Lucie Bach: Triplo X. Ein Kinderwunschroman

Artikelnummer: 978-3-86265-542-7

Künstliche Befruchtung, Eizellspende, Embryonenadoption: Wie weit gehe ich für meinen Kinderwunsch? Ein mitreißender Insider-Roman über Reagenzgläser und Seelenlagen

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Weltweit wurden inzwischen fünf Millionen Menschen durch künstliche Befruchtung geboren, trotzdem ist diese Methode noch immer ein Tabu. Die Reproduktionsmedizin schockiert die öffentliche Moral mit ihren Schlagzeilen: In den USA bekam die sogenannte Octomom durch künstliche Befruchtung Achtlinge, und eine 65-jährige Berlinerin brachte kürzlich Vierlinge zur Welt. Daneben entstehen durch künstliche Befruchtung still und heimlich unzählige neue Familien, die sich kaum dazu bekennen mögen.

Und nicht jeder dieser Wege zum Wunschkind ist legal: Obwohl in Deutschland jährlich 300 bis 400 Kinder durch eine Eizellspende geboren werden, ist sie hierzulande im Gegensatz zur Samenspende verboten. Auch mit der Embryonenadoption und der Leihmutterschaft revolutioniert der internationale Markt der Reproduktionsmedizin unser althergebrachtes Familienbild an den deutschen Gesetzen vorbei. Reproduktives Reisen nennt sich das, was viele hetero- und homosexuelle Paare, Alleinstehende mit Kinderwunsch und auch Lucie Bachs Protagonistin Marta ins Ausland treibt.

Lucie Bachs Roman TRIPLO X ist die psychologisch feinsinnige Geschichte eines unbändigen Wunsches.
Als Überlebende einer Mutterkatastrophe will die Icherzählerin Marta es mit einem eigenen Kind unbedingt besser machen. Sie und ihre große Liebe Tom machen mehrere künstliche Befruchtungsversuche, bis sich herausstellt, warum Marta nicht schwanger werden kann: Sie hat das Triplo-X-Syndrome, eine Erbkrankheit, bei der das X-Chromosom nicht zwei-, sondern dreimal vorkommt. Martas Welt bricht zusammen. Sie will eine in Deutschland verbotene Eizellspende durchführen lassen. Wäre da nicht der Zweifel, ob sie einem Kind, das genetisch nicht einmal das eigene ist, geben kann, was sie selbst nicht bekam.

Martas Kampf um ein Kind ist auch eine Reise zu sich selbst. Melancholisch und humorvoll führt uns der Roman durch den Dschungel der Reproduktionsmedizin und stellt große Fragen unserer Zeit: Darf Fortschritt machen, was Fortschritt kann? Ist genetische Herkunft wichtig, und wie weit gehe ich für meinen Kinderwunsch?


Autor*in / Hrsg.: Lucie Bach
Familienthemen: Schwangerschaft & Geburt Reproduktionsmedizin
Details: Umfang: 256 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2.4 x 20.5 x 13.8 cm
Gewicht: 380 g
Erscheinungsdatum: 01.03.2016

Ich las von einer Frau, der ein vertauschter Embryo eingesetzt wurde. Ob sie das fremde Kind behalten durfte? Eine andere bekam ihre Eizelle mit falschem Sperma befruchtet zurück. Dieser Embryo würde eigentlich nicht existieren, weil sie nie mit Norman Neuman aus Neustadt geschlafen hat, aber dann ist es da: ein echtes Kind. In Nachbarländern wie Spanien oder Tschechien ist die Embryonenadoption möglich. Aus Katalogprofilen kann ich eine Frau wählen, deren Eizelle mit dem Samen eines von mir ausgesuchten Katalogmannes zusammengebracht und mir eingepflanzt wird. Wir drei haben uns nie getroffen. Gingen da nicht vor Jahrzehnten Horrorfantasien um die Welt?

Und wenn das eingefrorene Geschwisterchen nicht mehr gewünscht ist, wegschmeißen oder verschenken? Soll der Embryo keine Chance bekommen oder möglicherweise in einer Familie aufwachsen, in der er sich wünscht, nie eine Chance bekommen zu haben? Ich will sie nicht ziehen, die moralischen Grenzen der Reproduktionsmedizin.

Ich will mein Kind wie jede andere Frau. Ein verdammt normales Leben will ich führen. Lucie Bach

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