Kirsten John, Katja Gehrmann: Opa Rainer weiß nicht mehr

Artikelnummer: 978-3-95728-064-0

Mia liebt ihren Opa über alles! Mit ihm kann man die schönsten Sachen unternehmen und auf dem Schulweg tolle Wettläufe machen. Aber in letzter Zeit ist Opa komisch und weiß die kinderleichtesten Sachen nicht mehr: Wo er seine Schuhe zuletzt gesehen hat, wofür der Wasserkocher einen Stecker hat, welcher Tag heute ist, wie man ein Unterhemd anzieht - und wer Mia überhaupt ist. Denn Opa ist dement.
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Mia liebt ihren Opa über alles! Mit ihm kann man die schönsten Sachen unternehmen und auf dem Schulweg tolle Wettläufe machen. Aber in letzter Zeit ist Opa komisch und weiß die kinderleichtesten Sachen nicht mehr: Wo er seine Schuhe zuletzt gesehen hat, wofür der Wasserkocher einen Stecker hat, welcher Tag heute ist, wie man ein Unterhemd anzieht - und wer Mia überhaupt ist. Denn Opa ist dement.

Mia lernt nach und nach, mit der Krankheit ihres Opas umzugehen und ihn zu unterstützen. Sie begreift, was es für ihren Opa bedeutet, 'Honig im Kopf' zu haben und so viele Dinge nicht mehr zu wissen und dass der Opa von früher nicht mehr zurückkommen wird. Sie hilft ihm auf ihre ganz spezielle Weise, indem sie ihm alles immer wieder neu erklärt und ihm so die Angst vor dem Alltag nimmt.

Ein wunderbar illustriertes, einfühlsames Buch zum Thema Demenz und Alzheimer.


Autor*in / Hrsg.: Kirsten John
Illustrator*in: Katja Gehrmann
Kinderbuch zu: Tod und Trauer Familie & Zusammenleben Krankheit & Krisen
Details: Umfang: 32 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 0.9 x 25.8 x 21.3 cm
Gewicht: 356 g
Lesealter: 5+
Erscheinungsdatum: 16.08.2018
Rezension auf dem Blog buchwegweiser.com:

Inhalt

Früher hat Opa mit Mia Wettläufe gemacht und er hat immer gewonnen. Doch bald, befürchtet Mia, wird sie gewinnen, denn Opa Rainer weiß nicht mehr. Er weiß nicht mehr, wo seine Schuhe sind, wie man sein Unterhemd richtig anzieht, wie man ein Ei isst und vergisst sogar, wer seine Enkelin eigentlich ist. "MIA!" schreit sie dann und ist hin- und hergerissen zwischen Spass und Trauer.

Bewertung

Kirsten John versteht es in dieser Geschichte die vielschichtige Betroffenheit von Mia und ihrer Familie in kindgerechter Weise auszudrücken. Zuerst kann sie über die Vergesslichkeit des Opas lachen, doch dann passieren Dinge, die nicht in ihr Weltbild passen: Warum muss Mama Opa beim Essen helfen? Sie erscheint ein wenig ungeduldig, traurig oder wütend. Sie verspürt Ekel und Wut, wenn ihm Dinge passieren, die sie peinlich berühren. Sie möchte nicht glauben, dass ihr Opa vergessen hat, wer sie ist und wünscht sich die Zeit zurück, in der er fit und lustig war. Das diese Zeit nie wiederkommt erfüllt sie mit Trauer, gleichzeitig hilft sie ihrem Opa und versucht sich in ihn hineinzuversetzen. Katja Gehrmann versteht es in ihren Illustrationen mit dem Verlauf der Geschichte und der Demenz mitzuhalten. So stellt sie die verwirrenden Objekte übergroß in Szene und spielt mit unterschiedlichen Perspektiven. Mia, am Anfang noch optimistisch und fröhlich, scheint immer ratloser, bis sie am Ende einen Weg findet den Opa beim Kekse essen zu helfen und sich darüber freuen kann.
Die schwierige Thematik Demenz und Altsheimer wurde mit sehr viel Feingefühl umgesetzt, sodass zwischen Fröhlichkeit und Wut, sehr viele Nuancen zum Vorschein kommen. Ein wunderbares Bilderbuch, dass den Betroffenen, diese unterschiedlichen Gefühle auch zugesteht.

» zur Rezension auf buchwegweiser.com

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