Maggie Nelson: Die Argonauten

Artikelnummer: 978-3-446-25707-8

Es ist die Geschichte einer Liebe: Maggie Nelson verliebt sich in Harry Dodge, einen Künstler - oder eine Künstlerin? - mit fluider Genderidentität. Harry hat bereits ein Kind, Maggie wird schwanger, zu viert bauen sie ein gemeinsames Leben.

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Maggie Nelson fordert uns heraus: ein Buch über queere Liebe, Familie und das Leben als freie - und befreiende - Improvisation.

Es ist die Geschichte einer Liebe: Maggie Nelson verliebt sich in Harry Dodge, einen Künstler - oder eine Künstlerin? - mit fluider Genderidentität. Harry hat bereits ein Kind, Maggie wird schwanger, zu viert bauen sie ein gemeinsames Leben. "Die Argonauten" ist eine ergreifende Geschichte queeren Familienlebens, zugleich erfindet Maggie Nelson eine ganz eigene Form der philosophischen Erkundung. Memoir, Theorie, Poesie: Es ist ein Buch, das sich nicht einordnen lässt und das unsere Einordnungen herausfordert mit seinem radikal offenen Denken. Im Geiste von Susan Sontag und Roland Barthes verbindet Maggie Nelson theoretische und persönliche Erkenntnissuche, um zu einer neuen Erzählung des Wesens von Liebe und Familie zu gelangen.

"Maggie Nelson zeigt, dass es möglich ist, Philosophie und radikale Kritik als romantische Orgie auf den Trümmern alter Gewohnheiten zu feiern - um am Ende zu ahnen, was es heißt, frei zu sein." Margarete Stokowski

"Mit wilder Intelligenz, die letztlich der Liebe verpflichtet ist, schneidet Maggie Nelson durch die vorgefertigten Gedanken- und Gefühlsstrukturen unserer Zeit." Ben Lerner

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Maggie Nelson
Familienthemen: Regenbogenfamilie
Details: Übersetzt von: Jan Wilm
Umfang: 192 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 1.9 x 20.9 x 13.2 cm
Gewicht: 310 g
Erscheinungsdatum: 25.09.2017

~ LESEPROBE ~

Rezension von Silvy Pommerenke auf Aviva-Berlin:

"Die Argonauten" der Dichterin, Kritikerin und Essayistin und Professorin an der University of Southern California Maggie Nelson haben in der Kategorie Kritik den National Book Critics Circle Award gewonnen und wurden zum Bestseller der New York Times. Inhaltlich sind sie zwar nur für einen kleinen Kreis geschrieben, aber die Aussagekraft für die queere Welt ist immens.

Die Ich-Erzählerin - in diesem Falle gleichzusetzen mit Maggie Nelson - gibt Gedankensplitter wider und macht das Persönliche öffentlich. Sie schreibt über ihre Beziehung zu Harry (und dessen geschlechtsangleichende Maßnahmen) und seinem Stief-Sohn aus einer anderen Beziehung, berichtet von ihrem Alltag der Patchwork-Familie und von den besonderen Momenten mit ihrem neugeborenen Kind Iggy. Das ist ein wenig so, als würde die Leser*in im persönlichen Tagebuch der Autorin lesen. Es gibt keine Stringenz im Erzählen, keinen durchgehenden Plot, erst recht keinen Spannungsbogen. Aber - und das "aber" soll in diesem Falle großgeschrieben werden -, es gibt etwas in dieser autobiografischen bzw. politischen Schrift (oder sollte es doch ein Memoir sein? Eine Literaturgattung, die derzeit groß im Kommen ist), was das Lesen äußerst lohnenswert macht. Maggie Nelson setzt sich auf äußerst intellektuelle Art und Weise mit den Themen Queer-Theory, Mutterschaft, Schwangerschaft (durch "künstliche" Befruchtung mittels In-vitro-Fertilisation oder per Samenspenderbehandlung - und die Probleme, sowohl praktischer als auch gesellschaftlicher Natur, die damit einhergehen können), Geschlechteridentität und Gesellschaftsnormativitäten (sowohl die Hetero- als auch die Homonormativität) auseinander. Das ist sicherlich nicht eine Lektüre für die Allgemeinheit, sondern spricht ein explizit vergeistigtes Publikum an, aber die Message ist eindeutig: Es geht um das Auflösen von heteronormativen Strukturen und die Kritik an den bestehenden gesellschaftlichen Normen und Strukturen.

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