Katja Lewina: Sie hat Bock

Artikelnummer: 978-3-8321-8117-8

Katja Lewina hat Bock, und sie schreibt darüber. Wäre sie ein Mann, wäre das kein Ding. So aber ist sie: »Schlampe«, »Nutte«, »Fotze«, »Hoe« ... Seit #metoo werden die Rufe nach der potenten Frau laut und lauter. Aber hat eine, die ihr sexuelles Potenzial jenseits von »stets glatt rasiert und gefügig« lebt, in unserer Gesellschaft tatsächlich einen Platz?

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Was ist sexistisch an unserem Sex?

Katja Lewina hat Bock, und sie schreibt darüber. Wäre sie ein Mann, wäre das kein Ding. So aber ist sie: »Schlampe«, »Nutte«, »Fotze«, »Hoe« ... Seit #metoo werden die Rufe nach der potenten Frau laut und lauter. Aber hat eine, die ihr sexuelles Potenzial jenseits von »stets glatt rasiert und gefügig« lebt, in unserer Gesellschaft tatsächlich einen Platz? Lewina führt die Debatte über weibliches Begehren fort und erforscht entlang ihrer eigenen erotischen Biografie, wie viel Sexismus in unserem Sex steckt. Kindliche Masturbation, Gynäkolog*innenbesuche, Porno-Vorlieben oder Fake-Orgasmen: Kein Thema ist ihr zu intim. Und nichts davon so individuell, wie wir gern glauben. Aber die Krusten unserer Sozialisation lassen sich abkratzen! Und so ist 'Sie hat Bock' mehr Empowerment als Anprangern, mehr Anleitung zur Potenz als Opferdenke. Denn nach der Wahrnehmung von Ungerechtigkeiten und Tabus ist es an der Zeit, den Weg zur Selbstermächtigung einzuschlagen.

»Es liegt in unserer Hand, unsere Spielregeln zu schreiben, im Leben und beim Sex.« Katja Lewina

»Es kribbelt zwischen den Beinen, Schweißausbrüche, lachen und schämen. Was will man bitte mehr? Es ist so gut geschrieben! Ich liebe es.« Charlotte Roche

»Ein im wahrsten Sinne geil geschriebener Ganzkörper-Einblick« Andrea Huss, EMOTION


Autor*in / Hrsg.: Katja Lewina
Details: Einbandart: gebunden
Umfang: 224 S.
Format (T/L/B): 2.3 x 21.3 x 14.7 cm
Gewicht: 399 g
Erscheinungsdatum: 18.02.2020
Interview mit Katja Lewina bei Edition F:

In deinem Buch rufst du dazu auf, dass Menschen offener über ihre Sexualität sprechen sollen. Gleichzeitig schreibst du aber unter dem Pseudonym Katja Lewina. Warum hast du dich dazu entschieden?

"Als ich angefangen habe über meine offene Beziehung zu schreiben, wollte ich das zunächst unter meinem Klarnamen tun. Bevor ich aber den ersten Text veröffentlichte, ging mir dann echt der Arsch auf Grundeis. Ich dachte: Oh Gott, nachher liest das mein Vater. Und: Ich krieg nie wieder einen ordentlichen Job, wenn man meinen Namen googelt und dann so einen Text von mir liest. Deshalb entschied ich mich für ein Pseudonym. Letzten Endes war es dann aber auch egal, weil die Redaktion unbedingt ein Foto von mir wollte und mich hinterher alle möglichen Leute auf den Text ansprachen. Inzwischen würde ich auch unter meinem Klarnamen schreiben, aber das Pseudonym hat sich nunmal etabliert. Das hat aber auch den Vorteil, dass ich nicht so leicht auffindbar bin. Wenn irgendein ekelhafter Typ mich zuhause aufsuchen möchte, dann muss er sich schon anstrengen."

Apropos ekelhafte Typen. Du hast in einem Artikel für das Online-Magazin ze.tt berichtet, dass du oft Hasskommentare bekommst. Wie gehst du damit um?

"Anfangs war das wahnsinnig hart, ich war darauf überhaupt nicht vorbereitet. Inzwischen lache ich über solche Menschen. Viel schlimmer als Hasskommentare finde ich es aber, wenn Typen so etwas schreiben wie ,Ich würde so gern mal in deiner Tür stehen und dir die Zunge in den Hals stecken.? Da kann man nur hoffen, dass so jemand das nicht durchzieht. Überhaupt finde ich es befremdlich, wie viele Männer es mit plumpen Anmachen versuchen, wenn eine Frau über Sex schreibt."

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