolgs des Films, geht den jüdischen Spuren und schwarzen Moves nach, verortet Babys Geschichte im Coming-of-Age-Genre und unterzieht ihn einer feministisch-kritischen Würdigung. Er zeigt den besonderen Blick der
80er-Jahre auf den Sommer 1963 und würdigt dabei natürlich auch den unvergesslichen Soundtrack.

Wer glaubte, den Film bereits zu kennen, muss, wenn er dieses Buch gelesen hat, den Film einfach noch einmal ansehen!

Mit Beiträgen von Birgit Glombitza, David Kleingers, Caspar Battegay, Astrid Kusser, Kirsten Rießelmann, Christoph Twickel, Jan Kedves und Christine Kirchhoff.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Hannah Pilarczyk
Medien: Film
Weitere Informationen: Illustriert von: Oliver Grajewski
Umfang: 192 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.7 x 17 x 12.1
Gewicht: 184 g
Erscheinungsdatum: 15.10.2012

~ LESEPROBE ~

... finanziell war "Dirty Dancing" ein riesiger Erfolg, aber in der großen Welt der großen Autorenfilme wurde er belächelt. Bis heute. Doch der Band "Ich hatte die Zeit meines Lebens" [...] beendet die Zeit der Schmach. In neun Aufsätzen würdigen verschiedene Autoren aus dem Kulturbetrieb die politischen, feministischen, marxistischen wie psychoanalytischen Bedeutungsebenen eines der beliebtesten Liebesfilme.
Judith Luig / Die Welt

25 Jahre nach der Veröffentlichung des Films "Dirty Dancing" ist mit dem Essayband "Ich hatte die Zeit meines Lebens" die erste kulturwissenschaftliche Würdigung eines Films erschienen, der tatsächlich mehr ist als nur eine Liebesschnulze mit Tanzeinlage.
Elissa Hiersemann / Deutschlandradio Kultur  

"Drei Dinge, die ich beim Lesen von "Ich hatte die Zeit meines Lebens" gelernt und beim Sehen des Filmes bestätigt gefunden habe: Dirty Dancing ist ein jüdischer Film. Dirty Dancing ist ein politischer Film. Dirty Dancing ist kein Film über die romantische Liebe, sondern über Sex." [...] "Dirty Dancing, sagt Hannah Pilarczyk, "ist der einzige Frauenfilm, der seine Hauptfigur gut behandelt." Und das wollen Millionen von Frauen immer wieder sehen."
Anna Sauerbrey / Der Tagesspiegel 

"Ein Vierteljahrhundert nach seinem Erscheinen erfährt die vermeintliche Mädchenschmonzette nun eine kritisch-feministische Würdigung - eine nahezu dramatische Wendung im Rezeptionsprozess."
Silke Janovski / Frankfurter Rundschau

...ein mit allen Wassern der Filmwissenschaft und Gesellschaftskritik gewaschenes Buch...
Thomas Klingenmaier /Stuttgarter Zeitung

"Wortgewaltig unter die Lupe genommen wird dabei nicht nur Babys jüdische Herkunft, sondern auch das feministische Rollenbild, das angeblich durch die Figur der Frances Houseman (Jennifer Grey) maßgeblich geprägt wurde."
Christiane Fasching / Tiroler Tageszeitung

"Allen, die bei dem Satz "Mein Baby gehört zu mir, ist das klar?" glasige Augen bekommen, liefert der Verbrecher Verlag jetzt spannenden Lesestoff. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum des Films "Dirty Dancing" haben sich - endlich! - Kulturwissenschaftler des Phänomens angenommen und dazu ein Buch veröffentlicht."
Kreuzberg Nachrichten.de

"... man [muss] einräumen, dass in diesem von Film- und Kulturwissenschaftlern bislang geschmähten Frauenfilm womöglich doch mehr steckt, als es bislang den Anschein hatte. [...] Wer sich also seit 1987 fragt, was an diesem Film denn so toll ist, bekommt spätestens hier und jetzt Argumente frei Haus geliefert."
Guntram Lenz / mittelhessen.de 

»Dirty Dancing« - ein sozialkritischer Film auf den zweiten, dritten und vierten Blick.
Klaus Walter / DRadio Wissen 

Der vorliegende Band versucht ein Phänomen ins rechte Licht zu rücken und aus der dunklen Ecke der vermeintlichen Trashs herauszuholen. [...] Am besten man schaut sich nach dem Lesen dieser Texte den Film noch ein x-tes Mal an. Man wird ihn wohl völlig anders sehen.
Fabian Stiepert / LeipzigAlmanach - Das Online-Feuilleton

Denn 'Dirty Dancing' ist weit mehr als der dämliche Tanzfilm, als der er gerne gesehen wird. Das Buch nimmt den Film ernst, in neun Kapiteln beleuchten verschiedene AutorInnen die kulturellen, historischen und psychologischen Dimensionen, mit theoretischem Anspruch.  
Lisa Goldmann / taz  

Besonders hervorgehoben und neu bzw. zum ersten Mal beleuchtet werden Themen, die den Teenies der späten Achtziger nicht unbedingt aufgefallen sein dürften, wie z. B. die Fragestellung, wie jüdisch "Dirty Dancing" ist. [...] Kurzum: man sollte "Ich hatte die Zeit meines Lebens" lesen,
auch und vor allem dann, wenn man "Dirty Dancing" schon immer abgelehnt hat.
 Christina Mohr / CULTurMAG 

Der Sammelband "Ich hatte die Zeit meines Lebens" [...] zeichnet die unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte des Films nach, geht den jüdischen Spuren und den schwarzen Moves nach, verortet Babys Geschichte im Coming-of-Age-Genre und unterzieht das alles einer feministisch-kritischen Würdigung, denn Fan muss man nicht sein, um "Dirty Dancing" interessant zu finden.
Dorothee Barsch / Missy Magazine 

"Ich hatte die Zeit meines Lebens" holt ein belächeltes Phänomen aus der verschämten Ecke heraus und stellt es auf die Bühne der Popkultur, wo es sich seinen Platz verdient hat.
Jessica Düster / Kölner Stadt-Anzeiger

Für alle Anhänger des Dirty Dancing-Kults sind endlich die Zeiten vorbei, in denen der Film ausschließlich belächelt wird und Kulturwissenschaftler nehmen sich des Phänomens an. [...] Grundsätzlich macht die Lektüre aber auch einfach nur Spaß und eignet sich zum In-Erinnerung-Schwelgen.
Dörte Miosga / Bremer Blatt  

Bei manchen Büchern denkt man: Warum hat das vorher noch keiner gemacht?
Mario Schwegmann / Stadtblatt Osnabrück 

Sympathisch, dass der Sammelband teils einander widersprechende Beiträge versammelt, von denen manche mit steilen Thesen erst überraschen, dann unterhalten und schließlich für sich einnehmen. Die Lektüre nährt den irrationalen Wunsch nach einem Immer-wieder-Sehen des Films.
Franziska Buhre / tanz - Zeitschrift für Ballett 

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