Katrin Rönicke: Bitte freimachen. Eine Anleitung zur Emanzipation

Artikelnummer: 978-3-8493-0369-3

Katrin Rönickes Geschichte ist die Geschichte einer ganz normalen Frau und zeigt gerade deshalb besonders klar, wo wir alle noch in Geschlechterrollen gefangen sind, was sie mit uns machen, und wie wir ihnen entkommen können.

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Geschlechterrollen sind allgegenwärtig. Sie geben vor, wie wir auszusehen und zu sprechen haben, sie legen fest, wo wir uns einmischen dürfen und wo nicht - und wer sich daran nicht hält, gilt bald nicht mehr als richtiger Mann oder richtige Frau.

In »Bitte freimachen« zeigt Katrin Rönicke, wie wir alle noch von Stereotypen bestimmt werden und was genau sie mit uns machen. Indem sie von sich und ihrem Körperbild, von ihren Erfahrungen als Mutter und in der Arbeitswelt, dem Internet und der Politik erzählt, erzählt sie auch von uns und unserer Gesellschaft - und von den Möglichkeiten, diesen Festlegungen zu entkommen.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Katrin Rönicke
Weitere Informationen: Umfang: 224 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B) 2.1 x 22.1 x 14.5 cm
Gewicht: 373 g
Erscheinungsdatum: 17.07.2015

~ LESEPROBE ~

Rezension auf dem Blog Text-Zone:

Feminismus ist offensichtlich auch von den deutschen Buchverlagen entdeckt worden, immer häufiger wird das Thema literarisch aufgegriffen. Es stellt sich die Frage nach dem guten feministischen Text. Wie kann man darüber erzählen, ohne dass einem der negative Touch der Emanze anhängt? Wie entkommt man dem Unbehagen in der Kultur? Die Autorin Katrin Rönicke scheint dafür eine geeignete Kandidatin zu sein, denn sie lässt sich nicht so schnell in die altmodische Ecke verfrachten: als Journalistin und auch als Privatperson ist sie vor allem digital unterwegs und machte sich einen Namen als Bloggerin und Gründerin von diversen Plattformen zur Verstärkung der weiblichen Stimme im Netz. Und sie hat viel zu sagen zu diesem Thema.

In ihrem erst vor kurzem erschienen Sachbuch erzählt sie die Geschichte ihrer eigenen Emanzipation, angefangen von ihrer verschrobenen Selbstwahrnehmung als Teenager, über ihre ersten sexuellen Erfahrungen, der Suche nach einem oder mehreren Partnern, die Aufgabenverteilung in ihrer eigenen Familie und bis hin zu ihrer beruflichen Selbstfindung. Und sie stellt fest: in jedem Lebensstadion von Frauen lassen sich Einflüsse von vorgegeben Werten und Idealen wiederfinden, die ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung, einer gesunden Selbstwahrnehmung und der Entfaltung ihrer Stärken hinderlich sind. Doch anstatt sich auf die Sündenböcke unserer Kultur zu konzentrieren, zeigt sie, wie sie aus dem Dschungel der beengenden Rollenmuster herausfindet. Dabei sind ihr Blogs und Online-Communities durchaus hilfreiche Mittel um sich im pluralistischen Meinungsgefilde eine eigene Denkweise anzueigenen.

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Rezension auf dem Blog Chaos und Weisheit:

Zum ersten Mal hörte ich von Katrin Rönicke als sie bei CRE mit Tim Pritlove über Feminismus sprach. Schon an diesem Gespräch beeindruckte mich, dass es bei ihrem Feminismus weniger um Kampf als mehr um Kommunikation geht. Dieser Eindruck bestätigte sich später auch beim dauerhaften Hören des Lila Podcast.

Nun hat Katrin Rönicke ihr erstes Buch herausgebracht. Bitte Freimachen! ist laut Untertitel eine Anleitung zur Emanzipation und obwohl man erst einmal davon ausgehen muss, dass damit hauptsächlich Frauen gemeint sind, ist es auch eine Anleitung für Männer, denn Katrin Rönicke ist, wie sie selbst sagt, die männerfreundliche Feministin. Und sie macht sich in diesem Buch frei, während sie den Leserinnen zeigt, wie wir uns alle freier machen können. Dabei hatte ich öfter das Gefühl, dass ich die Autorin am liebsten umarmen möchte. Entweder wegen der eher schmerzhaften Geschichten, die sie von sich erzählt oder wegen der profunden einleuchtenden Erkenntnisse, die mir auch persönlich entweder zusagen oder ins Gedächtnis zurückgerufen haben, was ich selbst für richtig und wichtig erachte. Dabei wird die Perspektive im Laufe des Buches immer breiter. Es fängt mit den Körperbildern junger Frauen an, geht über geschlechterorientierte Werbung und Produkte zu den Fragen, warum wir eigentlich Geschlechterrollen und Beziehungen so denken und leben, wie wir es tun und warum das eigentlich sehr ungesund für uns, und zwar Männer wie Frauen, ist.

» weiterlesen auf Chaos und Weisheit

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