Lucia Berlin: Was ich sonst noch verpasst habe. Stories

Artikelnummer: 978-3-7160-2742-4

Sie gilt als das bestgehütete Geheimnis der amerikanischen Literatur. Lucia Berlin ist die Wiederentdeckung des Jahres und wird verglichen mit Raymond Carver, Richard Yates oder Grace Paley.

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Sie gilt als das bestgehütete Geheimnis der amerikanischen Literatur. Lucia Berlin ist die Wiederentdeckung des Jahres und wird verglichen mit Raymond Carver, Richard Yates oder Grace Paley. Ihre Storys zeugen von einem unsteten Leben voller Brüche. Es sind Frauen wie sie, deren Schicksal sie festhält: alleinerziehende Mütter, Alkoholikerinnen auf Entzug, Haushaltshilfen, Krankenschwestern und Sekretärinnen. Es geht um Mütter und Töchter, scheiternde Ehen und schwangere Mädchen, um Immigranten, Reichtum und Armut, um Einsamkeit, Liebe und Gewalt. Die Orte des Geschehens sind Waschsalons, Cafés und Restaurants, Krankenhäuser und Arztpraxen. Hier entsteht das Unerwartete, hier zeigen sich die kleinen Wunder des Lebens, entwickeln sich Tragödien, denen Lucia Berlin mal mit feinem Humor, mal voller Melancholie, aber stets mit ergreifender Empathie auf den Grund geht.

Autor*in / Hrsg.: Lucia Berlin
Details: Originaltitel: A Manual for Cleaning Women. Selected Stories
Übersetzt von: Antje Rávic Strubel
Umfang: 382 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3.9 x 20.9 x 13.4 cm
Gewicht: 518 g 
Erscheinungsdatum: 19.02.2016

Rezension von Angelina Boczek auf Aviva-Berlin:

(Alp)traumhafte Geschichten, die an vielen verschiedenen Orten in den westlichen Staaten der USA spielen. Sie alle handeln von Frauen in - vordergründig - trostlosen, desolaten Situationen, besser gesagt von einer Frau - der Autorin selbst, mit fiktionalem Abstand.

Ihr Werk ist schmal geblieben, da Lucia Berlin 20 Jahre lang nichts schrieb bzw. nichts veröffentlichte, nachdem 1960 ihre erste verheißungsvolle Erzählung, der Auftakt zu insgesamt 76 Kurzgeschichten, erschienen war. Diese wurden in den 1980er Jahren publiziert und danach vergessen - bis durch die Initiative der Autorin Lydia Davis das Werk der 1936 als Lucia Brown in Alaska geborenen Lucia Berlin neu herausgebracht wurde. Die im August 2015 bei Farrar, Straus & Giroux unter dem Titel "A Manual for Cleaning Women. Selected Stories" neu zusammengestellte Auswahl landete kurz nach Erscheinen auf der New York Times-Bestsellerliste und zählte im letzten Herbst zu den wichtigsten literarischen Neuerscheinungen.

Die Übersetzerin Antje Rávic-Strubel spricht von der Autorin in ihrem Vorwort ("Das Schreiben als Fallschirm") als einer "Melancholikerin, die das Lachen nie verlernt hat, das Absurde in der Verzweiflung sehen, im Schrecklichen das Schräge, darin ist sie groß."

Davon zeugt auch die Geschichte "Tigerbisse": Die junge, von ihrem Ehemann verlassene Lou reist mit ihrem Baby Ben zu einer weihnachtlichen Familienfeier. Am Bahnhof in El Paso wird sie von ihrer mondänen Cousine erwartet. Beiden graust vor dem Familienbesuch. Lou gesteht der Cousine recht bald, erneut schwanger zu sein, worauf diese unverzüglich mit einer Abtreibungsklinik Kontakt aufnimmt.

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