Karoline Hille: Hannah Höch. Die zwanziger Jahre. Kunst. Liebe. Freundschaft

Artikelnummer: 978-3-86228-114-5

Hannah Höch (1889-1978) hat sie alle verewigt in ihren Fotomontagen, mit federleichter Ironie oder gnadenlos seziert: Kapitalisten und Revolutionäre, starke Männer und schöne Frauen.

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Hannah Höch (1889-1978) hat sie alle verewigt in ihren Fotomontagen, mit federleichter Ironie oder gnadenlos seziert: Kapitalisten und Revolutionäre, starke Männer und schöne Frauen. Hybride Zwitterwesen und groteske Körper bevölkern ihren Bilderkosmos ebenso wie Gesichter voll dunkler Melancholie. In dem 1918 von ihr entwickelten Collage-Prinzip fand sie dafür ein kongeniales Medium. Stets aber hat Hannah Höch die größte Freiheit für sich reklamiert und auf der Vielfalt des Werks beharrt. Sie war nicht nur die einzige Frau im Berliner Club Dada, sondern hat die avantgardistische Bewegung aktiv mitgestaltet.

Das Buch umfasst von 1918 bis 1933 die Jahre der künstlerischen Selbstfindung und Reife. Vor der schillernden Folie der Weimarer Republik entfaltet sich das leidenschaftliche Lebens- und Kunstabenteuer einer engagierten Zeitgenossin und überaus kreativen Künstlerin wie auch das einer ganzen Generation.

Autor*in / Hrsg.: Karoline Hille
Kunst: Bildende Kunst Fotografie
Weitere Informationen: Umfang: 112 S., etwa 60 Abbildungen
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 1.6 x 26.5 x 19.5 cm
Gewicht: 618 g 
Erscheinungsdatum: 09.03.2015

Rezension von Teresa Lunz auf AVIVA-Berlin:

Hannah Höch gilt als Hauptvertreterin des Dadaismus und emanzipierte sich doch bewusst von diesem. Der Bildband liefert einen Überblick über die Anfänge einer beispiellosen Frauenkarriere in den "Goldenen Zwanzigern".

Die Kunsthistorikerin Karoline Hill beleuchtet die frühen Jahre des künstlerischen Schaffens Hannah Höchs: Beginnend im Jahr 1918, in dem die 29jährige Hannah und ihr damaliger Lebensgefährte Raoul Hausmann das Prinzip der Montage entdecken, beinhaltet der Bildband die Periode der Weimarer Republik und schließt mit dem Jahr 1933, als Hannah - eben in der internationalen Künstler_innenszene etabliert, nun nach Berlin zurückgekehrt - die Machtergreifung der Nazis und die Einstufung ihres Werks als "entartete Kunst" erleben muss. In 15 chronologisch geordneten Kapiteln, die jeweils ein Kernthema umkreisen, finden sich Abbildungen und fundierte Texte in gleichem Umfang nebeneinander. Es ist eine bewegte und vielschichtige Reise durch den ersten Abschnitt einer Künstlerinnenkarriere vor dem Hintergrund politischer und sozialer Umbrüche und allgegenwärtiger existenzieller Unsicherheit. Dieses Moment der Grenzerfahrung wird an Hannah Höchs Lebenslauf wie auch an ihren Werken deutlich.

Die Kunst lebte sie als leidenschaftliches Abenteuer, als immerwährende Veränderung. Neben der Malerei und Fotografie experimentierte sie mit Holzschnitten, in der Hand- und Bastelarbeit, sogar in der Puppenherstellung. Doch schnell erkannte sie, dass die von ihr mitentwickelte und popularisierte Fotomontage ihr bevorzugtes Medium war: Deren "Reize des Zufälligen" boten unerschöpfliches Potenzial.

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