Ingeborg Kringeland Hald: Vielleicht dürfen wir bleiben

Artikelnummer: 978-3-551-55597-7

Obwohl seine Flucht aus Bosnien schon fünf Jahre her ist, kann sich Albin noch genau an alles erinnern: an die Soldaten vor der Haustür, an das Blut auf dem Küchenfußboden, an den tagelangen Marsch durch den Wald, die Hitze und den Durst. Jetzt ist Albin elf und lebt in einem sicheren Land, doch wieder ist er auf der Flucht.
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Obwohl seine Flucht aus Bosnien schon fünf Jahre her ist, kann sich Albin noch genau an alles erinnern: an die Soldaten vor der Haustür, an das Blut auf dem Küchenfußboden, an den tagelangen Marsch durch den Wald, die Hitze und den Durst. Jetzt ist Albin elf und lebt in einem sicheren Land, doch wieder ist er auf der Flucht. Um die drohende Abschiebung seiner Familie zu verhindern, ist er abgehauen und versteckt sich in einem fremden Auto, das den Großeltern von Amanda und Lisa gehört. Die Vier sind auf dem Weg in die Ferien ...

Empfohlen von der Stiftung Lesen (2016)
Jury: "Durch Albins Augen betrachtet wird Zeitgeschichte konkret fassbar!"


Autor*in / Hrsg.: Ingeborg Kringeland Hald
Kinderbuch zu: Krieg und Gewalt Flucht und Migration Familie & Zusammenleben
Details: Übersetzt von: Maike Dörries
Umfang: 107 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 1.5 x 21 x 15.1 cm
Gewicht: 250 g
Lesealter: 11+
Erscheinungsdatum: 25.01.2015

~ LESEPROBE ~

Rezension des Leipziger Lesekompass von Leipziger Buchmesse und Stiftung Lesen (2016):

Der Plan des 11-jährigen Albin hat nicht funktioniert. Als er vor der Tankstelle heimlich in den Kofferraum des fremden Autos geklettert ist, hat er damit gerechnet, dass seine Mutter und seine kleinen Geschwister nicht ohne ihn aus der Aufnahmestelle weggebracht werden. Falsch gedacht! Und das, obwohl die Familie nun schon seit fünf Jahren in Norwegen lebt. Albin ist jetzt wieder auf der Flucht, ganz allein und mit viel Zeit zum Nachdenken und für Erinnerungen. Zum Beispiel an den Tag, als sein Vater von den Soldaten erschossen wurde, die Familie nur knapp mit dem Leben davon kam und schreckliche Dinge mit ansehen musste. Als sie Kälte, Hunger und ständige Angst ertragen mussten - und schließlich in einem Land ankamen, das sie nicht haben will ...

Im Wechsel werden - graphisch voneinander abgesetzt - die Geschichte von Albins Familie und sein hilfloser Versuch, der Abschiebung zu entkommen, geschildert: in knappen Sätzen, aus der Sicht eines Kindes, ohne Pathos, ergreifend nüchtern. Der Kontrast zwischen seiner Welt und der der beiden norwegischen Mädchen Amanda und Lisa, die mit ihren Großeltern in Albins "Fluchtauto" in die Ferien fahren, könnte größer nicht sein. Und doch wird klar, dass alle das Gleiche brauchen: Wärme, Sicherheit und die Menschen, die sie lieben. Für den Einsatz im Unterricht, als Gesprächsgrundlage oder einfach als authentischer Einblick in die Gefühle derer, die alles verloren haben.

Themen: Krieg, Flucht, traumatische Erlebnisse, Asyl, Familie, Hilfsbereitschaft

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