Jasmin Schreiber: Marianengraben

Artikelnummer: 978-3-8479-0042-9

Paula braucht nicht viel zum Leben: ihre Wohnung, ein bisschen Geld für Essen und ihren kleinen Bruder Tim, den sie mehr liebt als alles auf der Welt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der sie in eine tiefe Depression stürzt.

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»Ein Buch, das Geborgenheit bietet und Hoffnung schenkt« Yasmina Banaszczuk

Paula braucht nicht viel zum Leben: ihre Wohnung, ein bisschen Geld für Essen und ihren kleinen Bruder Tim, den sie mehr liebt als alles auf der Welt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der sie in eine tiefe Depression stürzt. Erst die Begegnung mit Helmut, einem schrulligen alten Herrn, erweckt wieder Lebenswillen in ihr. Und schließlich begibt Paula sich zusammen mit Helmut auf eine abenteuerliche Reise, die sie beide zu sich selbst zurückbringt - auf die eine oder andere Weise.


Autor*in / Hrsg.: Jasmin Schreiber
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Details: Einbandart: gebunden
Umfang: 256 S.
Format (T/L/B): 2.2 x 22 x 14.5 cm
Gewicht: 386 g
Erscheinungsdatum: 28.02.2020
Rezension von Bärbel Gerdes auf AVIVA-Berlin:

So tief wie der Marianengraben ist Paulas Trauer und Verzweiflung als ihr geliebter zehnjähriger Bruder plötzlich stirbt. In ihrem Debütroman holt die mit dem Digital Female Leader Award ausgezeichnete Bloggerin, Biologin und Sterbebegleiterin Jasmin Schreiber ihre Protagonistin Meter um Meter zurück an die Oberfläche.

Ein Jahr ist der Tod ihres kleinen Bruders her, ein Jahr wird Paula von einer tiefen Depression begleitet. Sie ernährt sich von Pizza, ihre Wohnung verkommt, ihre Aufnahme in das Doktorandenprogramm hat sie auf Eis gelegt.

Der Therapeut, den sie besuchen soll, stellt gleich in der ersten Sitzung fest, dass Paulas Trauerreaktion mittlerweile pathologisch sei.
"Ich war ein bisschen falsch traurig, also ungesund traurig", schreibt die Ich-Erzählerin, die zunächst auch keinen Trost in der Therapie findet.

Ihr gebrochenes Herz kann Paula genau ausmachen: ihre Smartwatch hat aufgezeichnet, wie sich ihre Herzschlagrate änderte, als sie die Nachricht per Telefon erhielt. "An meinem Kühlschrank hängt bis heute ein Graph, auf dem man sieht, wie ein menschliches Herz zerbricht."

Das Grab ihres Bruders hat sie seit der Beerdigung nicht besucht. Sie wohnt 200 km von ihren Eltern entfernt, und da sie ein Problem mit Distanz und Nähe hat, fürchtet sie die Anwesenheit fremder Menschen, die ZeugInnen ihrer Erschütterung werden könnten.
Der Therapeut empfiehlt ihr dennoch, den Friedhof zu besuchen. Vielleicht wenn er leer ist. Nachts? fragt sich Paula und beschließt, dies tatsächlich zu tun. Mit einer Leiter ausgerüstet, klettert sie im Dunkeln über die Friedhofsmauer und besucht Tims Grab.
Ausgerechnet dort macht sie die Bekanntschaft des 83jährigen Helmut, ebenfalls ein Trauernder, der über einen Verlust nicht hinwegkommt. Helmut und Paula, die so unterschiedlich sind, haben tiefstes Verständnis auch für die absurden Trauerreaktionen der/des anderen, die anderen Menschen oft fremd vorkommen.

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