Ingrid Pfeiffer (Hrsg.): Fantastische Frauen. Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo

Artikelnummer: 978-3-7774-3413-1

Frida Kahlo war nur eine von ihnen: Zwischen 1930 und den 1960er-Jahren trugen weit mehr Künstlerinnen als bisher angenommen zur surrealistischen Bewegung bei. Von den männlichen Surrealisten rund um André Breton meist nur als Partnerin oder Modell wahrgenommen, zeigt der Band, wie viel mehr die Künstlerinnen zu bieten hatten.

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Frida Kahlo war nur eine von ihnen: Zwischen 1930 und den 1960er-Jahren trugen weit mehr Künstlerinnen als bisher angenommen zur surrealistischen Bewegung bei. Von den männlichen Surrealisten rund um André Breton meist nur als Partnerin oder Modell wahrgenommen, zeigt der Band, wie viel mehr die Künstlerinnen zu bieten hatten.

Die Frau als Göttin, Teufelin, Puppe, Fetisch, Kindfrau oder Traumwesen war das vorherrschende Thema der männlichen Surrealisten. Die Künstlerinnen des Surrealismus hingegen waren auf der Suche nach einer neuen weiblichen Identität und entdeckten so ihre eigene Formensprache. Hinzu kam die Auseinandersetzung mit politischen Themen, Literatur oder fremden Mythen. Malerei, Zeichnung, Objekte, Fotografien und Filme ergänzen sich zu einem Gesamtbild des surrealen und fantastischen Schaffens von avantgardistischen Künstlerinnen aus aller Welt. 

Künstlerinnenliste: EILEEN AGAR | LOLA ÁLVAREZ BRAVO | RACHEL BAES | LOUISE BOURGEOIS | EMMY BRIDGWATER | CLAUDE CAHUN | LEONORA CARRINGTON | ITHELL COLQUHOUN | MAYA DEREN | GERMAINE DULAC | NUSCH ÉLUARD | LEONOR FINI | JANE GRAVEROL | VALENTINE HUGO | FRIDA KAHLO | RITA KERNNLARSEN | GRETA KNUTSON | JACQUELINE LAMBA | SHEILA LEGGE | DORA MAAR | EMILA MEDKOVÁ | LEE MILLER | SUZANNE MUZARD | MERET OPPENHEIM | VALENTINE PENROSE | ALICE RAHON | EDITH RIMMINGTON | KAY SAGE | SOPHIE TAEUBER-ARP | JEANNETTE TANGUY | DOROTHEA TANNING | ELSA THORESEN | BRIDGET TICHENOR | TOYEN | REMEDIOS VARO | UNICA ZÜRN

Autor*in / Hrsg.: Ingrid Pfeiffer
Kunst: Literatur Bildende Kunst Fotografie
Medien: Film
Details: Buch zur Ausstellung
Einbandart: gebunden
Umfang: 420 S., 350 Farbfotos
Format (T/L/B): 3 x 29.6 x 24.7 cm
Gewicht: 2.184 g
Erscheinungsdatum: 25.02.2020
Rezension von Bärbel Gerdes auf AVIVA-Berlin:

Mit einem opulenten Bildband begleitet der Hirmer Verlag die Ausstellung surrealistischer Künstlerinnen in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt. 36 fantastische Frauen aus elf Ländern mit ihren fantasievollen, anregenden und faszinierenden Werken werden hier vorgestellt und ausgeleuchtet - eine großzügige Einladung in den weiblichen Surrealismus.

Vom 13. Februar bis zum 24. Mai 2020 sollte die große Ausstellung von Surrealistinnen in der Frankfurter Schirn stattfinden. Dann begann die Corona-Pandemie, deren Lockdown genau in diese Zeit fiel. Mittels umfangreicher digitaler Angebote wie Podcasts, Videos, Rundgänge, ermöglichte die Schirn zumindest virtuell einen Besuch. Nach der erneuten Öffnung der Kunsthalle, wurde die Ausstellung bis zum 5. Juli 2020 verlängert. Es ist also noch Gelegenheit, diese einzigartige Ausstellung zu besuchen - es gibt aber auch die Möglichkeit, in einem Bildband zu schwelgen, der mit seinen umfangreichen und hervorragend wiedergegebenen Abbildungen, mit seinen informativen und sehr zum Verständnis beitragenden Texten und den Kurzbiographien der Künstlerinnen, die Leserin und Betrachterin andauernd in seinen Bann schlägt.

Herausgegeben von der Kunsthistorikerin und Kuratorin Ingrid Pfeiffer können wir hier eintauchen in eine Welt, die inspiriert, anregt, auch aufregt - jedenfalls: uns nicht gleichgültig lässt. Dabei galt der von Frauen erschaffene Surrealismus lange Zeit als kaum existent. Zwar leuchteten die Namen einiger Künstlerinnen hervor - Meret Oppenheim und Frida Kahlo natürlich, vielleicht noch Leonora Carrington und Dorothea Tanning - , doch viele blieben unbekannt. Von ihnen gab es kaum Einzelausstellungen.
Selbst in der großen surrealistischen Ausstellung des MoMA in New York 1967 war lediglich ein Werk einer Künstlerin zu sehen.

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