Katerina Tucková: Das Vermächtnis der Göttinnen. Eine merkwürdige Geschichte aus den Weißen Karpaten

Artikelnummer: 978-3-421-04630-7

Verstreut in den Weißen Karpaten liegen einzelne Hütten, weit entfernt von allem. Es ist die Heimat der weisen Frauen, die ihr Wissen seit Generationen weiterreichen. Sie gelten als Göttinnen mit magischen Heilkräften und der Fähigkeit, die Zukunft vorherzusehen. Warum nur haben sie ihre eigene nicht gesehen?

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Uraltes Wissen, von Müttern an Töchter weitergegeben - eine abenteuerliche Spurensuche

Verstreut in den Weißen Karpaten liegen einzelne Hütten, weit entfernt von allem. Es ist die Heimat der weisen Frauen, die ihr Wissen seit Generationen weiterreichen. Sie gelten als Göttinnen mit magischen Heilkräften und der Fähigkeit, die Zukunft vorherzusehen. Warum nur haben sie ihre eigene nicht gesehen?

Als Jugendliche muss Dora, die letzte der Göttinnen, miterleben, wie ihre Tante Surmena in die psychiatrische Klinik eingewiesen wird, und sie kehrt dem archaischen Leben den Rücken, verschreibt sich Fortschritt und Wissenschaft. Erst viel später, als die Archive der Staatssicherheit geöffnet werden, begreift sie, dass Surmena, wie auch die anderen Göttinnen, als regimefeindlich verfolgt worden war. Fassungslos deckt Dora bis dahin unbekannte Schicksale ihrer Familie auf. Eine Spur führt gar zu der von Himmler angelegten Hexenkartothek. Haben die Göttinnen etwa mit den Deutschen kollaboriert?

Ein mitreißender Roman über Macht, Korruption und Verrat in totalitären Regimen, über Rationalität und Magie.


Autor*in / Hrsg.: Katerina Tucková
Land im Fokus: Tschechien
weitere Themen: Göttinnen
Details: Originaltitel: Zítkovské bohyne 
Übersetzt von: Eva Profousová 
Umfang: 416 S., 9 s/w Illustr.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3.2 x 22 x 14.5 cm
Gewicht: 584 g
Erscheinungsdatum: 21.09.2015

~ LESEPROBE ~

Rezension auf weiberdiwan.at:

Seit Jahrhunderten verlassen sich die DorfbewohnerInnen der Weißen Karpaten auf ihre sogenannten Göttinnen, weise Frauen, die der Heilkunde und der Wahrsagerei mächtig sind. Dora Idesová, geboren 1958, ist die letzte Nachfahrin der Göttinnen von ?ítková. Sie wächst gemeinsam mit ihrem Bruder Jakoubek bei ihrer Tante Surmena auf und erlebt mit, wie Surmena als Göttin wirkt. Denunziert von Spitzeln reißt der tschechoslowakische Staat die Familie auseinander: Surmena kommt als Volksfeindin in die geschlossene Psychiatrie, Jakoubek in ein Heim für behinderte Kinder und Dora in ein Internat. Die erwachsene Dora studiert Ethnografie und erforscht nach dem Zusammenbruch der Tschechoslowakei die Göttinnenkultur ihrer Heimat. Sie steht ihrem Thema ambivalent gegenüber, versucht Rationalität gegen Magie zu setzen. Jahrelang durchforstet sie mühevoll die Archive, nur langsam erschließt sich ihr aus den vielen Akten das ganze Ausmaß der Machtverhältnisse, die ihre Familie zerstört haben: Was erhofften sich die Nazis vom SS-Hexensonderauftrag? Kooperierten die Göttinnen mit den Nazis? Warum denunzierten die kommunistischen VolksgenossInnen die Göttinnen? Wohin führt ihre lesbische Affäre? Was verschweigen ihr die DorfbewohnerInnen? Die tschechische Autorin Katerina Tucková hat ein großartiges Buch vorgelegt, das zum Teil auf wahren Frauenschicksalen beruht. Die Erzählung von Dora ist durchwoben von Akten der Staatssicherheit, die erschreckende Einblicke in die Staatsmacht geben.

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