Jackie Asadolahzahdeh: Apple zum Frühstück. Mein Leben zwischen Disco und Dispo

Artikelnummer: 978-3-351-05007-8

Jackie A. gehört zu einer aussterbenden Spezies, analog geboren, digital erwachsen. In ihrer Kindheit war ihr erster Ansprechpartner noch das Tagebuch, doch kaum erwachsen war die Welt schon voller DIGITAL NATIVES. Kein Event, Date, Film, Buch oder Gefühl, das nicht im Netz dokumentiert wird.

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Analog geboren, digital erwachsen - Nachrichten von einer aussterbenden Spezies

Jackie A. gehört zu einer aussterbenden Spezies, analog geboren, digital erwachsen. In ihrer Kindheit war ihr erster Ansprechpartner noch das Tagebuch, doch kaum erwachsen war die Welt schon voller DIGITAL NATIVES. Kein Event, Date, Film, Buch oder Gefühl, das nicht im Netz dokumentiert wird.

Jackie, Kolumnistin und Nachtlebenreporterin, macht sich auf die Suche, um diese verrückte und unbeständige Welt festzuhalten: Legendäre Partys in längst geschlossenen Berliner Clubs und der vergebliche Versuch, sich auf der langweiligen Schuldisco mit Fassbrause zu besaufen. Mit David Hasselhoff an der East-Side-Gallery demonstrieren und beim Anblick von Boy George im Fernsehen die Milch auf dem Sofa verschütten.

Jackie A. führt zwei Welten zusammen, denn beide haben eines gemeinsam: Sie sind bevölkert von lauter komischen und liebenswerten Personen. Jackie hat dabei ein einzigartiges Gespür für außergewöhnliche Orte, besondere Menschen und skurrile Situationen.

Ganz nebenbei ist Apple zum Frühstück der perfekte Reiseführer durch das Szeneleben von damals bis heute.

'Endlich! Jackie packt die Flosse aus! Nicht nur als Autorin eine Sondermarke.' Gudrun Gut

Autor*in / Hrsg.: Jackie A.
Frauenleben in: Europa
Literatur zu: Nachtleben und Szene
Weitere Informationen: Umfang: 240 S., farbige Abbildungen mitlaufend
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.3 x 19.5 x 12.5
Gewicht: 291 g
Erscheinungsdatum: 04.10.2013

~ LESEPROBE ~

Rezension von Lea Albring auf AVIVA-Berlin:

Ein gelungenes Experiment: Die tip-Bloggerin lässt in ihrem Debüt zwei Welten aufeinanderprallen, wenn sie wilde Partynächte mit den anrührenden Erinnerungen ihrer Kindheit in der DDR kombiniert.

Zuallererst ist es ein Bericht über ihr Leben, von dem Jacqueline Asadolahzadeh, kurz Jackie A., in einem wilden Mix aus Blog- und Tagebucheinträgen schlaglichtartig in ihrem Erstling erzählt. Zwar ist das Buch stark autobiographisch geprägt, es reflektiert am Beispiel der Autorin aber auch die Lebensumstände einer ganzen Generation: "Mein Name ist Jackie A., ich lebe in Berlin und gehöre zu einer aussterbenden Spezies. Geboren und aufgewachsen bin ich in der analogen Zeit, erwachsen und zu Hause im digitalen Jetzt."

Das Buch changiert zwischen vielen Gegensätzen - analog vs. digital, Ost vs. West, Kindheit vs. Erwachsensein. Es bietet der Leserin unverstellte Einblicke in eine umtriebige Individualbiographie, die von Feiereskapaden genauso geprägt ist, wie von der Alles-und nichts-ist-möglich-Atmosphäre der wiedervereinten Hauptstadt: "Ich lebte mit meinem Freund Pfütze und ein paar Flöhen in einer Art Punk-WG ohne Bad in Kreuzberg. Wir schauten die meiste Zeit Musikvideos auf einem alten Schwarz-Weiß-TV und versuchten Tanzstile und Styling der abgewrackten Hauptdarsteller zu imitieren."

Frau begleitet Jackie A. sowohl in muffige Technobunker, als auch in angesagte Nachtclubs des vergangenen und gegenwärtigen Berlins. Das Namedropping von Szenegrößen, C-Promis und Clubnamen ist vor allem für Berliner NachtgängerInnen aufschlussreich: "Nach einem Sekt wollten wir weiter in den Südblock ziehen, anschließend vielleicht einen Abstecher ins Möbel Olfe machen und kurz im Monarch ´Guten Abend´ sagen bzw. Barfrau Miriam gratulieren, die im Wild at Heart ihren Scheidungstermin feierte, ach ja, und eine Karaokebox wurde bei Monster Ronson reserviert."

Ganz andere Töne schlägt die Autorin in den mit ´Analog´ überschriebenen Passagen des Buches an. Die handgekritzelten Tagebucheinträge der zwölfjährigen Jacqueline sind erst einmal ein Gegenentwurf zu der digitalen Blog- und Partywelt. Im Original laden kindliche Zeichnungen, eine krakelige Schreibschrift und amouröse Beschreibungen des Klassenschwarms oder der beständig wechselnden besten Freundin in ein vergessen geglaubtes Universum vorpubertärer Probleme ein. Inhalt, Anschaulichkeit und mitunter auch die Banalität der Tagebuchparataxen dürften nicht wenige LeserInnen an die eigene Kindheit erinnern.

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