Helen Moster (Hrsg.): Alles absolut bestens bei mir. 15 Alleingänge aus Finnland

Artikelnummer: 978-3-942374-44-6

Von Frauen, die den Alleingang wagen, erzählen diese Geschichten aus Finnland. Ihre Heldinnen reiben sich an Konventionen: Mal schrill, mal leise und melancholisch brechen sie die Norm und gehen eigene Wege.

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Von Frauen, die den Alleingang wagen, erzählen diese Geschichten aus Finnland. Ihre Heldinnen reiben sich an Konventionen: Mal schrill, mal leise und melancholisch brechen sie die Norm und gehen eigene Wege. Sie lassen ihre Körperhaare wuchern und essen sich fett, werden handgreiflich gegen unwillige Liebhaber, geben ihre Kinder weg, ziehen sich in die Natur zurück oder sagen anderen endlich mal die Wahrheit. Was sie suchen, ist der Frieden mit sich selbst. Das Leben ist manchmal haarsträubend kompliziert, aber soll man deswegen den Mut verlieren? Ein Buch von Finninnen aus Stadt und Land, vor hundert Jahren und heute.

Sari Malkamäki »Vertrauen« Hanna Hauru »Stolz auf ihre Figur«, »Die behaarte Frau« Eeva Kilpi »Sommer und eine Frau mittleren Alters« Rosa Liksom »Vier Geschichten aus Familie « Maria Jotuni »Am Telefon«, »Volkes Sitte« Kirste Paltto »Frau mit zwei Köpfen« Susanne Ringell »Ausflug aufs Land«, »Hochzeitskummer«, »Pendant« Solveig von Schoultz »Gespräch auf der Bettkante«

Autor*in / Hrsg.: Helen Moster
Land im Fokus: Finnland
Weitere Informationen: Band 21 der edition fünf
Umfang: 175 S.
Einband: Leinen
Format (T/L/B): 1.9 x 19.7 x 13.3 cm
Gewicht: 289 g
Erscheinungsdatum: 26.02.2014

Sari Malkamäki "Vertrauen"
Hanna Hauru "Stolz auf ihre Figur", "Die behaarte Frau"
Eeva Kilpi "Sommer und eine Frau mittleren Alters"
Rosa Liksom "Vier Geschichten aus Familie "
Maria Jotuni "Am Telefon", "Volkes Sitte"
Kirste Paltto "Frau mit zwei Köpfen"
Susanne Ringell "Ausflug aufs Land", "Hochzeitskummer", "Pendant"
Solveig von Schoultz "Gespräch auf der Bettkante"
Rezension von Clarissa Lempp auf AVIVA-Berlin:

Die edition fünf versammelt je fünf Bände Literatur - aus weiblicher Hand und zu einem Thema. Dieses Mal ist der Blick auf Frauen gerichtet, die den Alleingang wagen. Mit 15 Erzählungen aus Finnland

Frauen, die ihr Körperhaar wachsen lassen, als stille Andacht an die bewunderte Mutter. Frauen die aus Langeweile Babys an- und wieder abschaffen. Frauen, die ihre Kinder alleine großziehen und Frauen, die ihre Mütter verloren haben. Die sich zurückziehen in die Natur, oder die Stadt erobern. Die sich selbst entdecken oder zu verstecken lernen. 15 Geschichten über Frauen, die - wagemutig, egoistisch, heldinnenhaft, angepasst, naiv und ungeniert - ihren eigenen Weg gehen.

Die Anthologie versammelt kurze Geschichten und längere Erzählungen, die im finnischen Raum angesiedelt sind. Die Auswahl der Autorinnen und ihrer Wirkungszeit erstreckt sich über einhundert Jahre hinweg und ebenso weit ziehen sich die stilistischen und thematischen Sphären. Mal von einem schnoddrigen Unterton durchzogen, wie in Rosa Liksoms vier Familiengeschichten, mal lyrisch oder realistisch, wie in Solveig von Schoultzs Erzählung "Gespräch auf der Bettkante". Oft geht es um Beziehungen, Verpflichtungen und Freiheiten. Ums Kinderkriegen oder Loslassen. Eeva Kilpis klassisch angelegte Erzählung "Sommer und eine Frau mittleren Alters" beschreibt die Beziehung einer Frau zu einem Stück Land, das ihr auch als Raum persönlicher Selbstbestimmung dient. Hanna Haurus kurze Storys über Körperhaare und Körperfett zeichnen hingegen mit Witz zwei selbstbewusste Gegenentwürfe zur herrschenden Körpernorm.

» weiterlesen auf aviva-berlin.de


Rezension von Bettina Zehetner auf frauenberatenfrauen.at:

Welche finnischen Autorinnen kennen Sie? In diesem Band lernen Sie 8 finnische Meisterinnen des Erzählens kennen. Die Finninnen schreiben über den Stolz auf eine üppige Figur und dichte Körperbehaarung, die Verweigerung von Spiegeln und das Genießen des Alleinseins und eigensinnige Beziehungsgestaltung. Sie beherrschen die Kunst der Ironie und kosten schwarzen Humor aus, dass es eine Freude ist.

Originell und eigenwillig in Inhalt und Stil spiegeln die Texte die Zeit ihrer Entstehung wider. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart gewinnen Frauen an Selbstvertrauen und Autonomie und nehmen ihr Leben mehr und mehr selbst in die Hand. Eine Besonderheit ist die Erzählung "Frau mit zwei Köpfen" von Kirste Paltto, die auf Saamisch schreibt, eine Sprache, die sehr selten übersetzt wird. Ein saamisches Mädchen lässt sich einen zweiten Kopf wachsen und schafft sich damit eine zweite Identität, um in einer Welt zurechtzukommen, in der das Saamische verachtet und das Finnische - blaue Augen und blonde Haare inklusive - verklärt wird. Der Text ist auch eine wunderbare Parabel auf die widersprüchlichen Identitäten, die Frauen so oft verkörpern: eine angepasste, charmante und gefällige Ehefrau und ein unverschämt lebendiger, frecher und kritischer Freigeist in einem Körper. Besonders gelungen, treffend und leichtfüßig berühren die Leserin auch die Kürzestgeschichten von manchmal nur 2 gehaltvollen Seiten von Susanne Ringell.

Wie immer bei der edition fünf fein in rotes Leinen gebunden, mit Lesebändchen und Geschenkbanderole - eine lustvolle Leseerfahrung!

» Rezension auf frauenberatenfrauen.at

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