Ina E. Bieber: Frauen in der Politik. Einflussfaktoren auf weibliche Kandidaturen zum Deutschen Bundestag

Artikelnummer: 978-3-658-02703-2

Ina E. Bieber untersucht die Unterrepräsentation von Frauen in der Politik. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich Frauen in der Politik nicht beteiligen können, wollen oder sollen.

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Ina E. Bieber untersucht die Unterrepräsentation von Frauen in der Politik. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich Frauen in der Politik nicht beteiligen können, wollen oder sollen. Auf theoretischer und empirischer Grundlage leitet sie ein umfassendes Analyseschema her, anhand dessen die Wahlchancen der Frauen bei Bundestagswahlen im Längs- und Querschnitt und experimentell betrachtet werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass v. a. makrostrukturelle Faktoren (z. B. Wahlsystem, Parteien) einen zentralen Beitrag zur Erklärung der weiblichen Repräsentation leisten. Mikrostrukturelle Faktoren wie der Familienstand, typische Frauenberufe, frauenspezifische Interessen oder geschlechtsspezifische Persönlichkeitseigenschaften können diese dagegen nicht ausreichend erklären.

Der Inhalt

  • Können oder wollen Frauen nicht?
  • Theoretische und empirische Grundlagen
  • Entwicklung des Analyseschemas
  • Einflussfaktoren auf weibliche Kandidaturen zum Deutschen Bundestag
  • Hypothesen
  • Daten und Methoden

Autor*in / Hrsg.: Ina E. Bieber
Weitere Informationen: Umfang: 385 S., 64 s/w ILL., 61 s/w Tab.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2 x 21 x 14.9 cm
Gewicht: 501 g
Erscheinungsdatum: 14.06.2013

Rezension von Regina Weber auf querelles-net:

Ina E. Bieber untersucht in ihrer Dissertation die Einflussfaktoren für erfolgreiche Bundestagskandidaturen von Frauen. Anhand von Längsschnitt- und Querschnittsdaten analysiert sie Faktoren auf der Mikroebene wie individuelle Eigenschaften und Dispositionen sowie Faktoren auf der Makroebene wie Partei- und Wahlsystemeinflüsse. Vor allem letztere wirken sich signifikant auf die Wahlchancen von Frauen aus. Allein das Geschlecht ist kein signifikanter Faktor für den Wahlerfolg zum Bundestag - vor allem die Zugehörigkeit zu Parteien des linken Spektrums und Kandidaturen auf Listenplätzen zeitigen für Frauen größere Chancen, erfolgreich zu kandidieren. Bei den individuellen Faktoren sind erwartete geschlechterspezifische Effekte, zum Beispiel durch Familienstand etc., nicht aufgetreten.

Because they can?t, because they don?t want to; or because nobody asked. Mit diesen drei Gründen - fehlendes Wissen, fehlendes Interesse oder fehlende Rekrutierungsnetzwerke - beschreiben die Forscher Sidney Verba, Kai Schlozman und Henry Brady (1995) die Nichtteilname am politischen Prozess. Warum sind aber ausgerechnet so wenige Frauen in der Politik? Weltweit liegt der Anteil an weiblichen Parlamentsmitgliedern unter 20%, in der Exekutive sind sie oft noch weniger vertreten. Die politikwissenschaftliche Forschung konzentriert sich bisher auf die Analyse von Rahmenbedingungen, Medienbildern und Meinungen zu Politikerinnen. Der politische Auswahlprozess geschieht jedoch vorher, bei den Kandidatinnen und Kandidaten. Welche spezifischen Mechanismen an dieser Stelle greifen, ist weitgehend unbekannt. Ina Bieber will mit ihrer Dissertation diese Lücke schließen.

Ausgehend von einer Einführung in den Untersuchungskontext "Kandidat/innen" bei "Wahlen in repräsentativen Demokratien" entwickelt sie ein Analyseschema mit sechs Bereichen, die empirisch quantitativ analysiert werden können: auf der Mikroebene Persönlichkeitseigenschaften sowie der persönliche und der politische Hintergrund der Kandidat/-innen, auf der Makroebene die politische Kultur, das Wahlsystem und die Parteien. Kandidat/-innen zum deutschen Bundestag bilden die empirische Basis für dieses Analyseschema, wobei die Datengrundlage die Deutsche Kandidatenstudie 2009, ein Experiment mit Kandidat/-innen im Rahmen der German Longitudinal Election Study (GLES) sowie ein Datensatz aller Bundestagskandidat/-innen von 1953?2009 aus Daten des Statistischen Bundesamts umfasst.

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