Lee Miller: Krieg. Mit den Alliierten in Europa 1944-1945

Artikelnummer: 978-3-89320-178-5

Alle Reportagen und Artikel aus Lee Millers Zeit als Kriegskorrespondentin.

24,00 €

inkl. 7% USt. , zzgl. Versand

Lieferzeit: 6 - 10 Werktage



Alle Reportagen und Artikel aus Lee Millers Zeit als Kriegskorrespondentin.

Autor*in / Hrsg.: Lee Miller
Kunst: Fotografie
Zeitepoche(n): 20. und 21. Jh.
Weitere Informationen: Reportagen und Fotos
Critica Diabolis 208
Hrsg.: Norbert Hofmann
Originaltitel: Lee Miller's War 1944-1945
Übersetzt von: Andreas Hahn
Umfang: 271 S., 60 s/w Raster
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3 x 21 x 13
Gewicht: 514 g
Erscheinungsdatum: 15.09.2013

Rezension von Yvonne de Andrés auf Aviva-Berlin:

Als sie 1944 als Kriegskorrespondentin für die Vogue nach Europa ging, war sie bereits eine Größe im New Yorker Jetset. Miller war Top-Model, Partylöwin, Künstlerin und Meisterfotografin. Ihre Fotos und Reportagen über die "Krauts" machten sie zum neuen Star des Journalismus.

Elizabeth "Lee" Miller berichtet erstmalig am 2. August 1944 aus Frankreich: "Meer und Himmel vereinigten sich in flüchtigen Wasserfarben. Unter uns waren zwei Konvois, Flecken auf der brüchigen, ruhigen Oberfläche des Ärmelkanals. Cherbourg lag weit nach rechts im Nebel, und vor uns kehrten drei Flugzeuge vom Bombenabwurf zurück, der Rauchsäulen aufsteigen ließ. Das war die Front." Sie ist akkreditiert für die Vogue und begleitet als Kriegsberichterstatterin von 1944 bis 1945 den Vormarsch der Alliierten in Westeuropa. Sie erlebt die Landung am Strand der Normandie, berichtet aus einem Feldlazarett am Omaha Beach, über den Brand in Hitlers Adlerhorst in den bayerischen Alpen, über das Ende des Krieges und die Befreiung der KZs Dachau und Buchenwald.

Hier entstehen besonders eindrückliche Reportagen und Bilder. "Die sechshundert Leichen, die sich im Hof des Krematoriums stapelten, weil im Lager in den letzten fünf Tagen die Kohle ausgegangen war, hatte man bis auf hundert weggeschafft. [...] Unter den offiziellen Lagerkarten, die überall zerstreut und zerfleddert herumlagen, befand sich auch die Buchhaltung des Lagers. Da wurden kein Geld und keine Arbeitsstunde aufgeführt, sondern die Zahl der Toten. Seit Anfang des Jahres lag sie bei über fünftausend, fast sechstausend monatlich." Miller beschreibt minutiös die Hilfen der US-Soldaten für die Überlebenden und die riesigen Leichenberge, die sie bei der Befreiung der KZs vorfanden. Auch die ersten Maßnahmen der Reeducation beschreibt sie: "Es war General Pattons Idee, dass die Bewohner Weimars, einige Tausende jeden Alters und Geschlechts, die von den Brutalitäten der Konzentrationslager noch nie etwas gehört hatten, dem Lager einen Besuch abstatten sollten." Ganz genau berichtet Miller, wie die Aufklärung der deutschen "Besucher/innen" im KZ Buchenwald erfolgte. Eindrucksvoll ist ihre Serie von Täterbildern, die sie als "wohlgenährte Bastarde" verflucht. Dabei bildet sie deren kalte Grausamkeit ab.

» weiterlesen auf AVIVA-Berlin.de

Durchschnittliche Artikelbewertung

Geben Sie die erste Bewertung für diesen Artikel ab und helfen Sie Anderen bei der Kaufenscheidung: