Laurie Penny: Bitch Doktrin

Artikelnummer: 978-3-96054-056-4

Klug und provokant, witzig und kompromisslos sind Laurie Pennys herausragende Essays, die sie zu Recht zu einer der wichtigsten und faszinierenden Stimmen des zeitgenössischen Feminismus machen. Vom Schock der Trump-Wahl und den Siegen der extremen Rechten bis zu Cybersexismus und Hate Speech - Penny wirft einen scharfen Blick auf die brennenden Themen unserer Zeit.
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'Bitches get stuff done.' Tina Fey

Klug und provokant, witzig und kompromisslos sind Laurie Pennys herausragende Essays, die sie zu Recht zu einer der wichtigsten und faszinierenden Stimmen des zeitgenössischen Feminismus machen. Vom Schock der Trump-Wahl und den Siegen der extremen Rechten bis zu Cybersexismus und Hate Speech - Penny wirft einen scharfen Blick auf die brennenden Themen unserer Zeit.

Denn gerade jetzt, in Zeiten sich häufender Krisen in Europa und Amerika, ist es Verpflichtung, geschlossen hinter der Gleichstellung von Frauen, People of Colour und LGBT zu stehen. Der Kampf gegen Diskriminierung ist kein Nebenschauplatz, sondern Voraussetzung für eine gerechte Gesellschaft.

Weit davon entfernt, einen Kampf gegen 'die Männer' zu führen, greift Penny den Status quo gezielt an: Es geht ihr um Fairness, Umverteilung von Vermögen, Macht und Einfluss - weitreichende Forderungen, die sie nicht abmildert, indem sie eine rosa Schleife darum bindet.

Penny ruft dazu auf, sich nicht von jenen beeindrucken zu lassen, die uns den Mund verbieten und uns zu angepasster Liebenswürdigkeit zwingen wollen - sondern eine Bitch zu sein und die Stimme zu erheben.

» Interview mit der Autorin


Autor*in / Hrsg.: Laurie Penny
Feminismus: Britischer Feminismus
politische Themen: Politik und Demokratie Rassismus & kulturelle Hegemonie Homophobie_Transphobie Diskriminierung & Empowerment
weitere Themen: Sexismus
Details: Gender, Macht & Sehnsucht
Nautilus Flugschrift
Originaltitel: Bitch Doctrine
Übersetzt von: Anne Emmert 
Umfang: 320 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2.6 x 20.9 x 12.5 cm
Gewicht: 387 g 
Erscheinungsdatum: 06.09.2017

~ LESEPROBE ~

Kapitalismus ist nur eine Geschichte. Religion ist nur eine Geschichte. Das Patriarchat und die Vorherrschaft der Weißen sind nur Geschichten. Es sind die großen Ordnungsmythen, die unsere Gesellschaften definieren und unsere Zukunft bestimmen, und ich glaube - ich hoffe -, dass sie nun eine nach der anderen endlich umgeschrieben werden. Wir können nur werden, was wir uns vorstellen können, und im Moment erhält unsere Vorstellungskraft neuen Schub in neue Richtungen. Als Kultur lernen wir, dass Helden nicht immer weiße Jungs sind, dass Leben und Liebe, Schurken und Schlachten völlig unterschiedlich aussehen können, je nachdem, wer davon erzählt. Das ist gut so. Es ist nicht einfach - aber niemand behauptet, dass es einfach ist, die Welt zu verändern.

Das habe ich von Harry Potter gelernt.
Rezension von Silvy Pommerenke auf AVIVA-Berlin:

Die britische Journalistin, Autorin, Bloggerin und Aktivistin Laurie Penny ist zurzeit wohl die wichtigste Stimme im Kampf gegen Sexismus und für den Feminismus. Eine wortgewaltige Stimme, die neben harten Fakten vor allem mit Humor und klugen Provokationen punktet.

Gleich in der Einleitung zur "Bitch-Doktrin" rechnet Laurie Penny mit dem zum weißen Nationalismus und zur chauvinistischer Gewalt aufrufenden US-Präsidenten Donald Trump ab, den sie treffender Weise als " personifizierte schlipstragende Erektion" bezeichnet. Das ist genau die Laurie-Penny-Ausdrucksweise, für die sie bekannt ist und mit der ihr weltweite Aufmerksamkeit zuteilwurde. Mit ihren provokanten Äußerungen sticht sie so manches Mal in ein Wespennest und löst massive Protestwellen, aber auch Wellen des Zuspruchs aus.

Ihr Leitmotto: "Informieren, inspirieren, infizieren". Und das gelingt ihr mit jeder Zeile, mit jedem Satz. Das Erfrischende an Penny´s Essays: Sie schafft es, gesellschaftskritische Fakten auf den Punkt zu bringen, ohne dabei zu dozieren oder sich in wissenschaftlichem Fachchinesisch zu verlieren. Penny nutzt dafür selbstredend die modernen Medien und ist auf Twitter und Facebook aktiv. Ganz so, wie es sich für die Generation K gehört. Eine Bezeichnung, die die britische Ökonomin Noreena Hertz 2015 geprägt hat und die die Gruppe der nach 1995 Geborenen meint. Das sind die, die mit Katniss Everdeen aus Die Tribute von Panem sozialisiert wurden und die mit Dystopien aufgewachsen sind. Laurie Penny, Jahrgang 1986, gehört nach dieser Definition zwar nicht dazu, bekennt sich aber als leidenschaftliche Anhängerin von Katniss Everdeen & Co. Sowieso ist Laurie Penny ein Fan von großem Kino, und findet selbst darin politischen Stoff. Lobend erwähnt sie beispielsweise den Plot von "Mad Max: Fury Road" - ein Blockbuster-Endzeitfilm, dessen Protagonistin eine Frau ist. (Imperator Furiosa, gespielt von Charlize Theron).

Wenn sie Lesungen hält, dann erscheinen tausende von Fans - äußerst ungewöhnlich für Buchpräsentationen, erst recht, wenn es um politische Themen geht. Laurie Penny ist ein (streitbarer) Popstar unter den Feministinnen. Und auch wenn sie sich auf dem Podium oder vor der Kamera nicht anbiedert, so ist sie auf eigentümliche Art und Weise charmant und schafft es, dass selbst Männer ihr zuhören. Sie ist eine Vielrednerin, kann aus dem Stehgreif druckreife Sätze hervorzaubern und verkleidet politisch wichtige Botschaften in humorvolle aber ausdrucksstarke Metaphern ("Man könnte meinen, Barbies Oberschenkellücke sei der Rubikon der Frauenemanzipation").

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