Lola Lafon: Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte

Artikelnummer: 978-3-492-05670-0

In den Siebzigerjahren verzauberte die junge Turnerin Nadia Comaneci nicht nur die Sportwelt. "Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte" erzählt den Mythos eines Wunderkinds auf seinen schmalen Schultern trägt es die Geschichte einer Welt.

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In den Siebzigerjahren verzauberte die junge Turnerin Nadia Comaneci nicht nur die Sportwelt. "Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte" erzählt den Mythos eines Wunderkinds auf seinen schmalen Schultern trägt es die Geschichte einer Welt, die vom Eisernen Vorhang geteilt ist. 1976, mit vierzehn Jahren, betritt sie erstmals olympisches Parkett und versetzt die Welt in Staunen. Die kleine Rumänin Nadia Comaneci stellt alles auf den Kopf: das Computersystem der Punktetafel, das die perfekte 10.0 nicht anzeigen kann, die Fronten des Kalten Kriegs, die im Turnsport wie in der Politik zwischen der USA und der Sowjetunion verlaufen.

Lola Lafon erzählt die Stationen eines unglaublichen Lebens und den Mythos: von dem Wunderkind, dessen Körper die Sehnsucht nach der ewigen Jugend weckt. Davon, wie Ceaucescu sie zur Heldin der sozialistischen Jugend macht. Vom Drill ihres Trainers, dem sie sich unterwirft, auf der Suche nach der perfekten Bewegung. Wer ist diese Frau wirklich? Lola Lafon trägt die Schichten ab, sie demontiert den Mythos, und erzählt das hoch dramatische Leben einer Ausnahmesportlerin wie es gewesen sein könnte. Ein sprachlicher Parforceritt, vielstimmig und unwiderstehlich rhythmisch.


Autor*in / Hrsg.: Lola Lafon
Belletristik: biografische Literatur
Land im Fokus: Rumänien
Weitere Informationen: Originaltitel: La petite communiste qui ne souriait jamais
Übersetzt von: Elsbeth Ranke
Umfang: 280 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.8 x 21 x 13.5 cm
Gewicht: 442 g
Erscheinungsdatum: 15.09.2014

~ LESEPROBE ~

'Hochdramatisch, mitreißend.', Annabelle (CH), 10.09.2014

'Nicht um Nadia Comaneci geht es in diesem vielschichtigen und ebenso hervorragend formulierten wie konstruierten Buch, sondern um die Grautöne der Wirklichkeit und ihre Deutungshoheit.', Die Rheinpfalz, 20.09.2014

' Lola Lafon hat ein tolles Sujet gefunden, sie steigt ein mit dem Moment der Vergöttlichung, jener überirdischen Schwebebalkenübung in Montreal 1976. Dann nimmt sie uns mit durch die Vorgeschichte der Comaneci, ihre Entdeckung, die Kniffe und Übergriffe, die ihr Trainer einsetzen muss, um sie durchzuboxen bis ganz oben.', Die Welt, 20.09.2014

'Wer war Nadia Comaneci wirklich? Welches Wesen entpuppt sich hinter dem Mythos? Die in Paris lebende Schriftstellerin, Sängerin und Theaterregisseurin Lola Lafon, selbst in Bukarest und Sofia aufgewachsen, hat einen 'Roman über eine Biografie' geschrieben und erzählt das dramatische Leben von Ceausescus Ausnahmesportlerin neu.', ARTE 'Metropolis', 07.09.2014

'Selbst zur Tänzerin ausgebildet, verfolgt die Autorin, wie aus einem kleinen verängstigten Mädchen eine öffentliche Frau wird und wie sich eine grausame Diktatur über diesen Ausnahmekörper definiert. Dabei schaltet sich eine fiktive Nadia Comaneci mit Kritik und Einwürfen in den Erzählfluss ein, so dass ein lebendiger, unkonventioneller Roman 'sui generis' entsteht.', Saarländischer Rundfunk 'Bücherlese', 24.09.2014

'Ein lebendiger, unkonventioneller Roman.', Saarländischer Rundfunk 'Bücherlese', 24.09.2014

'Das Buch fesselt den Leser durch den besonderen Schreibstil ebenso wie durch die Geschichte, die ein Stück Sport- und Politikhistorie lebendig werden lässt. Nicht nur für Zeitgenossen, die Nadia haben turnen sehen, interessant.', Ruhr Nachrichten, 15.09.2014

Rezension von Helga Egetenmeier auf AVIVA-Berlin:

Ein kleines zerbrechliches Mädchen wird weltweit begeistert gefeiert, als es mit riskanten Turnübungen mehrere Goldmedaillen für das kommunistische Rumänien einsammelt. Mit ihrer fiktionalen Biografie über den Turnstar Nadia Comaneci aus diesem im Westen bis dahin kaum bekannten Land, geht die Autorin Lola Lafon der Frage nach, wie gesellschaftliche Räume den weiblichen Körper formen und welche Wege Frauen offen stehen.

Den LeserInnen dürfte Rumänien durch die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und deren literarische Auseinandersetzung mit der Ceausescu-Diktatur bekannt sein. Eine zu dieser Zeit prominente Vertreterin dieses Staates porträtiert Lola Lafon mit der Leichtathletin Nadia Comaneci, indem sie deren öffentlich zugängliche Daten interpretiert und darauf eine fiktive Biografie aufbaut.

Die erste "perfekte 10,0" einer Olympiade

Nadia Comaneci wurde am 12.November 1961 in Onesti/Rumänien geboren und als sechsjähriges Mädchen von Trainer Bela Karoly für seine weibliche Leichtathletikmannschaft entdeckt. Unter seinem strengen Training, begleitet von einem enthaltsamen Leben, holte sie bei zwei Olympiaden (1976, 1980) fünf Goldmedaillen, und ging in die Sportgeschichte als erste Turnerin mit der sensationellen Bestnote von 10,0 ein.

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