Isabel Minhós Martins, Bernardo P. Carvalho: Hier kommt keiner durch!

Artikelnummer: 978-3-95470-145-2

Keiner darf hinüber auf die rechte Buchseite! Die ist für ihn alleine reserviert. Der General will der Held der Geschichte sein. Also lässt sein Aufpasser keinen durch. Auch wenn sie noch so betteln, fragen, drängeln. Die Menge wird immer dichter, immer bunter, immer aufgeregter. Eigentlich ist es überhaupt nicht mehr einzusehen, dass es da plötzlich eine Grenze geben soll, nur weil ein General das bestimmt hat!
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Da steht er nun steif und streng, der Herr Aufpasser. Befehl des Generals:

Keiner darf hinüber auf die rechte Buchseite! Die ist für ihn alleine reserviert. Der General will der Held der Geschichte sein. Also lässt sein Aufpasser keinen durch. Auch wenn sie noch so betteln, fragen, drängeln. Die Menge wird immer dichter, immer bunter, immer aufgeregter. Eigentlich ist es überhaupt nicht mehr einzusehen, dass es da plötzlich eine Grenze geben soll, nur weil ein General das bestimmt hat!

Und dann passiert etwas.

Anarchisch, wild und turbulent - ein wahrhaft grenzüberschreitendes Bilderbuch

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Isabel Minhós Martins
Illustrator*in: Bernardo P. Carvalho
Details: Übersetzt von: Franziska Hauffe 
Umfang: 40 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 0.8 x 27 x 22.3 cm
Gewicht: 362 g 
Lesealter: 4+
Erscheinungsdatum: 26.08.2016

~ LESEPROBE ~

Rezension auf lesebar.uni-koeln.de:

"Hier kommt keiner durch!" von der Autorin Isabel Minhós Martins ist ein von Bernrdo P. Carvalho illustriertes Bilderbuch, das den (Un-)Sinn von Grenzen auf literarische Art reflektiert: Ein General erhebt unbegründet Anspruch auf die rechte Buchseite und befiehlt, diese weiß zu belassen. Ohne zu hinterfragen folgt der Herr Aufpasser den Anweisungen des Generals: "Tut mir leid, aber ich führe nur einen Befehl aus." Immer mehr Leute kommen hinzu und tummeln sich auf der linken Hälfte, die zunehmend bunter wird. Egal wie sehr sie fragen, betteln, drängeln oder sich beschweren, der Aufpasser lässt keinen durch. Infolgedessen bleibt die rechte Seite unberührt.

Diese Grenzziehung spiegelt sich in der künstlerischen Form wider: Jede Doppelseite wird von dem Falz, der die Grenze markiert, in eine linke und eine rechte Buchseite unterteilt. Somit durchbricht die Autorin die Trennung von Wirklichkeit und erzählter Welt in Form einer narrativen Metalepse. Den dadurch voneinander abgegrenzten Räumen werden Figuren zugeordnet, die auf dem Vorsatzpapier mit Namen vorgestellt werden und neben dem übergeordneten Handlungsstrang jeweils ihre eigene kleine Geschichte mitbringen: Clara bekommt ein Kind, die Häftlinge Uli und Sepp sind auf der Flucht, und der Magier David verschwindet wie von Zauberhand und taucht einige Seiten später urplötzlich wieder auf. Auch nach mehrmaligem Durchblättern kommt davon keine Langeweile auf, da es immer noch etwas Spannendes zu entdecken gibt. Einige der Figuren referieren auf in der Realität existierende Personen. Beispielsweise finden sich die Autorin und der Illustrator selbst wieder. Und bei der Betrachtung des Astronauten Noel, des Brillenträgers Steve oder der fußballspielenden Jungen Lionel und Cristiano assoziiert man direkt Neil Armstrong, Stevie Wonder, Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

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