Jutta Pivecka: Punk Pygmalion. Roman in Briefen

Artikelnummer: 978-3-905846-26-3

Jutta Pivecka lässt in ihrem Briefroman "Punk Pygmalion" die Jugendkultur der 1980er Jahre wieder lebendig werden, aus der Perspektive einer Frau, die heute auf diese Zeit zurückblickt.

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Zwei Frauen, beide um die Mitte Vierzig, treffen sich im Café. Sie sind Kindheitsfreundinnen, haben sich aber später ein wenig aus den Augen verloren. Doch jetzt hat eine ihren Jugendfreund Ansgar zufällig wiedergetroffen. Und los gehen die Erinnerungen, die sich im Lauf der Erzählung bald zu einem veritablen Krimi entfalten.

Jutta Pivecka lässt in ihrem Briefroman "Punk Pygmalion" die Jugendkultur der 1980er Jahre wieder lebendig werden, aus der Perspektive einer Frau, die heute auf diese Zeit zurückblickt. Es geht dabei - natürlich - vor allem um Beziehungen, zwischen Frauen und Frauen und zwischen Frauen und Männern. Und um den schmalen Grat zwischen Offenheit und Heimlichtuerei, Wahrheit und Lüge, Erkenntnis und Täuschung.


Autor*in / Hrsg.: Jutta Pivecka
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Weitere Informationen: Umfang: ca. 176 S. mit 3 Abb.
Einband: Kartoniert
Format: 20,5 x 13,7 cm
Erscheinungsdatum: 01.01.2014

Rezension auf Buecherblogger vom 15. März 2014:

Das kurz als Netz bezeichnete Internet steht bekanntlich als Synonym für eine vielfältige Verschachtelung und Verlinkung. Erst beim Wiederlesen von "Punk Pygmalion" als im Februar jetzt neu erschienene dunkelgrüne, broschierte Ausgabe bei etk-books (ich hatte mich schon einmal in das Manuskript gestürzt, das mir als ein unwiderstehliches Gemisch aus bedingungsloser Liebe, Enttäuschungen und Verrat, Lügen und Leichen, sowie progressiv-englischer Musik der 80er erschienen war) wurde mir noch einmal klar, wie vielschichtig auf zwei Zeitebenen in diesem "Blog- und Briefroman" erzählt und ein Beziehungs- und teilweise brüchiges Identitätsgeflecht aufgebaut wird. Die drei Teile sind nicht umsonst mit Vornamen der drei Hauptpersonen betitelt, denn sie verweisen auf die Austauschbarkeit und Unsicherheit von Zeichen gerade in der Hyperwelt als sichere Identifier. Die vierte Hauptperson M. ist gleichzeitig Herausgeberin der Briefe, Bloggerin und Erzählerin des Ganzen. Der Briefroman bezieht wie selbstverständlich die Blogger- und Netzwelt als alternative Veröffentlichungsplattform neben den traditionellen Papierformen mit ein und spielt geradezu mit deren schon an sich unsicheren Kommunikationsstrukturen. Dem gegenüber steht eine stark authentisch wirkende Zeitreise in die Anfänge der achtziger Jahre. Das M. zur Veröffentlichung in ihrem Weblog überlassene Briefmaterial lässt die Atmosphäre der Punk-Zeit, als die beiden Jugendfreundinnen Emmi und M. gerade einmal um die siebzehn Jahre alt sind, plastisch in musikalischen Zitaten und anderen Zeitbezügen wieder auferstehen. Monolithisch im Mittelpunkt des ersten Teiles steht der seine künstlerische Freiheit nicht nur suchende, sondern mit jeder Faser seines Körpers und Geistes lebende dänische Punk und werdende Bildhauer Ansgar. Seine unangepasste Expressivität wehrt sich gegen die Vereinnahmung durch die bürgerliche Welt seines Vaters und ist gleichzeitig mit seiner Männlichkeit Faszinosum für die beiden jungen Frauen, die ihre ersten Liebeserfahrungen sammeln. Besonders Emmi gibt dem männlichen Besitzanspruch Ansgars auch in sexueller Hinsicht bedingungslos nach. Ansgar lehnt sich kritisch gegen gesellschaftliche Normen auf und oktroyiert seine Lebensauffassung Emmi auf.

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