Louie Läuger: Gender-Kram. Illustrationen und Stimmen zu Geschlecht

Artikelnummer: 978-3-89771-327-7

In ihrem neuen Buch zeigt Louie Läuger, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf persönlicher Ebene auf die Frage zu antworten: »Was ist Geschlecht?«

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In ihrem neuen Buch zeigt Louie Läuger, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf persönlicher Ebene auf die Frage zu antworten: »Was ist Geschlecht?«

Läuger hinterfragt sowohl die Relevanz vermeintlicher biologischer 'Geschlechtsmerkmale' als auch gesellschaftlich etablierte Geschlechternormen. Sie klärt über den Unterschied zwischen einem biologistischen und einem sozialen Verständnis von Geschlecht auf und widmet sich grundlegenden Begrifflichkeiten wie Intersektionalität, Intergeschlechtlichkeit, Geschlechtsidentität und Geschlechtsausdruck.

In illustrierter Form leitet Läuger selbst durch das Buch und regt - auch durch interaktive Elemente wie Notizzettel oder grafische Veranschaulichungen - nicht nur jüngere Leser*innen dazu an, sich mit diesem sensiblen, vielschichtigen Thema auf eine Art und Weise auseinanderzusetzen, die dazu beiträgt, sich besser in andere Personen hineinzuversetzen und so in einen fairen und emanzipierten Austausch rund um das Thema Geschlecht gehen zu können.

Die empowernden Kernbotschaften des Buches lauten: Geh achtsam und liebevoll mit der Thematik und dir selbst um! Und: Triff deine Entscheidungen selbstbestimmt!

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Gender-Kram

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Leseprobe

Autor*in / Hrsg.: Alica Läuger
Perspektiven: inter trans* queer
politische Themen: Intersexualität/Intergeschlechtlichkeit Homophobie_Transphobie
Details: Einbandart: kartoniert
Umfang: 232 S., durchgängig farbig illustriert
Format (T/L/B): 1.5 x 24 x 16.8 cm
Gewicht: 639 g
Erscheinungsdatum: 06.03.2020
Rezension von Katja Anton Cronauer auf kritisch-lesen.de:

Wer eine Einführung zum Thema Geschlecht sucht, kann dicke Bücher wälzen oder diesen Sachcomic lesen.

In Panama und Peru dürfen aufgrund von Corona-Schutzmaßnahmen an bestimmten Wochentagen nur "Frauen", an anderen nur "Männer" aus dem Haus. Dies scheint nicht allzu viele Menschen zu schockieren. Die heutige Gesellschaft ist entlang der Geschlechterlinien von "Männern" und "Frauen" durchstrukturiert: beim Umkleiden im Sportverein, beim Brillen-Einkauf, bei der Anrede, bei Verhaltenszuschreibungen. Durchbrechen Menschen diese Binarität, werden sie lächerlich gemacht oder als Ausnahme, Gefahr oder gar etwas Krankhaftes dargestellt. Hass, Ausgrenzungen, Diskriminierung, Gewalt und das Absprechen grundlegender Rechte sind oft Folge dieser Struktur. Um nur einige Beispiele zu nennen: In Polen gibt es "LGBT-freie Zonen", in Ungarn gilt seit Kurzem als Geschlecht nur noch das bei Geburt zugewiesene und auch Vornamen dürfen nicht mehr geändert werden. In Deutschland und Österreich sind Genitalverstümmelungen an Inter*kindern weiterhin legal.

Veränderbare Realitäten?

"Über das eigene Geschlecht nachzudenken, ist schon schwer genug. Das Geschlecht von anderen nachempfinden wollen? Scheint manchmal unmöglich." (S. 8) Doch das müssen wir, wenn sich Geschlechterpraktiken ändern und die damit einhergehenden Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen ein Ende finden sollen.

Bei dieser Aufgabe hilft Louie Läugers Comicbuch "Gender-Kram". Es beschreibt leicht verständlich und mit einem differenzierten Blick die verschiedenen Ebenen des Themas "Geschlecht". Eine wichtige Rolle spielt hier das Konzept der Intersektionalität, also der

"Vorstellung, dass die Diskriminierungserfahrungen einer Person aus der individuellen Überschneidung mehrerer Ebenen entstehen. Beispiel: Die Erfahrung einer Schwarzen, lesbischen Frau ist ganz anders als die einer weißen Frau im Rollstuhl. Obwohl sie die Ebene von 'Frau-Sein' teilen." (S. 15)

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