Lina Muzur (Hrsg.): Sagte sie. 17 Erzählungen über Sex und Macht

Artikelnummer: 978-3-446-26074-0

17 Geschichten von 17 Autorinnen über 17 Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten - sie erzählen von der brutalen Vergewaltigung, vom ungehobelten Wunsch nach Verführung, von den Berührungen, die einen ratlos zurücklassen. Doch eins eint sie: Der unbedingte Wille zur Stärke und Selbstbestimmung.

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Was läuft falsch zwischen Männern und Frauen? Einige der besten Autorinnen der deutschen Gegenwartsliteratur erzählen.

17 Geschichten von 17 Autorinnen über 17 Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten - sie erzählen von der brutalen Vergewaltigung, vom ungehobelten Wunsch nach Verführung, von den Berührungen, die einen ratlos zurücklassen. Doch eins eint sie: Der unbedingte Wille zur Stärke und Selbstbestimmung. In einer Zeit, in der die Neuverhandlung des Miteinanders von Frauen und Männern stattfindet, in einem Moment der größten Unruhe und Verwirrung, ist es die Literatur, die für Aufklärung sorgt. Nirgends sonst wird unsere Realität in all ihren Facetten abgebildet, nirgends sonst darf Denken, Fühlen und Handeln gleichzeitig passieren. Und nirgends sonst darf all das erzählt werden, was sonst nicht erzählt werden würde.

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Sagte sie

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Autor*in / Hrsg.: Lina Muzur
weitere Themen: Sexismus #metoo
Details: Umfang: 224 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2 x 21 x 13 cm
Gewicht: 307 g
Erscheinungsdatum: 23.07.2018
Rezension von Isabel Rohner auf AVIVA-Berlin:

Der vielschichtige Sammelband von Lina Muzur, stellvertretende Verlagsleiterin von Hanser Berlin und Teil des Redaktionskollektivs 10nach8 bei Zeit Online, zur #metoo-Debatte enthält Erzählungen von 17 zeitgenössischen Autorinnen von Nora Gomringer, Margarete Stokowski bis Helene Hegemann.

Ich gestehe es direkt zu Beginn: Vor der Lektüre von "Sagte sie" hatte ich Vorbehalte. Ein Sammelbandkonzept, das seinen Autorinnen den Auftrag gibt, sich dezidiert auch vor dem Hintergrund der #metoo-Debatte mit den Themen "Macht und Sex" auseinanderzusetzen? Das birgt die Gefahr, uninteressant zu werden, sollten die Autorinnen zu sehr in Richtung "Erlebnisliteratur" gehen. Warum? Weil Lesende zumeist wenig Spaß daran haben, das zu lesen, was sie eh schon kennen.

Seit ihrem Start im Oktober 2017 hat die #metoo-Debatte weltweit gesellschaftspolitische Bewegungen in Gang gesetzt: Millionen Frauen ? und auch einige Männer ? haben unter dem Hashtag #metoo ihre Erlebnisse mit Sexismus, sexuellen Übergriffen bis hin zu sexueller Gewalt geschildert und damit die fundamental unterschiedliche Lebenswirklichkeit von Männern und Frauen offengelegt. Auch wenn der Hashtag selbstverständlich gerade mal ein Zipfelchen des tatsächlichen Ausmaßes von Übergriffen und Machtmissbrauch sichtbar gemacht hat, wurde deutlich: Für Frauen gehören Übergriffe weltweit zum Alltag. Dass so viele Männer hierüber tatsächlich erstaunt waren, erstaunte wiederum viele Frauen. Auch mich.

Mir ist keine einzige Frau bekannt, die noch nie Erfahrungen mit Sexismus oder sexuellen Übergriffen gemacht hat. Keine einzige. Ich kenne so viele Geschichten und Schilderungen von schrecklichen Erlebnissen, dass für mich schon vor der Lektüre von "Sagte sie" klar war: Das Besondere an einem Sammelband zu diesem Thema kann nicht im Inhalt, sondern muss in der literarischen Form, in der literarischen Auseinandersetzung liegen. In Erzählungen jenseits des konventionellen Erzählens.

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