Lorrie Moore: Danke, dass ich kommen durfte. Storys

Artikelnummer: 978-3-8270-1197-8

Eheleute, die nach der Trennung den Ring nicht vom Finger bekommen; andere, die ihn weiter tragen, weil er ihnen einfach zu gut steht; eine Frau, der, nichts ahnend, während ihr Mann im Keller werkelt, die Scheidungspapiere zugestellt werden; Väter, die die Biege machen; ein Paar, das die Reise in die Karibik auch nach der Trennung durchzieht.

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Eheleute, die nach der Trennung den Ring nicht vom Finger bekommen; andere, die ihn weiter tragen, weil er ihnen einfach zu gut steht; eine Frau, der, nichts ahnend, während ihr Mann im Keller werkelt, die Scheidungspapiere zugestellt werden; Väter, die die Biege machen; ein Paar, das die Reise in die Karibik auch nach der Trennung durchzieht. "Das Ende der Liebe war ein großer Zombiefilm." 

Lorrie Moores Figuren stehen an einem Scheideweg. Das Leben ist sie hart angegangen, aber in ihrem ganz alltäglichen Mut stemmen sie sich Fehlschlägen und Enttäuschungen entgegen. "Alle Männer sind Aliens!", ruft eine ihrer strauchelnden Heldinnen empört und verwundert zugleich. Und doch beginnen sie immer wieder, sich auf das Wagnis Liebe einzulassen. Scharfsinnig, lakonisch, traurig und doch tröstlich, Lorrie Moore ist ihren Figuren ganz nah. Sie nimmt das Außergewöhnliche ihrer gewöhnlichen Existenz in den Blick, behütet und bewahrt ihre Würde. "Danke, dass ich kommen durfte" ist ein leuchtendes, strahlendes Buch, beißend in seinem Humor, mitreißend in seiner emotionalen Kraft.


Autor*in / Hrsg.: Lorrie Moore
Weitere Informationen: Originaltitel: Bark
Übersetzt von: Frank Heibert 
Umfang: 206 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.5 x 21 x 13.3 cm
Gewicht: 362 g
Erscheinungsdatum: 11.05.2015

~ LESEPROBE ~

Rezension von Sonja Eismann auf missy-magazine:

Ironisches Lustigkeitsfeuerwerk Nachschub vom Lorrie Moore: In ihrer Kurzgeschichtensammlung "Danke, dass ich kommen durfte" zeigt sie aufs Neue ihren Humor, ihre Obsession mit Wortspielen und ihren besonderen Narrationsstil.

Lorrie Moore ist eine sparsame Autorin: In 30 Jahren hat es die 1957 im Bundesstaat New York geborene Autorin gerade mal auf drei Romane und fünf Kurzgeschichtensammlungen gebracht. Doch ihr Umgang mit Sprache ist verschwenderisch: nicht im Sinne von blumig oder ausschweifend, sondern in seiner Detailversessenheit, seiner Kaskaden von Wortwitzen, seiner unermüdlichen Arbeit an den Sätzen, die wie Peitschenschläge punktgenau auf dem wunden Punkt niedergehen. Moore gilt in den USA als humoristische Autorin, doch David Gates von der New York Times weiß, dass sie keine Komikerin, sondern vielmehr eine Anatomistin des Komischen ist. Dieser Befund wird auch in ihrer 2014 in den USA erschienenen, nun auf Deutsch vorliegenden neuen Kurzgeschichtensammlung bestätigt, wo neben einer überquellenden Sprach-Gagdichte in einem immerwährenden, schnoddrig-sarkastischen Ironie-Paradigma stets auch das abgrundtief Traurige, der Tod präsent sind. Vor dem Hintergrund der historischen Entwicklungen der letzten Jahre ? Irakkrieg, Abu Ghraib, Wahlkampf von Obama (der hier "Brocko" heißt) - kämpfen bildungsbürgerliche Durchschnittsmenschen in Durchschnittsunistädten mit der Midlife Crisis, ihren Kindern bzw. denen der neuen Partnerin, dem Zerfall der Ehe, dem finanziellen Ruin.

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