Karen Duve: Fräulein Nettes kurzer Sommer

Artikelnummer: 978-3-86971-138-6

Karen Duves so lakonischer wie gnadenlos sezierender Roman über die junge Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und die Welt der letzten Romantiker, die deutsche Märchen sammelten, während die gute alte Ordnung um sie herum zerfiel. Das Porträt einer jungen Frau in einer Welt, in der nichts so blieb, wie es war.

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Karen Duves so lakonischer wie gnadenlos sezierender Roman über die junge Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und die Welt der letzten Romantiker, die deutsche Märchen sammelten, während die gute alte Ordnung um sie herum zerfiel. Das Porträt einer jungen Frau in einer Welt, in der nichts so blieb, wie es war.

Fräulein Nette ist eine Nervensäge! Dreiundzwanzig Jahre alt, heftig, störrisch und vorlaut, ist sie das schwarze Schaf, das nicht in die Herde ihrer adligen Verwandten passen will. Während ihre Tanten und Cousinen brav am Kamin sitzen und sticken, zieht sie mit einem Berghammer bewaffnet in die Mergelgruben, um nach Mineralien zu stöbern. Die Säume ihrer Kleider sind im Grunde immer verschmutzt! Das Schlimmste aber ist ihre scharfe Zunge. Wenn die Künstlerfreunde ihres Onkels August nach Bökerhof kommen, über Kunst und Politik sprechen, mischt sie sich ungefragt ein. Wilhelm Grimm bekommt bereits Panik, wenn er sie nur sieht.

Ein Enfant terrible ist sie, wohl aber nicht für alle. Heinrich Straube, genialischer Mittelpunkt der Göttinger Poetengilde, fühlt sich jedenfalls sehr hingezogen zu der Nichte seines besten Freundes. Seine Annäherungsversuche im Treibhaus der Familie bleiben durchaus nicht unerwidert. Allerdings ist er nicht der einzige. Was folgt ist eine Liebeskatastrophe mit familiärem Flächenbrand.

Historisch genau, gnadenlos entlarvend und so trocken-lakonisch und bitter-ironisch geschrieben, wie es nur Karen Duve kann.

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Fräulein Nettes kurzer Sommer

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Autor*in / Hrsg.: Karen Duve
Details: Umfang: 581 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 4.5 x 21.9 x 14.7 cm
Gewicht: 772 g
Erscheinungsdatum: 07.09.2018

Rezension von Bärbel Gerdes bei Aviva-Berlin:

Die vielseitige und großartige Karen Duve ("Taxi", "Anständig essen") stellt in ihrem neuen Roman die junge Annette von Droste-Hülshoff und die Jugendkatastrophe ihres Lebens dar. Ganz nebenbei malt Duve in bekannt ironischer Färbung ein Panorama Deutschlands zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Die Novelle Die Judenbuche gehört(e) zum Lesekanon an deutschen Schulen sowie auch die Ballade . Dann hört es auch schon auf mit dem Wissen um Annette von Droste-Hülshoff, jene westfälische Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts, deren Konterfei lange den 20-Mark-Schein zierte.

Viel mehr kannte Karen Duve auch nicht. Ihre Motivation zu diesem umfänglichen Roman war jedoch etwas anderes. Nachdem Droste-Hülshoff sich in jungen Jahren auf zwei Männer gleichzeitig eingelassen hatte, wurde sie fürchterlich abgestraft, erklärt Duve im Interview in der Sendung Westart: "Das war so´n Gerechtigkeitsgefühl, dass ich dachte, der armen Frau muss Gerechtigkeit geschehen. Das muss jetzt mal aufgedröselt werden".

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