Kunst zum Hören - Meret Oppenheim

Artikelnummer: 978-3-7757-3558-2

Meret Oppenheim (1913-1985) zählt zu den bedeutendsten und eigenwilligsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit Frühstück im Pelz (1936), einer mit Pelz bezogenen Tasse, wurde sie bereits in jungen Jahren zur Legende und zentralen Vertreterin des französischen Surrealismus.

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Meret Oppenheim (1913-1985) zählt zu den bedeutendsten und eigenwilligsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit Frühstück im Pelz (1936), einer mit Pelz bezogenen Tasse, wurde sie bereits in jungen Jahren zur Legende und zentralen Vertreterin des französischen Surrealismus. Ihr vielfältiges und unabhängiges Oeuvre umfasst Malerei, Skulptur, Dichtung und Design und entzieht sich stilistischen Einordnungen und stringenten Entwicklungslinien.

Diverse Themen bestimmen ihre künstlerische Arbeit: die Verwandlung zwischen den Geschlechtern, zwischen Mensch und Tier, Natur und Kultur, Realität und Imagination. Träume, Mythen und Spiele sowie literarische Vorlagen, etwa die Schriften C. G. Jungs, dienten ihr als Quellen der Inspiration.

Der originale Audioguide auf CD stellt begleitet von einem Bildband beispielhafte Werke vor, anhand derer Oppenheims prägender Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen, etwa als feministische Identifikationsfigur, sichtbar wird.

Ausstellungen:
Bank Austria Kunstforum, Wien 21.3.-14.7.2013
Martin-Gropius-Bau, Berlin 16.8.-1.12.2013

Kunst: Literatur Skulptur Bildende Kunst Mode
Weitere Informationen: Katalog zur Ausstellung Wien/Berlin 2013
Hrsg.: Bank Austria Kunstforum, Wien
Hrsg.: Martin-Gropius-Bau, Berlin
Umfang: 48 S., ca. 40 Abb.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 1.3 x 22.4 x 22.4
Gewicht: 454 g
Erscheinungsdatum: 06.04.2013

~ LESEPROBE ~ 

Rezension von Veronika Siegl auf AVIVA-Berlin:

Malereien, Zeichnungen, Collagen, Skulpturen, Objekte, Modeentwürfe, Gedichte, Traumaufzeichnungen - das Gesamtwerk der deutsch-schweizerischen Künstlerin ist nicht nur sehr umfangreich, sondern auch sehr vielfältig. Und doch scheint dieses Werk bis heute - wie auch die starke und außergewöhnliche Persönlichkeit Oppenheims - hinter ihrer zum Symbol der surrealistischen Kunst stilisierten "Pelztasse" (eine Tasse überzogen mit dem Fell einer chinesischen Gazelle) zu verschwinden. Alle kannten das Objekt, kaum aber eine_r den Namen seiner Schöpferin.

Kunst zum Hören: Meret Oppenheim

Begleitend zur Publikation "Retrospektive", ist im Hatje Cantz Verlag ein Bildband mit inkludiertem "Audioguide" erschienen, der durch wichtige Arbeiten der Künstlerin führt und fast nebenbei zentrale Charakteristika ihres Schaffens aufzeigt.

Vorgestellt wird hier unter anderem die Skulptur "Der grüne Zuschauer oder Einer, der zusieht, wie ein anderer stirbt". Einen grün gemaserten Körper hat dieser Zuschauer, auf seinem kupfernen Gesicht zwei Spiralen. Die Künstlerin thematisiert mit dem Werk das Verhältnis von Menschen und Umwelt ? ein ihr sehr wichtiges Thema. Ihr zufolge steht das Werk für "die Natur, welche den Tod und das Leben mit Gleichgültigkeit betrachtet". Die Entwicklung der Skulptur ist charakteristisch für Oppenheims Weiterführung von Ideen über mehrere Jahre oder Jahrzehnte. So hatte sie bereits in ihrer Pariser Zeit Entwürfe für die Skulptur gezeichnet, jedoch erst an der Kunstgewerbeschule Basel in den späten 1930er Jahren die entsprechenden Techniken zur Umsetzung erlernt.

Ein weiteres abgebildetes Objekt ist "Das Paar", zwei braune an der Spitze zusammengewachsene Schnürstiefel, die Oppenheim u.a. für die Inszenierung von Picassos Theaterstück "Wie man Wünsche am Schwanz packt" entworfen hatte. Die Künstlerin bezeichnet sie als ein "seltsames eingeschlechtliches Paar ? zwei Schuhe, die unbeobachtet in der Nacht Verbotenes treiben". Die Kunsthistorikerin Andrea Zsutty sieht in dieser Erklärung eine Anspielung auf Oppenheims eigenes sexuelles Begehren.

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