Katja Klengel: Girlsplaining

Artikelnummer: 978-3-95640-160-2

Warum haben wir vor dem Wort 'Vulva' mehr Angst als vor Voldemort? Müssen wir uns wirklich für unsere Körperbehaarung schämen? Wieso werden im Schulunterricht hauptsächlich männliche Autoren gelesen? Und warum sind die Geschlechterrollen bei Kinderspielzeug immer noch in den 1950er Jahren stecken geblieben?

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Warum haben wir vor dem Wort 'Vulva' mehr Angst als vor Voldemort? Müssen wir uns wirklich für unsere Körperbehaarung schämen? Wieso werden im Schulunterricht hauptsächlich männliche Autoren gelesen? Und warum sind die Geschlechterrollen bei Kinderspielzeug immer noch in den 1950er Jahren stecken geblieben?

In ihrer Comic-Kolumne 'Girlsplaining' für das Online-Magazin 'Broadly' versucht Katja Klengel diesen und weiteren Fragen auf den Grund zu gehen und erforscht dabei mit Humor und schonungsloser Offenheit auch ihre ganz persönlichen Ängste, Sorgen und vermeintlichen Unzulänglichkeiten - und was es bedeutet, im Jahr 2018 eine Frau zu sein.

'Girlsplaining' versammelt auf 160 Seiten die ersten sechs Episoden der Comic-Kolumne im schicken quadratischen Hardcover.

Illustrator*in: Katja Klengel
weitere Themen: Menstruation Vagina
Details: Umfang: 160 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B) 2.3 x 17.5 x 17.5 cm
Gewicht: 496 g
Erscheinungsdatum: 22.09.2018
Rezension von Bärbel Gerdes bei Aviva Berlin:

Die 1988 in Jena geborene Comiczeichnerin und Drehbuchautorin Katja Klengel dreht den Spieß um: hier erklärt eine Frau die Welt ? und zwar die weibliche. Die ersten sechs Episoden ihrer Comic-Kolumne "Girlsplaining" sind hier in einem Band versammelt und laden zum Entdecken ein.

Als die US-amerikanische Journalistin und Kulturhistorikerin Rebecca Solnit 2008 in ihrem Essay Men explain things to me (dt: "Wie Männer mir die Welt erklären") den Begriff Mensplaining erschuf, gab es endlich ein Wort für jene unangenehme männliche Eigenschaft, die wohl jede Frau kennt. Männer erklären uns bekannte und selbstverständliche Dinge, als lebten wir auf einem anderen Stern. Kleine Kostprobe? Mein Nachbar erklärte mir unlängst, dass die von mir abonnierte Tageszeitung eine überregionale sei und qualitativ hochwertigen Journalismus brächte. Gut, dass ich es jetzt weiß.

Katja Klengel erklärt auch - aber anders. Auch sie thematisiert Dinge, die den meisten von uns bekannt sein werden, aber sie spricht sie aus, sie zeichnet und sie deckt sie auf. Für das Online-Magazin Broadly entstanden diese Geschichten, die sich um das Leben vor allem junger Frauen drehen.

Die Scham über den eigenen Körper, die aus der Beschämung durch andere erwächst, zeigt Klengel exemplarisch und mit viel Humor an der weiblichen Behaarung. Sei es der Damenbart oder die behaarten Beine - die Protagonistin verbringt viel Zeit mit Epilieren, Rasieren und Wachsen. Das Charmante: diese Protagonistin ist die Zeichnerin selbst. Ihre Offenheit und Direktheit und ihr überwältigender Witz machen es möglich, über Körperscham zu lachen und gleichzeitig zu identifizieren, dass die Ursache dafür von außen kommt. Da steht eine dick vermummte junge Frau an einem Sommertag im Badegewässer, Pudelmütze, Sonnenbrille, Handschuhe, Schal vor dem Gesicht, weil sie es leid ist, sich täglich zu rasieren. "Also begann ich meinen Körper zu verstecken".

» zur Rezension auf aviva-berlin.de

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