Mareike Nieberding: Ach, Papa. Wie mein Vater und ich wieder zueinanderfanden

Artikelnummer: 978-3-518-46812-8

Ach, Papa erzählt davon, warum die meisten Tochter-Vater-Beziehungen nach der Pubertät nicht mehr dieselben sind. Und wie man sich wieder nahekommt, wenn man sich schon fast verloren hat.

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'Mareike Nieberding ist eine tolle Autorin. Sie schreibt direkt und klar, mit Wucht und Flow.'Volker Weidermann

Ihre ganze Kindheit und Jugend wurde Mareike Nieberding von ihrem Vater eingesammelt und abgeholt. Egal, wo sie war, egal, wie betrunken, egal, mit wem unterwegs. Um ein Uhr nachts vom Schützenfest, um sieben nach der Schicht in der Kneipe. Ihr Vater war ihr Beschützer, Tröster, ein gnadenloser Optimist. Wenn sie ihm heute gegenübersitzt, fragt sie sich, wer dieser ergrauende Mann mit den Sommersprossen eigentlich ist, was er fühlt und denkt, ob er glücklich ist. Irgendwann zwischen damals und heute haben die beiden aufgehört, sich kennenzulernen. Wenn er sie vom Bahnhof abholt, reden sie auf dem Weg nach Hause über das Leben von Nachbarn und Bekannten, bis sie schließlich wortlos vor ihrem eigenen stehen. Sie streiten nicht. Sie haben sich nur nichts zu sagen.

Ach, Papa erzählt davon, warum die meisten Tochter-Vater-Beziehungen nach der Pubertät nicht mehr dieselben sind. Und wie man sich wieder nahekommt, wenn man sich schon fast verloren hat.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Mareike Nieberding
Details: Suhrkamp Nova - suhrkamp taschenbuch 4812
Umfang: 187 S.
Einband: Paperback
Format (T/L/B): 1.8 x 21.2 x 13.2 cm
Gewicht: 239 g
Erscheinungsdatum: 15.01.2018

~ LESEPROBE ~

Rezension von Andrea Hajnalka Meisel auf dem Blog bzw-weiterdenken:

Im Klappentext des Buches "Ach, Papa" wird behauptet, dass die Autorin Mareike Nieberding erklären könne, warum die meisten Vater-Tochter-Beziehungen nach der Pubertät nicht mehr dieselben sind wie davor, und wie man wieder zueinander finden könne. Aus Marketing-Sicht nachvollziehbar, aber erklärt das Buch tatsächlich ein Phänomen unserer Zeit?

Mareike Nieberding, Journalistin des Jahrgangs 1987, beschreibt in ihrem autobiographischen Erstlingswerk zunächst nur ihre eigene Beziehung zum Vater, und zwar aus ihrer subjektiven Perspektive. Mit Ende 20 stellt sie ernüchtert eine Entfremdung zwischen sich und ihrem Vater fest. Sie ist das Ergebnis einer schleichenden Distanzierung, es gibt es keinen konkreten Anlass, keine Trennung, keine Süchte oder andere Familiendramen. Dennoch vermisst Mareike die Nähe zu ihrem Vater, denn die Themen bleiben oberflächlich, Konfliktthemen werden umgangen, und wenn sie ihre Eltern besucht, steht der Vater oft auf dem Balkon und raucht. Was sie verbindet sind nur die Erinnerungen an früher, als sie noch das "Papakind" war, als sie zusammen durch Dick und Dünn gingen und er sie in ihrem Drang, die Welt zu entdecken, unterstützte. Und so beschließt sie, ihren Vater neu kennenzulernen. Zusammen unternehmen sie für diesen Zweck eine Reise und fahren mit dem Auto in ein gemeinsames Wochenende.

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