Ingrid Galster: Simone de Beauvoir und der Feminismus

Artikelnummer: 978-3-86754-501-3

Der vorliegende Band versammelt ausgewählte, locker aneinandergereihte Texte, die in 25 Jahren fast ununterbrochener Beschäftigung mit Simone de Beauvoir und dem Feminismus entstanden.

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Der vorliegende Band versammelt ausgewählte, locker aneinandergereihte Texte, die in 25 Jahren fast ununterbrochener Beschäftigung mit Simone de Beauvoir und dem Feminismus entstanden. Sie fragen vor allem nach der Rolle Beauvoirs als Vorreiterin der Frauenbefreiungsbewegung, als Partnerin Sartres und engagierte Intellektuelle. Welche Bedeutung hatte das vielzitierte, aber wenig gelesene 'Andere Geschlecht' tatsächlich für die Frauenemanzipationsbewegung? Wo war das Buch seiner Zeit voraus und wo fiel es hinter sie zurück? Wo besitzt es noch unausgeschöpftes Potenzial? Was war entscheidend in Beauvoirs Partnerschaft mit Sartre? War sie wirklich die überragende Philosophin, die in weiblicher Selbstentfremdung Sartre den Vortritt ließ, wie manche heute behaupten? Wie sehr hat sie sich tatsächlich als Intellektuelle engagiert? Jenseits der gängigen Klischees werden Werk und Biographie dezidiert historisch verortet und ohne Tabu in den Blick genommen.

Weitere Darstellungen zum französischen Feminismus befassen sich mit Themen, die nicht nur im deutschsprachigen Raum selten behandelt wurden, wie dem Theorie-Transfer mit den USA.


Autor*in / Hrsg.: Ingrid Galster
weitere Themen: Simone de Beauvoir
Feminismus: Französicher Feminismus
Weitere Informationen: Ausgewählte Aufsätze
Umfang: 268 S.
Einband: Kartoniert 
Format (T/L/B): 2.3 x 21.1 x 13.6 cm
Gewicht: 377 g
Erscheinungsdatum: 23.01.2015

Rezension von Philippa Schindler auf AVIVA-Berlin:

25 Jahre forschte die Romanistin zum Leben und Werk von Simone de Beauvoir. Ihre dabei entstandenen Aufsätze und Reden machen klar: Die Werke der französischen Feministin sind auch heute aktuell.

Als Simone de Beauvoir am 14. April 1986 stirbt, wird sie in der Pariser Presse gewürdigt als Vorkämpferin des Feminismus, als Partnerin Sartres, als Linksintellektuelle und als Schriftstellerin - und zwar der Bedeutung nach in dieser Reihenfolge. Es sind die vier Rollen von Simone de Beauvoir, in einem Leben, das ganz und gar atypisch für eine Frau der französischen Bourgeoisie verläuft. Mit ihrem Werk zeigt sie Perspektiven der feministischen Emanzipation auf und gibt damit Tausenden von Frauen ein Gefühl ihrer Würde als Menschen.

Ingrid Galster, Professorin der Romanistik an der Universität Paderborn, beschäftigt sich seit 25 Jahren fast ununterbrochen mit Simone de Beauvoir und der Frauenbefreiungsbewegung. Ihre dabei entstandenen Texte - Artikel, Reden und Beiträge für Sammelbände - veröffentlicht im Januar 2015 der Argument Verlag in einer locker aneinandergereihten Sammlung. Es ist Nachruf, Würdigung und kritische Rezeption in Einem.

"Das andere Geschlecht": Fundament des egalitären Feminismus

Von Zweite-Welle-FeministInnen wurde Simone de Beauvoir vor allem wegen ihrer 1949 erschienenen Studie zur "Lage der Frau" geschätzt, auch bekannt unter dem Titel "Das andere Geschlecht". Die konkreten Auswirkungen, die das Buch auf die Feminismusdebatte und das damalige gesellschaftliche Leben hatte war immens. Nicht zu Unrecht äußert Romanistin Ingrid Galster jedoch die Beobachtung, dass es eigentlich sehr wenig gelesen worden ist und sich für viele auf den vielleicht meistzitierten Satz der gesamten feministischen Literatur reduziert: "Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht."

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