Liv Strömquist: I'm every woman

Artikelnummer: 978-3-96445-001-2

In 'I'm every woman' setzt sich Liv Strömquist mit dem Mythos vom männlichen Genie auseinander, indem sie die Geschichte aus weiblicher Perspektive umschreibt.

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In 'I'm every woman' setzt sich Liv Strömquist mit dem Mythos vom männlichen Genie auseinander, indem sie die Geschichte aus weiblicher Perspektive umschreibt.

Die Leser*innen begegnen darin diversen Frauen, die sich im Schatten ihrer allseits gelobten und bewunderten Männer bewegen mussten. Strömquist nimmt die Figuren von Jenny Marx, Priscilla Presley und Yoko Ono, die trotz ihrer Beiträge zu den Erfolgen ihrer Ehemänner zu Fußnoten in den Geschichtsbüchern reduziert wurden, und unterzieht sie einer wohlverdienten Rehabilitation.

Liv Strömquists Gesellschaftskritik beruht auf Fakten und kombiniert unbändige Freude an Sprachwitz und berechtigter Wut mit ihren ausdrucksstarken Zeichnungen.


Autor*in / Hrsg.: Liv Strömquist
Biografien von/über: Frauen an der Seite berühmter Männer
Details: Umfang: 112 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1 x 23.5 x 17 cm
Gewicht: 320 g
Erscheinungsdatum: 07.03.2019

Rezension von Saskia Balser auf AVIVA-Berlin:

In ihrem neuesten feministischen Comic verhandelt die schwedische Politikwissenschaftlerin, Comiczeichnerin und Radiomoderatorin Liv Strömquist eine Vielzahl von gesellschaftsrelevanten Themen. Im Fokus stehen dabei all jene Frauen, die Zeit ihres Lebens im Schatten ihrer berühmten Partner standen: Mit bewegenden Ausschnitten der Biografien von unter anderem Jenny Marx, Priscilla Presley und Yoko Ono dekonstruiert Strömquist in diesem Buch den Mythos des "männlichen Genies."

Wie bereits in ihren ersten beiden im avant-verlag veröffentlichten Graphic Novels, in denen es um die Kulturgeschichte der Vulva und den Zusammenhang von Liebe, Sex und Monogamie geht, so befasst sich Liv Strömquist auch in "I'm every woman" mit einem politischen und aktuellen Thema. Der Titel des Buchs spielt auf den gleichnamigen Song von Chaka Khan aus dem Jahr 1978 an, der wohl am bekanntesten in der Cover-Version von Whitney Houston ist. Mit dem entsprechenden Songtext eröffnet Strömquist ihre Comic-Sammlung: "I'm every woman. It's all in me. Anything you want done baby, I'll do it naturally. [...] I can sense your needs like rain into the seeds 'cause I'm every woman. It's all in me."

Ausschließlich als helfende Hand an der Seite eines Mannes stellt sich die Sängerin selbst in den Hintergrund - ihre Sichtbarmachung und Rehabilitierung stellvertretend für alle Frauen ist Strömquists Anliegen. Dabei bewegt sie sich auf einem schmalen Grat zwischen todernst und zum Schreien komisch, so lautet beispielsweise der zynische Titel ihres ersten Comics im Buch: "Die unsäglichsten Lover der Weltgeschichte". Er beinhaltet ein Ranking, in dem Karl Marx, Edvard Munch, Sting, Pablo Picasso, Percey Shelley, Phil Spector und Albert Einstein gelistet sind - bewertet danach, wie schlecht sie mit ihren Partnerinnen umgegangen sind und wie sehr sie deren Karrieren zerstört haben. Auch Elvis Presley gehört zu diesen Männern, ihm, oder besser: seiner Frau Priscilla, widmet Strömquist sogar einen eigenen Comic: The art of leaving. Darin beschreibt die Autorin, wie Priscilla Presley durch ihren Ehemann von der Öffentlichkeit abgeschirmt leben und sich permanent nach dessen Vorstellungen verhalten oder kleiden musste. Erst nach fast zwölf Jahren gelang es Priscilla schließlich, ihm zu entkommen: "Elvis hatte sie wie ein Objekt nach seinem Willen geformt, aber tief in sich drin fand sie etwas anderes, sie fand sich selbst."

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