Julia Korbik: Oh, Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten

Artikelnummer: 978-3-499-63323-2

Simone de Beauvoir - eine schillernde Persönlichkeit, die ihr Leben konsequent nach eigenem Gusto lebte und schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts emanzipiert für ihre Freiheit kämpfte. Doch heute kennen viele junge Menschen kaum mehr ihren Namen.

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'Ich möchte vom Leben alles!'

Simone de Beauvoir: Große Denkerin des 20. Jahrhunderts, eine Ikone des Feminismus - aber warum sollten sich junge Frauen für sie interessieren? Weil sie fantastische Romane und präzise Analysen gesellschaftlicher Entwicklungen schrieb und ihrem Partner Jean-Paul Sartre an analytischer Schärfe in nichts nachstand; eine Frau, die schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts für ihre Freiheit kämpfte, emanzipiert und unabhängig.

Julia Korbik wirft einen frischer Blick auf die Frau, die Schriftstellerin, die Philosophin und die Feministin. Simone de Beauvoir schillert in ihrem Buch in all ihren Facetten: Man erfährt, welche Themen sie interessierten, welche Bücher sie las, welche Personen ihr nah standen, was sie inspirierte und wie ihr Alltag aussah. Oh, Simone! überrascht, lädt zum Stöbern ein und zeigt: Es lohnt sich, kritisch zu denken und das zu tun, wofür man brennt.

» Interview mit Julia Korbik zum Buch


Autor*in / Hrsg.: Julia Korbik
Feminismus: Französicher Feminismus
weitere Themen: Simone de Beauvoir
Details: Rororo Allgemeines TB Bd. 63323
Umfang: 320 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.9 x 18.7 x 12.5 cm
Gewicht: 275 g
Erscheinungsdatum: 15.12.2017

~ LESEPROBE ~

Rezension von Mira Sigel auf dem Blog Die Störenfriedas:

Über Simone de Beauvoir wird viel gestritten unter Feministinnen. Manche sagen, sie sei überholt, andere, sie sei "mütterfeindlich". Alice Schwarzer begegnete Simone de Beauvoir ab 1970 immer wieder und setzte der französischen Feministin und Vordenkerin in vielen Texten ein Denkmal, trotzdem gerät Simone de Beauvoir immer wieder in Vergessenheit. Aktuell ist mit "Oh, Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten" eine neue Simone de Beauvoir Biografie von Julia Korbik im Rowohlt Verlag erschienen und gehört zu den aktuellen Highlights feministischer Literatur.

Mit viel Hingabe und Mut hat sich Julia Korbik auf Spurensuche nach Simone de Beauvoir begeben, besonders gut gefallen hat mir die Karte von Paris am Anfang des Buches, in der verschiedene Orte, an denen Simone de Beauvoir gewirkt und gelebt hat, eingezeichnet sind, etwa Simones erstes eigenes Zimmer in der Avenue Deufert-Rochereau Nr. 91, wobei natürlich sofort Virgina Woolf vor Augen tritt, die verlangte, jede Frau müsse einen "room of her own", einen Raum nur für sich haben.

Julia Korbik nähert sich Simone de Beauvoir anders an als viele vor ihr, beschreibt sie nicht als die notorische Gefährtin Sartres, der im Buch nur wenige Seiten bekommt, sondern als Wegbereiterin und Wegweiserin für aktuelle femininistische Fragen. Welche Erfahrungen prägten Simone? Anders als andere Biografen betont Korbik den strengen Vater, dem zugleich etwas Dandyhaftes anhaftetete, die plötzliche Verarmung der Familie, Simones Kampf gegen die Begrenzungen ihrer Zeit. Wissbegierig wird sie immer wieder auf die Ausbildung für höhere Töchter zurückverwiesen und erkämpft sich doch ihren Platz als eine der strahlendsten Denkerinnen ihrer Zeit.

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